Auf Tour in Weinheim, Hemsbach und Viernheim

… mit der Fujifilm X-100F.

Auf die Bilder klicken für die Details bei Flickr.

Choices

Relaxing

Chatting

The Kitchen

The Café

Vier-Ritter-Turm

No. 6

Am Bahnhof in Darmstadt

Das passiert mir ab und zu; ich durchstöbere – aus unterschiedlichen Gründen – meine Photos auf der Festplatte und stoße dabei auf Aufnahmen, die einstmals für viel zu schlecht befunden habe, die ich nun aber (teilweise auch neu bearbeitet) sehr reizvoll finde. Hier ist noch so eins aus dem Jahr 2014.

Am Bahnhof

Aufgenommen mit der Sony A99 und dem Tamron SP 24-70mm.

Gastbeitrag über Street Photography von Carsten Osterwald

Hallo liebe Leser,

ich freue mich, Euch heute mal wieder einen Gastbeitrag präsentieren zu können – dieses Mal von Carsten Osterwald, einem Mitglied der sfp-Flickr-Gruppe.
Vielen Dank an Dich Carsten für Deinen Beitrag und Mühe!!
Und Euch allen nun viel Spaß beim lesen 🙂

Erst einmal ein herzliches Dankeschön an Sebastian für die Möglichkeit, auf seinem Blog einen Gastbeitrag zum Thema Fotografieren zu schreiben, zu dem er auf seiner Flickr-Site (https://www.flickr.com/groups/2wielicht/) aufgerufen hat.

Mein Name ist Carsten Osterwald, ich bin 50 Jahre alt (aber nur auf dem Papier ☺ ), ich fotografiere seit über 30 Jahren, aber seit ungefähr 2 Jahren erst mit absoluter Hingabe.

Das liegt zum einen daran, dass ich anfänglich nicht das passende Equipment hatte, zum anderen aber auch, das bis vor 2 Jahren das Thema Fotografie ein Buch mit sieben Siegeln für mich war. Mit dem Kauf meiner letzten und auch aktuellen Ausrüstung habe ich mich dann aber auf den Hosenboden gesetzt und mich mit eben diesen sieben Siegeln intensiv auseinander gesetzt… alleine schon, weil das Interesse immer größer wurde.

Meine aktuelle Kamera ist eine Nikon D3300 mit 2 Festbrennweiten (35/50mm, 1,8), einem Macro (90mm, 2,8) sowie Blitz und Stativ. Ein Tele und/oder Weitwinkel benötige ich für meine Art der Fotografie nicht, aber dazu gleich mehr.
An der Motivwahl habe ich die letzten Jahre sehr viel herum gedoktert, über Landschaften und Architektur, über Wildlife zur Produktfotografie bis hin zur Hochzeit und zum Portrait. Diese Themen haben zwar alle Ihre Daseinsberechtigung, aber mich haben sie nicht vollends befriedigt.
Bis ich dann vor einiger Zeit mit meiner Frau privat für längere Zeit in Thailand gelebt habe. Dort habe ich die Menschen und Ihr buntes Treiben in den Straßen fotografiert. Und weil die Menschen dort so unkompliziert, freundlich und aufgeschlossen damit umgehen, fotografiert zu werden, hat mich diese Art der Bilder in Ihren Bann gezogen. Für mich war in diesem Augenblick mein Steckenpferd „Streetphotographie“ geboren.

OK OK, ich bin sicherlich nicht so vermessen und nenne mich jetzt nur noch Street Fotograf, weil dafür fehlt mir noch eine Unmenge an Erfahrung und Knowhow, aber seien wir doch mal ehrlich, wie soll ich mich sonst nennen? „Angehender Street Fotograf?? Lernender Street Fotograf?? Fast Street Fotograf?? ☺ Nein, ich nehme diese Bezeichnung nur, weil er der Tätigkeit entspricht….in der Praxis bin ich noch ganz unten auf der Leiter.

Alles gut und schön, jetzt wieder in Deutschland zurück, Kamera geschnappt und raus auf die Straße. Au Backe, das war aber mal eine Umstellung. Jetzt kommt natürlich, besonders hier in Deutschland, erst einmal die rechtliche Geschichte zum Tragen (aber dazu später mehr).
Was reizt mich so an der Streetfotografie? Wo sehe ich zwischen mir und anderen Streetfotografen gemeinsame Schnittmengen?
Die EINZIGE gemeinsame Komponente ALLER Streetfotografen ist: Sie halten einen Moment aus dem wahren und echten Leben fest; ungestellt, ungeschminkt und unwiederbringlich!!!

Summer 2016 in Berlin

Die Unterschiede bestehen eigentlich darin, ob das Bild beschnitten wird, mehr oder weniger Kontraste, Farbe oder schwarz-weiß, Körnung mehr oder weniger usw.
So, und jetzt kommen wir nochmal zur rechtlichen Situation…. Speziell hier in Deutschland darf ich lt. Gesetz keine fremde Person erkennbar fotografieren und dieses Bild ohne seine Zustimmung verbreiten (Online, Print, usw).

https://www.flickr.com/photos/142390036@N03/26913264360/in/dateposted-public/

Wie bekommt jetzt ein Street Fotograf diese Rechtssituation mit dem Credo der Street auf einen Nenner? Der eine fotografiert generell keine Gesichter, ein anderer Personen nur von hinten, wieder ein anderer verfremdet die Gesichter, der nächste fragt die betroffene Person vorher und der nächste macht das Bild einfach!! Ohne zu fragen und ohne großes Aufsehen.

Verzweiflung

https://www.flickr.com/photos/142390036@N03/26767128531/in/dateposted-public/

Ich persönlich zähle mich zur letzten Gattung dieser Aufzählung. Klar, es gibt Situationen, da bemerkt die Person deine Absicht. In diesem Fall hilft oftmals ein freundliches Lächeln. Wenn der oder die dann auf mich zukommt, zeige ich das Bild auch und frage im Gespräch, ob ich es veröffentlichen darf…. Und es ist erstaunlich, wie weit man da mit Freundlichkeit kommt. Und sollte man kein Einverständnis bekommen, dann wird das Bild auch anstandslos gelöscht. Des Weiteren weise ich auf meiner Seite (www.carstenosterwaldfotografie.com) ausdrücklich darauf hin, sollte sich eine Person in meinen Bildern wieder finden und mit der Veröffentlichung nicht einverstanden sein, möge er sich bei mir melden und das Bild wird SOFORT gelöscht.
Es gibt natürlich auch brenzlige Situationen, in der Schläge, verbale Beleidigung uvm. möglich sind, aber das ist eben das Risiko, welches man bei dieser Art der Fotografie tragen muss. Aber warum nehme ich diese Risiken in Kauf? Wenn ich eine oder mehrere Personen ablichten möchte, geht jede Authentizität und Ehrlichkeit verloren, wenn ich im Vorfeld frage und um Erlaubnis bitte. Und genau DAS ist es aber, was ich als Street Fotograf festhalten möchte: Originalität, Echtheit, Unverkrampftheit….. Das echte und wahre Leben eben.

https://www.flickr.com/photos/142390036@N03/27015438840/in/dateposted-public/

BRUS=Bicycle-Rain-Umbrella-Storm..not a good mix :-)

Nur eines sollte jeder vernünftige Street Fotograf beherzigen: Man fotografiert keine Menschen in unvorteilhaften Situationen (Gähnen, Essen, Behinderung usw.) sowie auch keine Obdachlosen. Besonders letztere können sich nicht wehren bzw. stecken in einer Situation, in die sie oftmals unverschuldet rein gerutscht sind. Ausnahmen sind jedoch Detailaufnahmen, denn diese können dazu dienen, den Betrachter wach zu rütteln oder aufmerksam zu machen.
https://www.flickr.com/photos/142390036@N03/27205676006/in/dateposted-public/

Unterwegs in den Quadraten

Nach über einer Woche Erkrankung hat es mich heute gepackt – ich wollte endlich wieder mit meiner Kamera raus. Und da ich beim Thema Street Photography doch noch reichlich Übung brauche, hatte ich mir Mannheim als Ziel auserkoren.

Generell finde ich die Street Photography ziemlich anspruchsvoll. Vor allem auch deswegen, weil hier in der Umgebung die Locations nicht wirklich zahlreich vorhanden sind bzw. für jemanden, der noch nicht so drin ist im Thema, sich hier alles gleich noch etwas schwieriger darstellt – so empfinde ich das jedenfalls. Unsere Städte machen halt auch nicht wirklich viel her…

Es war eigentlich ein angenehmer Tag – schön frisch, die Stadt nicht zu voll (von den gewissen Ecken mal abgesehen… das Gesindel kommt eben immer unter was auch immer hervorgekrochen) – und doch… nun ja… seht und urteilt selbst 🙂

Kiosk

... raus

Hund kommt noch

Hinauf

Den Rest gibt es wie immer bei Flickr.

Mit dabei hatte ich die Sony A7s und das Minolta MD ROKKOR 45mm f/2 (manuell).

Ein Nachmittag in Ludwigshafen

Ja, ich habe es getan… ich war freiwillig in Ludwigshafen am Rhein und habe nach Motiven Ausschau gehalten. Die Stadt hat diesbezüglich nicht wirklich viel zu bieten, aber wenn man sich Zeit läßt (und das ist durchaus eine Herausforderung, denn aus dieser Betonwüste will man eigentlich nur schnell wieder raus), dann kann man Ludwigshafens Kern entdecken. Und wer jetzt davon ausgeht, ich würde noch etwas gutes über diese Stadt sagen, der irrt.

Ja, ich mag Ludwigshafen nicht. Es ist eine häßliche, stinkende, verrottende Einöde, in der sich eine Bausünde an die nächste reiht und in der ich lange laufen muß, um meine eigene Sprache zu hören. Alleine in der „Einkaufsmeile“ Bismarckstraße stehen gefühlt 50% der Läden leer und sehen aus wie ausgebrannt. Der klägliche Rest wird bevölkert von Handyläden und Trödel aus dem osmanischen Reich oder sonstwo aus dem Südosten.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: auch die deutsche indigene Fauna wirkt mehr als nur fragwürdig.

Mir tun die Menschen leid, die dort wohnen und arbeiten müssen. Ludwigshafen gehört zu den häßlichsten Städten, die ich jemals gesehen habe – zu diesen gehören übrigens aus Viernheim, Worms und Hockenheim – wer sich einmal das pure Elend an Tristesse antun will: dort wird man fündig.

Dennoch gab es zwei Momente, die es wert waren, festgehalten zu werden und die meinen kurzen Ausflug in die Vorhölle nicht völlig sinnlos gemacht haben:

Spätzünder

Light

Und hier noch drei Aufnahmen, die es nicht auf Flickr geschafft haben:

DSC04345

DSC04351

DSC04377

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Als Equipment kamen zum Einsatz:
Sony A7s
Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4
Minolta Rokkor MD 45mm f/2