Olympus: E-M1 Mark II vorgestellt

Auch Olympus präsentiert sein neues Flaggschiff: die mFT-Kamera E-M1 II

Die Kamera löst mit 24 MP auf und liefert eine beeindruckende Serienbildrate von 18 Bildern/s. Daneben gibt es 121 AF-Punkte und 4K Video. Die restlichen Specs findet Ihr hier.

Kurz-News mit einigen Leaks

Kurz vor den offiziellen Vorstellungen haben einschlägige Gerüchteseiten im Netz schon die neuesten Flaggschiffe von Fuji und Olympus ausgemacht.

Das hier ist ein Bild von Fujirumors.com von der neuen Mittelformatkamera:

Und das hier ist ein Bilder der neuen Olympus E-M1 Mark II bei 43rumors.com:

Nachrichten aus der Photowelt

Olympus:
Die alte, neue (oder umgekehrt) PEN-F ist da, richtet sich an Street Photographer, soll begeistern und soll $ 1,200 Dollar kosten.
Sie ist sexy, das muß man ihr lassen. Die Specs gibt es hier.

Laowa:
Ein neues Objektiv kommt (Vollformat, e-Mount) und es hat 135mm. Darüber hinaus hat es einen sog. „apodization filter“, der ein schöneres Bokeh zaubern soll.

Fuji:
Mal wieder: angeblich testet Fuji gerade (Sony?) Mittelformatsensoren…

Canon:
…arbeitet angeblich an einer kompakten Vollformatkamera mit Festbrennweite und außerdem soll eine neue spiegellose kommen, die ganz toll sein wird, und die 1D-X II soll auch im Februar kommen.

Nachrichten aus der Photowelt

Olympus:
Laut photorumors.com arbeitet Olympus an zwei Objektiven für das Vollformat, wobei laut eines Patentantrages der Querschnitt etwas kleiner soll als das „echte“ Vollformat.
Brennweiten:
28mm f/2
35mm f/1.4

Leica:
Leica hat die eine neue Kamera vorgestellt: X-U Typ 13 (komplizierter ging es wohl nicht).


Bildquelle: Leica Rumors

Die neue Kamera zielt wohl auf den Außeneinsatz unter sehr widrigen Bedingungen. Hier einige Texte von der Leica-Homepage:

Mit der Leica X-U ist es möglich in atemberaubende Unterwasserwelten einzutauchen – und das bis zu 15 Metern tief und bis zu 60 Minuten lang! So lassen sich überwältigende Eindrücke in vollem Detailreichtum festhalten.

Egal ob Sandsturm oder Starkregen, die neue Leica X-U ist immer an Ihrer Seite! Dank rutschsicherem, perfekt abgedichtetem Gehäuse und einem besonders gehärteten Display-Schutzglas können Sie sich sorglos ins Abenteuer stürzen. Der extra große Sensor sowie das erstklassige Objektiv liefern Ihnen dabei messerscharfe Bilder voller Brillanz.

Eigenschaften lt. photorumors.com

Waterproof up to 15 meter/49 feet
Shockproof to falls from 4′ / 1.2m high
Dustproof to protect the internal components of the camera
Integrated UW protective glass filter
35mm lens with manual focus ring (Summilux 23mm f/1.7 ASPH)
3.0″ 920k-dot LCD screen
Built-in flash
11 points AF system
Special mode for taking pictures underwater
Camera body made out of plastic core and aluminum covers
Rubber exterior
Made in Germany
Buil-in flash
Floating strap available as accessory
Adobe Lightroom included

Preis: $ 3,000 oder EUR 2.800,- (o. Steuer, wenn ich mich nicht irre)

Sony:
Laut sonyalpharumors.com soll es Anfang Februar zu den (teilweise lange erwarteten) neuen Ankündigungen aus dem Hause Sony/Zeiss kommen – mit dabei sind wohl:
– A6100
– neue FE-Objktive, u. a. die neue G Master-Serie, die Lichtstärken von 2.8 bei Zooms bringen soll, aber auch Festbrennweiten von 1.4 werden erwartet
– Batis 18mm
– eine neue spiegellose Systemkamera. Ja, schon wieder. – Es wird geunkt, es könne sich dann doch noch um die ominöse A9 handeln, die irgendwie noch besser und toller sein soll als alles andere… vielleicht ist das ja aber auch eine neue „A99“ mit A-Bajonett, nur ohne Spiegel…?

Gastbeitrag: User-Review der Olympus OM-D E-M10

Heute gibt es einen Gastbeitrag meines geschätzten Amateur-Kollegen Jan Schodder – dessen Flickr-Profil findet Ihr hier

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Bildquelle: Olympus.de

Vor ca. einem Jahr hatte ich mich als Besitzer einer damaligen Canon EOS 450 entschieden, eine neue Kamera muss her!

Was für eine Kamera will ich haben vs. welche Kamera benötige ich wirklich?

Bekannterweise ist das Angebot auf dem Kameramarkt doch sehr groß. Jeder sagt etwas anderes und die Werbung rät unbewusst zu den größten und teuersten Modellen. Daher hatte ich, und das empfehle ich jedem, der sich eine neue Kamera zulegen will auch, erst einmal zu überlegen, was möchte ich fotografieren, wie oft möchte ich fotografieren, wie flexibel möchte ich sein, wie sieht das Angebot an Objektiven für das Kamerasystem aus und natürlich: Was gibt mein Budget her.

Folgende Kriterien waren für mich wichtig:
– Die Kamera sollte möglichst kompakt sein, da ich die Kamera gern auf Reisen mitnehmen will
– Große Auswahl an qualitativ guten Objektiven
– Hochwertiges Gehäuse
– Natürlich: Gute Bilder mit entsprechenden Einstellmöglichkeiten an der Kamera
– Investition in die Zukunft: Gute Perspektive für weitere Kameras, falls man seine doch mal verkaufen möchte und die Objektive behalten will. Angebot/ Entwicklung für zugehörige Objektive.

Erst danach hatte ich mich mit Tests und Rezensionen befasst, sowie angefangen Kameras auch anzufassen. Auch das Anfassen ist für mich ein ganz wesentlicher Entscheidungsfaktor, der aus meiner Sicht in keinem Test objektiv bewertet werden kann und jeder selber entscheiden muss, liegt die Kamera gut in der Hand / ist die Bedienführung für mich logisch angeordnet. Daher: Kontra Internetversandhandel.

Vorteile einer Systemkamera

Relativ schnell stand dann meine Entscheidung fest, es sollte eine Systemkamera sein. Meine Meinung: Diesem Markt gehört ganz klar die Zukunft!
Der entscheidendste Vorteil: Die Größe und das Gewicht der Kamera und der Objektive, da der Spiegel nicht mehr benötigt wird. Sicherlich: Mit einer Vollformatkamera kann ich noch einmal mehr an der Qualitätsschraube drehen. Doch sollte man sich ehrlich die Frage stellen: Reize ich dieses wirklich aus, sodass bspw. ein Tausender mehr gerechtfertigt ist?

Der nächste Schritt: Aufgrund des positiv ausgefallenen „Grabbelfaktors“ und der entsprechenden Tests: Es sollte es eine OMD von Olympus sein.

Die OMD Familie verfügt momentan über drei Modelle: Der EM 1, der Profikamera zum Profipreis, der EM 5, für passionierte Hobbyfotografen, die zum damaligen Zeitpunkt jedoch von der Ausstattung gleichwertig bzw. z.T. schlechter war, als die EM10 und das kleine Biest, die EM 10.

Ganz bewusst habe ich mich für das kleine Modell der OMD EM 10 entschieden. Warum?

⁃ Aufgrund ihrer Größe ist sie sehr flexibel: mit dem Kit Pancake Objektiv passt sie sogar in größere Hosentaschen. Setze ich den optional erhältlichen Handgriff an, ist sie aber auch für größere Hände und schwerere Objektive sehr gut handelbar (von der Größe dann vergleichbar mit einer EM 1).
⁃ Sie hat diverse, sehr gute Art- und Kreativprogramme und unendlich viele Einstellungsmöglichkeiten, die ich, wie ich anfangs dachte, häufig nutzen werde (nun spiele ich doch eher nur noch mit den Standardeinstellungen wie Blende, Zeit, Belichtung +RAW Modus)
⁃ Die Bildqualität ist zu den größeren OMD Modellen vergleichbar.
⁃ Sie hat einen eingebauten Blitz
⁃ Ein 3-Achsen Bildstabilisator, der für mich ausreicht
⁃ Spritzwasserschutz brauche ich auch nicht, da ich doch selten im strömenden Regen fotografiere.
⁃ Da ich doch ab und an meine Kinder gerne mal filme, der gute Videomodus.
⁃ Das Gehäuse ist sehr hochwertig -schicker Retro-Look, wenig Plastik wurde hier verbaut. Trotz der kompakten Bauweise bringt sie immerhin 400g auf die Waage.
⁃ Der elektronische Sucher ist super scharf und schnell
⁃ Sehr schneller und exakter Autofokus.
⁃ Ein schwenkbarer 3 Zoll Touchscreen, der sich gut und intuitiv bedienen lässt.
⁃ Die Live-Bulb Funktion, für lange Belichtungszeiten, bei denen man auf dem Touchscreen und Sucher sehen kann, wie sich das Bild aufbaut.
⁃ Ein nettes Zusatztool: Sie lässt sich über WiFi und optional erhältlicher App über das Handy fernsteuern und auslösen. Wirklich nett bei Außenlangzeitbelichtungen wenn es draußen kalt ist und man sich mit dem Handy ins Warme setzt. Speziell interessant mit der Bulb Funktion. Des weiteren spart man sich einen Fernauslöser.
⁃ Die Anzahl an Objektiven ist riesig, da auch die Objektive von Panasonic (ebenfalls MFT Format) verwendet werden können. Die Palette reicht von günstigen Objektiven bis hin zu Staub- und Spritzwassergeschützen Top-Modellen von Leica.

Der für mich mit entscheidendste Faktor auf das günstigere Modell zu setzen: Den Fokus auf gute / sehr gute Objektive setzen und das eingesparte Geld in entsprechende Linsen investieren!

Was fehlt / was könnte besser sein?

⁃ Der Akku ist doch relativ schnell leer (250 Bilder). Statt eines optional erhältlichen Handgriffes wäre ein Batteriegriff für mehr Leistung und sicheres Handling doch sinnvoll gewesen.
⁃ Ein zweites Fach für SD Karten wäre schön
⁃ niedrigere Serienbildrate
⁃ kein Accessory-Port zum Anschluss diverser Extras (Mikrofoneingang, Makrolicht,…)

Doch hier hat Olympus auch verstanden und zugehört. Diese Punkte findet man in der neuen OMD EM5.

Anmerkung zu den Objektiven

Die Bilddiagonale von Micro-Four-Thirds-Sensoren ist gleich derer des Four-Thirs Standards und beträgt mit 21,63 Millimetern exakt die Hälfte der Diagonale des Kleinbildformates (43,267 mm), was einem Formfaktor von 2,0 entspricht. Somit ist die Brennweite des Objektives x2 zu rechnen, um einen Vergleich zu Standardobjektiven zu bekommen (also: ein MFT 12-40 entspricht einer herkömmlichen Brennweite von 24-80)
Reviews der OMD EM10 – meistens mit Testbildern – findet man bei dpreview.com, thephoblographer,com, trustedreviews.com, cnet.com, ralfs-foto-bude.de etc.
 Interessant ist, dass die Bildqualität mit dem Kitobjektiv 14-42mm als „good, not great“ beurteilt wird. Das ändert sich wenn das 12-40 f/2.8 Objektiv an die Kamera geschraubt wird und bestätigt meine Empfehlung lieber die preiswertere EM10 Kamera zu nehmen und das gesparte Geld in das teuere 12-40mm PRO-Objektiv zu stecken.
Was Olympus aus meiner Sicht sehr clever gemacht hat, der Bildstabilisator ist in der Kamera verbaut und nicht in den Objektiven, sodass diese nochmals günstiger (er wird nur einmal gekauft und das in der Kamera) und vom Gewicht leichter gebaut werden können.

Fazit:
Die EM 10 ist eine wirklich tolle kompakte, qualitativ hochwertige und flexible Kamera, die klasse Bilder liefert und mit der man wenig verkehrt macht. Die Auswahl an erhältlichen Objektiven (die Zuiko Objektive sprechen für sich) ist groß. Wie auch die Systemkameras sind die Objektive klein und kompakt und somit einfach und schnell mitzunehmen.
Daher: Ein verlässlicher Partner, den man immer dabeihaben kann.
Als Alternative:
Mit der neuen Schwester, der EM 5 Mark 2 hat Olympus jetzt eine neue Kamera herausgebracht, die zwar etwas teurer ist, aber speziell auf Hobbyfotografen abgestimmt ist, die entsprechendes Zusatzequipment verwenden wollen.

Die Spezifikationen der Kamera bei Olympus.de

Beispielaufnahmen aus Jans Profil bei Flickr:

Hanging on a small rope...

What happens without using wrinkle-cream

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Ein Kessel Buntes: diverse Gerüchte im Vorfeld der CP+

Heute abend gibt es noch einige weitere Gerüchte – abgesehen von den sonstigen Sony-50MP-etc-pp-Ansagen.

1)
Nikon will angeblich eine spezielle Version der D810 herausbringen, die eigens für die Astrophotographie gedacht und nach dieser ausgerichtet sein soll.
Quelle: Nikonrumors.com

2)
Sony arbeitet angeblich an einem neuen Sensor, der „jedes einzelne Photon zählen kann“. Kurz zusammengefaßt sollen damit Probleme im Low-Light-Sektor besser bewältigt werden.
Im Detail siehe: Sonyalpharumros.com

3)
Tamron bringt angeblich sein erstes Vollformat-Objektiv für Sonys E-Bajonett heraus: ein 28-320mm Superzoom/Reiseobjektiv.
Mehr dazu auf Sonyalpharumors.com

4)
Fujifilm bastelt angeblich an etlichen Neuheiten und Verbesserungen, so z. B. an einer X-E3, eine X-Pro 2, einer Dual-Mount-Kamera und diversen Objektiven.
Quelle: Fujirumors.com

5)
Last but not least: kein Gerücht, sondern eine Ankündigung: ein weiterer Hersteller wird sich des MFT-Systems (Micro Four Thirds (4:3)) anschließen. Nur welches, ist noch unklar.
Quelle: Mirrorlessrumors.com

Frohe Weihnachten & Rückblick 2014/Ausblick 2015

Zu früher Stunde an Heilig Abend wünsche ich allen meinen Lesern ein frohes, ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest. 🙂

Ich möchte mich bei Euch herzlich bedanken – mein kleiner Blog hat sich in diesem Jahr ganz gut gemausert von 21 Klicks im Februar 2014 bis 1.717 Klicks im November – ich bin schon gespannt, wo ich im Dezember landen werde und wie sich die Seite weiter entwickeln wird.

Es hat mich sehr gefreut, daß es so viele Interessenten gibt – auch wenn andere, große Blogs über solche Besucherzahlen nur lachen können – mir zeigt es, daß die Richtung zu stimmen scheint. 🙂
Vielen, vielen Dank Euch allen!!

2014 war ein erfolgreiches und auf dem Kamerasektor auch aufregendes Jahr.
Ich bin ja etwas Sony-affin und hier wurde gerade mit der A77II, A6000, A7r, der A7s und der A7II einiges an wundervollem Gerät auf dem Markt geworfen; auch kommt man hinsichtlich der Objektivauswahl für e-Mount nun endlich in die Pötte.
Aber auch andere Hersteller konnten sehr interessante Produkte auf den Markt bringen, wie bspw. Pentax mit der vergleichsweise extrem günstigen Mittelformatkamera 645Z, Nikon mit der D810 und der D750 und Canon mit der 7D Mark II. Auch Olympus und Fujifilm konnten ihren sehr guten und interessanten Produktpark erweitern und verbessern. Gerade die beiden letztgenannten sind derzeit Sonys Hauptkonkurrenten bei den spiegellosen Systemkameras.

Ich freue mich sehr auf 2015. Ein Jahr, das mit vielen neuen Kameras und Objektiven aufwarten wird. Sony und Canon steigen hier wohl hauptsächlich in den Ring und buhlen um die Gunst der Käufer auf dem Markt der spiegellosen Systemkameras; beide Hersteller sollen Kameras (mit und ohne Spiegel) bis 50 Megapixel im Vollformat herausbringen und Canon wird wohl endlich eingesehen haben, daß es wenig Sinn hat, den spiegellosen Markt einfach komplett Sony zu überlassen.

Sony kommt mit einer A9 und einer A99 II – die Kameras sollen das ohnehin sehr gute Portfolio im Profi-Segment abrunden.
Zusätzlich wird noch eine A7000 erwartet, die – wohl mit APSC-Sensor ausgestattet – vermutlich zwischen A6000 und A7 angesiedelt sein wird.

Auch wird gemunkelt, daß sich Nikon ebenfalls allmählich aufrüttelt, im spiegellosen Sektor etwas mehr zu tun.

Überhaupt gehört diesem Markt wohl die Zukunft. Die Systemkameras verkaufen sich wie geschnitten Brot – jetzt fehlt eigentlich nur noch, daß die Produktzyklen (vor allem bei Sony) etwas länger werden.

Es wird 2015 jedenfalls gleich zu Beginn im Januar/Februar sehr, sehr spannend und aufregend.

Alles meinen Lesern wünsche ich für das kommende Jahr daher eine gute Zeit und vor allem: gutes Licht 🙂

Canon oder Nikon? – Welche Kamera soll ich mir kaufen?

Antwort: Sony 😀

Nein, Spaß beiseite.
Weihnachten steht vor der Tür und viele Amateure oder solche, die es werden wollen, stehen vor dieser Frage – oder „zwingen“ ihren Angehörigen die Frage vielleicht auf, die sie beschenken sollen…

Und weil nunmal Canon der größte und Nikon der zweitgrößte Hersteller auf dem Markt ist, kennt man vor allem diese und stellt irgendwann die o. g. obligatorische Frage.

Nun, diese Frage läßt sich leicht beantworten: es ist scheißegal.
Meistens jedenfalls.

Wer sich eine Kamera kaufen (lassen) möchte, weil er sich mit dem Hobby beschäftigt hat oder mehr beschäftigen will, steht irgendwann vor der ersten Entscheidung: DSLR oder Systemkamera und von wem…?

Hier erst einmal die gängigen Hersteller, von denen man guten Gewissens eine Kamera mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten und Wechselobjektiven kaufen kann, ohne anschließend „Schrott“ in der Hand zu halten – wobei auch hier wieder der erste aller Merksätze in der Photographie gilt: Nicht die Kamera macht das Photo, sondern der Photograph!! – Ist gibt Profis, die zaubern mit einem Smartphone bessere Bilder auf den Schirm, als jeder Amateur mit einer 20.000 Euro-MIttelformatkamera.

Hersteller:
Canon
Nikon
Sony
Olympus
Pentax
Fujifilm
Leica
Sigma
Samsung
u.a.

Um dem geneigten Käufer gleich ersten und wichtigsten Rat zu geben: Gehe er hin, besuche er ein Fachgeschäft seiner Wahl und nehme er die verschiedenen Kameras in die Hand. Denn eines muß als ersten passen: man muß gut mit ihr zurecht kommen und dazu gehört eben zunächst einmal, ob sie gut in der Hand liegt, ob man alle Knöpfe bequem erreichen kann, ob das Gewicht paßt etc.
Erst danach sollte man sich um Funktionen und Fakten kümmern. Denn: praktisch jeder der o. g. Hersteller bietet ein breites Portfolio für beinahe jedes Marktsegment an (Anfänger bis Profi, wobei auch hier wieder die o.g . Grundregel greift). Leica muß man hier ein wenig rausnehmen – die sind für den beginnenden oder aufsteigenden Enthusiasten idR schlicht und ergreifend zu teuer.

An dieser Stelle möchte ich einen kurzen Exkurs starten, um zu erzählen, wie diese und jene Entscheidung bei mir selbst abgelaufen war:
Als Kind habe ich mit einer analogen Minolta begonnen, aber nie ernsthaft photographiert oder auch nur erwogen, dies alles als Hobby in Betracht zu ziehen.
2005 habe ich mit einer Kompaktknipse von Canon wieder angefangen, mich mehr für die Photographie zu interessieren – ich habe tonnenweise Zeitschriften gebunkert und mich informiert und bin immer wieder selbst auf die eine oder andere Marketinglüge (mehr Megapixel = bessere Kamera; teurer = besser; meistgekauft = gut) reingefallen. Ich habe – weil ich die Canon-Knipse eben mochte – mir zwei Jahre später eine Canon EOS 400D gekauft mit Kit-Linse – später noch mit einem Tamron 70-300mm nachgerüstet. Die Canon war eine tolle Kamera und für mich als Anfänger absolut ausreichend. Nach heutigen Maßstäben hat sie freilich einige Eigenschaften (oder hat sie eben nicht), die sie für mich unbrauchbar machten (zu geringe Leistung bei hohen ISO-Werten bspw.).

Als die Canon kaputt ging habe ich beschlossen, ins Vollformat-Lager zu wechseln – ich habe monatelang wieder Tests und Videos konsultiert und bin irgendwann zwischen einigen Kameras immer wieder hin und her gewechselt in meiner Entscheidung, welche es denn nun werden sollte: Canon 6D, Nikon D610, Nikon D800, Sony A99.
Letztlich ist es die Sony A99V geworden.
Warum?
Nun, für MICH persönlich war ausschlaggebend:
– höhere Auflösung
– Design
– viele Minolta-Linsen auf dem Markt (und auch in der Familie)
– Funkions-Vielfalt
– starke Low-Light-Performance
– schwenk- und drehbarer Monitor
– genialer elektronischer Sucher
– und noch ein paar andere Dinge

Ich hatte die Kamera damals nicht begrabbelt. Sie kam und ich liebte sie. Glück gehabt…? Nö, ich hätte sie ja wieder zurückschicken können.

Natürlich ist nach dem Betatschen letztlich auch der Preis kaufentscheidend. Und: man muß sich der Tatsache bewußt sein, daß ein späterer Systemwechsel mit ziemlich hohen Kosten einhergehen kann. Denn die Wechselobjektive passen idR nur auf ein bestimmtes Bajonett (bei Systemkameras kann man ggf viele – auch anderer Hersteller – adaptieren).

Um auf die Eingangsfrage zurück zu kommen: Es ist wirklich pupsegal (von bestimmten persönlichen Kriterien einmal abgesehen), welche Kamera man nimmt, denn in Funktion und Ausstattung gleichen sich diese alle wie ein Ei dem anderem. Es kommt darauf an, was man mit der Kamera anstellt und ob man in gutes Glas, also gute Objektive investiert. Nicht die Kamera macht das Bild…
Wenn jemand sagt: „Boah, die Kamera voll geile Bilder.“ – dann ist das idR auch jemand, der die Streulichtblende falsch herum auf dem Objektiv hat und im Automatikmodus unterwegs ist; sprich: keinen Plan hat vom Photographieren.

Einige wenige Dinge sind dennoch zu beachten, wenn man ggf schon Erfahrung hat und seine Kreativität auf das nächste Level hieven möchte:
Bestimmte Sensoren sind ggf zu klein, um ein gutes Rauschverhalten oder eine gute High-ISO-Perfomance oder auch einen guten Dynamikumfang zu bieten. Ich möchte dem geneigten Käufen daher raten, keine Kamera zu kaufen, die einen kleineren Sensor als Micro Four Thirds (4:3) hat, wobei dieser vielleicht „zu klein“ sein kann. Je nachdem…
Bei der Sensorgröße spielt auch das Freistellungspotenzial ggf eine Rolle bei verschiedenen Brennweiten.

Systemkameras nun haben ggü den DSLRs den Vorteil, daß sie klein und leicht sind. Hier haben sich besonders die Hersteller Sony, Fujifilm, Leica, Olympus hervorgetan, wobei ich, denke ich, guten Gewissens sagen kann, daß vor allem Sony und Fuji hier ziemlich gute Qualität abliefern. Ja, ich bin Sony-affin, aber diese sind momentan wirklich in einer Vorreiterrolle auf dem spiegellosen Markt.

Bei den DSLRs ist es wirklich fast egal, was man kauft. Man muß eigentlich nur darauf achten: will ich eine besonders hohe Bildserienrate und/oder gute High-ISO-Fähigkeiten oder auch noch sehr gute Videofunktionen. Hier gibt es Nuancen, die ggf entscheidend sein können – rein funktionell geben sich die ganzen Hersteller absolut nichts mehr.

Wenn also einer daherkommt und sagt: „Ey, kauf Dir eine Canon, die ist viel besser, als die anderen.“ Und ein zweiter kommt hinzu und sagt: „Quatsch: Nikon hat bewiesen, daß sie das Non-Plus-Ultra sind.“ Und ein dritter kommt daher und schreit dazwischen: „Ihr Trottel: Sony ist die Macht!“ – dann zeigt das genau, wie es ist: keiner hat recht; und alles zugleich.

Wenn man schon Objektive eines bestimmten Herstellers hat und sich diese an einem Nachfolger verwenden lassen, sollte die Entscheidung ohnehin leicht fallen, sofern man mit dem Hersteller ansich nicht vielleicht unzufrieden ist und einen Systemwechsel wagen möchte.

Ansonsten: ab in den Laden, sich alles zeigen lassen, anschauen, in die Hand nehmen… und bitte VORSICHT bei MediaMarkt und Co.: das sind idR keine Fachverkäufer – mir sträuben sich mir jedes Mal die Haare, wenn ich dort auf einen Sprung vorbeigehe, um vielleicht eine Speicherkarte zu kaufen, und muß dann dem Unsinn zuhören, dem ein armer, ahnungsloser Käufer ausgesetzt wird, nur um den nächsten Verkauf verbuchen zu können.
Bitte geht lieber in ein Fotofachgeschäft und gebt nötigenfalls ein oder zwei Euro mehr aus, dafür wird man aber idR kompetent beraten.

So. Abschließend hier noch einmal ein paar Einsteigerkameras:

DSLR:

Canon:
EOS 100D
EOS 1200D

Nikon:
D3300

Sony:
A58

Fuji:
ääh, die machen, glaube ich, sogar gar keine DSLRs mehr…

Olympus:
ööh, auch hier gibt es, glaube ich, keine DSLR mehr…

Pentax:
K-30

Systemkameras (spiegellos):
Nikon:
Nikon 1-Serie

Sony:
Sämtliche Kameras der NEX-Reihe (Nex 3, Nex 5, Nex 7), bzw. die A3000, A5000, A5100, A6000 (wobei die 5000 und die 6000 schon in höheren Preisregionen liegen)

Fujifilm:
X-A1 und X-M1

Olympus:
PEN-E-PL-Serie; die OM-D-Serie bildet die nächsthöhere Preisstufe.

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Amazon-Produkt-Links:

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Sony SLT-A58K SLR-Digitalkamera (20,1 Megapixel, 6,7 cm (2,7 Zoll) LCD-Display, APS HD CMOS-Sensor, HDMI, USB 2.0) inkl. SAL 18-55mm Objektiv schwarz

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Welche Bildformate gibt es?

In diesem Kurzbeitrag geht es um die verschiedenen Sensorgrößen. Es gibt viele verschiedene auf dem Markt, die relevantesten dacon sind:

– Mittelformat
– Kleinbild/Vollformat
– APS-C
– DX
– Foveon
– Four Thirds
– 1″

Die Abmessungen der Sensoren sind entsprechend der o. g. Reihenfolge:
– 46 x 36 mm
– 36 x 24 mm
– 22,2 x 14,8 mm
– 23,7 x 15,6 mm
– 20,7 x 13,8 mm
– 17,3 x 13 mm
– 13,2 x 8,8 mm

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Bildquelle: Wikipedia

Die größten Chips des Mittelformats kommen in den gleichnamigen Mittelformatkameras zum Einsatz, die z.B. von Hasselblad produziert serden.
Diese Kameras werden vor allem in der Werbebranche eingesetzt, weil hier besonderer Wert darauf gelegt wird, daß man Prints/Ausdrucke im Großformat noch immer als scharf empfindet.
Hier sind derzeit Auflösungen bis zu 80 Megapixel möglich.

Die Vollformatchips kommen ebenfalls in Kameras im Profisegment zum Einsatz und entsprechen dem ehemaligen Kleinbildformat (35mm-Film).
Vollformatsensoren bringen derzeit max. 36 Megapixel auf der Chipfläche unter.

An dritter Stelle stehen drei Sensoren sehr ähnlicher Größe.
APS-C-Sensoren dürften die am häufigsten verbauten Sensoren sein in Kameras. Sie werden bei Sony, Canon und vielen anderen in der Einsteiger-, Amateur- und Semiprofi-Liga verwendet.
Nikon verwendet (glaube ich) als einziger seine eigenen Chips im DX-Format (seine Vollformatsensoren nennt Nikon FX).
Sigma benutzt eigene Faveon-Sensoren.

Unter den APS-C-Chips kommen dann die Four-Thirds, die von Olympus und Kodak entwickelt wurden und vor allem auch dort zu finden sind, bzw bei Panasonic

Als letztes kommen die 1-Zoll-Sensoren, die man in Camcordern und Superzooms findet, sowie in Pocketcams.

Warum all die Größen?
Nun: mehr Platz = mehr Bild, aber auch teurer. Auf viel Chip bekommt man auch mehr Megapixel unter, aber bei geringerem Rauschen und damit auch besseren Low-Light-Fähigkeiten.

Generell gilt die Regel: je weniger Megapixel auf einen Chip gequetscht sind, desto besser ist das Verhalten der Kamera bei hohen ISO-Werten und desto besser ist die Bildqualität.
Das Megapixelgequatsche auf Postern und Plakaten ist also nur Marketing, weil Hinz und Kunz immer denken, mehr sei auch besser.

Es kann daher clever sein, auf einen 1″-Chip nur 10 MP zu packen, damit aber die Bildqualität hoch zu halten. 24 Megapixel auf einem relativ kleinen APS-C-Sensor sind zwar möglich, können aber zu Problemen führen, auch wenn die großen Hersteller diese im wesentlichen im Griff haben.

Große Chips bieten idR einen höheren Dynamikumfang, mehr Platz zu freistellen, eine bessere Auflösung etc pp, sind aber eben auch deutlich teurer.
Der Mainstream richtet sich daher nach APS-C, weil das der derzeit beste Kompromiß ist zwischen Kosten und Qualität.