Odenwald: der Winter naht

Das war heute ein magischer Morgen. Eigentlich wollte ich im Bett bleiben, denn gestern wurde ich ganztägig von massiver Migräne übermannt und konnte keine Photos schießen. Um ca. 4:30 war die Nacht schon vorbei und ich döste vor mich hin, in Gedanken bei meiner Kamera und der Natur des Odenwaldes. Hin- und hergerissen zwischen Erholung, Schlaf, Faulenzia und dem inneren Drang, habe ich mich dann gegen halb 8 doch überwunden.

Der erste Schritt nach draußen: uuh, frisch. Das also war des Pudels Kern: mal wieder krasser Temperaturwechsel. 0 Grad. Die Woche über waren es ja noch immer bald 20 Grad. Aber wir haben kein Klimaproblem, nein nein.

Der erste Blick gen Windeck – Wettercheck. Überraschung und Freude gleichermaßen: schöne Wolkenstrukturen und Farben. Paßt.

Also rein ins Auto und ab gen Odenwald. Die Strecke führte mich durch das Gorxheimertal über Trösel und Abtsteinach. Dort tat sich dann das erste Motiv auf:

Spots in the Blue

Das war in der Tat so unglaublich schön, wie es hier aussieht. Der erste Frost, der erste Schnee… die blaue Stunde… das alles tauchte die Landschaft in die schönsten Farben und ich kam mir vor wie in einem Märchen.

Anschließend ging es durch Abtsteinach in Richtung Heiligkreuzsteinach. Die Dörfer selbst sind – von einigen einzelnen Häusern einmal abgesehen, ja alle relativ häßlich; aber die Strecken dazwischen sind malerisch:

Waldweg im Winter

Überall an den Waldstraßen gibt es kleine Haltebuchten, die es einem erlauben, immer wieder zu stoppen ohne dann gleich ewige Wege gehen zu müssen. Kann man aber auch, wenn man will, denn allüberall führen Wander- und Nutzwege in den Wald hinein.

Eisschneise

An der Hirschquelle zwischen Heiligkreuzsteinach und Heddesbach war es besonders schön, von dort gab es eine abschüssige Stelle, die vollständig vernebelt war, und anschließend konnte man hinter den Wolken den Sonnenaufgang erahnen.

Tannen am Morgen

Winternadeln

Weiter wollte ich dann aber nicht mehr fahren, obwohl es mich schon reizte, noch zur Wolfschlucht in Zwingenberg zu reisen – aber die Bilder wollten auch noch bearbeitet und der Sonntag auf der Couch genossen werden 😉

Weitere Aufnahmen sind – wie immer – im dazugehörigen Album bei Flickr zu sehen.

Folgendes Equipment wurde auf dieser Tour benutzt:
Sony A7s
Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4
Minolta MD ROKKOR 45mm f/2
Minolta AF 70-210mm f/4 „Ofenrohr“

Twin Turbo: Vol. 3

Gestern war ich einmal mehr mit den Zwillingen Stephan & Martin auf einer kleinen Portrait-Tour 🙂

Hier ein paar der Ergebnisse (Flickr-Album):

Trauriger Mops

Der Antagonist

Stephan & Martin

Stephan

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Benutztes Equipment:
Sony A99V
Sony A7s
Tamron SP 24-70mm f/2.8 Di USD
Minolta AF 17-35mm f/2.8-4
Minolta AF 70-210mm f/4 „Ofenrohr“

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Amazon-Links:

Sony SLT-A99V nur Gehäuse (24,3 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD-Video-Funktion, Live View) schwarz

Sony Alpha 7s nur Gehäuse (12,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD Display, Full HD, Unkomprimierter Output via HDMI (4K/Full HD), Silent Shooting Modus, staub- und feuchtigkeitsgeschützt) schwarz

Tamron Weitwinkelobjektiv 24-70mm F/2,8 mit USD-Motor und Spritzwasserschutz für Sony

Minolta Ofenrohr + A7s: das rockt!!

Anbei ein kleiner Testshot, bzw 100% Crop einer Aufnahme, die ich mit dem alten Minolta Ofenrohr (AF 70-210mm f/4) und der Sony A7s gemacht habe.

Das Objektiv hat in den 80ern $230,- gekostet (oder irgendwas um die 500 bis 600 Mark…?) – ich weiß es nicht genau. Heute bekommt man gute Versionen auf eBay zwischen 80 und 130 Euro.

Die Aufnahme entstand mit folgenden Parametern:
ISO 1250
210mm
f/5.6
1/250 sek.
JPEG entwickelt aus RAW in Lightroom OHNE EBV.

Entscheidet selbst, aber ich finde sowohl die Schärfe, als auch Kontrast und Dynamik enorm. Ich meine hey… das Glas ist irgendwas zwischen 25 und 35 Jahren alt!! Und die A7s liefert ebenfalls ein wirklich schmackhaftes Ergebnis damit.

Minolta AF 70-210mm f/4 @ ISO 1250 f/5.6 1/250, Sony A7s

Minolta AF 70-210mm f/4 @ ISO 1250 f/5.6 1/250, Sony A7s

Die Minolta 100mm f/2.8 Macro-Tour

Am vergangenen und an diesem Wochenende war ich meinem „Ofenrohr“-Makro, dem Minolta 100mm f/2.8 unterwegs.

Die Originalversion, um die es hier geht, wurde von 1986 bis 1993 gebaut und war das erste seiner Art mit einem Focus-Limiter.
Das Objektiv brilliert mit einer Verzeichnung von „0“ und ist gebraucht (auch heute noch) für 300 bis 400 Euro zu haben.
Die (im wesentlichen) baugleiche Sony-Version geht für 800 Euro über den Tisch, ist aber nicht so schön und griffig und schwer…

Die beiden Touren sind in zwei Alben bei Flickr festgehalten:
https://www.flickr.com/photos/seelenpfluecker/sets/72157650640231526/
https://www.flickr.com/photos/seelenpfluecker/sets/72157650416781678/

Peu a peu wird einige der Bilder auch im Shop geben: klick
(Gerne auch per Anfrage).

Beispiele:

Colorful Decay

Vorhängeschloß

Baumreihe

Sonnig

Familienzuwachs: Minolta AF 50mm f/1.4

Heute war es also soweit: mein „neues“ Minolta AF 50mm 1.4 war in der Post. Und, was soll ich sagen: es ist äußerlich in einem traumhaft guten Zustand.

Damit ist meine „Ofenrohr“-Sammlung (vorerst) komplett… natürlich gibt es da noch andere… aber das muß nun erst einmal Zeit haben.

Am Wochenende geht es am Neckar entlang durch den Odenwald – und da werden die drei sicher ausgiebig genutzt. 🙂

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Nachtrag zum Ofenrohr: Minolta AF 70-210mm f4

Gestern hatte ich Gelegenheit, mein kleines Ofenrohr in seiner sozusagen natürlichen Umgebung zu testen.
Auf einer Geburtstagsfeier in einem schattigen Garten. Die Sonne war hell und die Feier fand unter einem großen Nußbaum statt.

Hatte ich vorher in durchaus vergleichbaren Situationen heftige Probleme mit der Bildqualität, kamen dieses Mal eine ganze Reihe knackscharfer Photos heraus mit null oder minimalen chromatischen Aberrationen, trotz teilweise starker Kontraste.

Das Objektiv kommt mir vor wie der optische Jackyll & Hyde der Photographie.

Einmal sind Bilder zum Fürchten, einmal ein wahrer Augenschmaus. Für die gezahlten 130 Euro ist das mE noch immer zu wenig, aber ich bin besänftigt. Mal sehen, ob sich irgendwann die optimalen Paramater zur Nutzung herauskristallisieren. Aber das gestern war schon nah an der Perfektion.

Empfehlen kann ich das Glas dennoch nur sehr bedingt. Wer aufgrund von Budgetgrenzen den wichtigen Brennweitenbereich von 70 bis 200mm abdecken muß, kann hier eine brauchbare Übergangslösung finden. Irgendwann aber geht an einem Sigma oder Tamron (f2,8) kein Weg mehr vorbei. Die herstellereigenen Linsen müssen es nicht unbedingt sein.

Als Alternativen zum Ofenrohr gibt es z.B.:
Sigma 70-200mm F2.8 EX DG OS HSM
Tamron SP 70-200mm F2.8 Di USD VC
Tamron SP 70-300mm F4-5.6 Di USD VC
Sony SAL 70-200mm G F2.8 SSM
Sony SAL 70-400mm G II F4-5.6 SSM
Sony 70-300mm F4,5-5,6 SSM G
Canon EF 70-200mm L IS
Nikon AF-S Nikkor 70-200mm F2.8 G ED VR II

Kurz-Test: Minolta AF 70-210mm f4 “Ofenrohr”

Vor einiger Zeit habe ich o. g. Objektiv in der Elektrobucht erstanden. Grund des Kaufs waren zahlreiche positive Rezensionen im Netz von alten und jungen Photographen, die dieses bis zu fast 30 Jahre alte Glas z. T. weit über den grünen Klee loben. (Beispielphotos u.a. am Ende des Artikels).

Meine kürzlich erworbene Sony Alpha A99V hatte bislang “nur” ein Tamron SP 24-70mm Di USD drauf – fraglos eine hervorragende Linse; aber für den Telebereich war ich noch nicht wirklich ausgestattet. Mein altes Sigma mit manuellem Fokus habe ich zwar noch, das ist aber nicht wirklich eine Alternative – auch nicht an meiner alten analogen Minolta X-700.

Da Kamera und Objektiv bereits den Großteil des Budgets verschlungen hatten, war es nicht drin, sich hier noch weiter bei neuen Objektiven umzusehen. In Betracht kam ggf noch ein Tamron 70-300mm, das gleichfalls sehr gute Kritiken bekommen hat und für ca. 300 Euro noch erschwinglich wäre. Der Rest von Sony und Tamron etc war weit jenseits dessen, was noch machbar war. Vor allem Sony verfolgt (z. T. zusammen mit Zeiss) eine – wie ich finde – teilweise fragwürdige Preispolitik. Aber das nur am Rande.

Das sog. Ofenrohr nun wurde für knapp 130 Euro gekauft und es wurde sogar noch 1 Jahr Händlergarantie auf das Objektiv gegeben – fein!! Normalerweise ist das Ding auch deutlich günstiger zu bekommen, aber die Garantie waren mir die Mehrkosten von 30 bis 50 Euro wert.

Optisch war das gute Stück wie neu und hat mich in diesem Punkt sofort begeistert. Das Metallgehäuse macht einen hervorragenden Eindruck, nicht wackelt oder klappert, eine Gegenlichtblende war mit dabei; keine Kratzer, keine wirklichen Gebrauchsspuren. Toll!! Haptisch ein Traum.

Im Einsatz zeigte sich dann allerdings ein kleiner Fehler im Fokus bei 70mm. Da hängt wohl ein Schleifkontakt oder sowas ähnliches, denn der AF bzw. die Brennweite wird in den EXIF-Daten max bis 75mm ausgewiesen. – Sei es drum, der Rest scheint zu passen bis 210mm, also lasse ich es erst einmal dabei.

Zur Abbildungsleistung: Hier gibt es ein wenig Licht und eine ganze Menge Schatten. Schön ist zweifellos die durchgehende Lichtstärke von f4 – wobei man bei f4 eigentlich nicht mehr wirklich von “lichtstark” sprechen kann. Aufnahmen bei 70mm und Offenblende sind extrem verwaschen, unscharf und an den Rändern absolut inakzeptabel schlecht. Bei viel direktem Sonnenlicht bzw. auch bei normalem Licht und hellen Kanten sind die chromatischen Aberrationen so heftig, daß man sie nur mit deutlichen Korrekturen in der EBV wieder wegbekommt; lila, blau, grün… es ist alles dabei und auch auf kleinsten Drucken sichtbar. Ab f5.6 wird es besser, was die Schärfe angeht, aber immer noch weit weg von gut. Bei f8 ist es OK, an den Rändern aber noch immer furchtbar. Bewegt man die Linse im Low-Key-Bereich, ist es besser, aber man braucht ein Stativ, sonst kriegt man das Ding nicht unter Kontrolle. Am hellen Tag ohne Sonne und bei normalen Indoor-Motiven überzeugt das Objektiv hingegen durchaus. Hier fallen keine Aberrationen auf, jedenfalls nicht so viele, besonders im Macro-Bereich ist es schön, damit zu arbeiten. Um ein Programm zur Postproduktion kommt man aber nicht herum (Apple Aperture, Adobe Lightroom oder DxO Optics Pro). Ich selbst habe die Nachbearbeitung mit sowohl mit Aperture 3.x als auch mit Photoshop Lightroom 5.x getestet; Aperture versagt, Lightroom macht einen hervorragenden Job. Aber man muß die Regler ziemlich weit schieben, um das Violett zu eliminieren.

Kann ich das Ofenrohr (oder “Beercan” im englischsprachigen Raum) nun empfehlen? Nun… bedingt. Wer für kleines Geld seinen Objektivpark am Anfang um den notwendigen Telebereich 70-200/300 erweitern will/muß, kann zugreifen, wenn er nicht bestimmte Situationen bevorzugt, in denen das Ding einfach nicht zu gebrauchen ist: Sonnenlicht (vll abgesehen von s/w-Bildern), bewegte Objekte. Wer “Stills” bevorzugt und Zeit hat beim Ablichten und eher den bedeckten Himmel und Indoor mag, der kann zugreifen, muß aber dennoch mit den Einschränkungen leben, daß es keine Toplinse ist – und wohl auch nie war, obwohl sie damals neu knapp 600 DM gekostet hat. Das wären heute… wasweißich… 900 oder 1.000 Euro?

Abschließend noch ein Link, bei dem es eine große Reihe Testbilder des Objektivs gibt und die man auch in voller Auflösung herunterladen kann: http://www.flickr.com/photos/118085815@N07/sets/72157641208198893/

Wenn Ihr im Suchfeld oben auf dieser Seite „Ofenrohr“ eintippt, bekommt Ihr noch weitere Artikel zu diesem Thema angezeigt mit etlichen Beispielphotos.

Bild

Nachfolgend weitere Beispielaufnahmen (wer auf die Bilder klickt, kommt zu meinem Flickr-Profil und kann dort Details wie Kamera, ISO, Blende etc. einsehen):

 

Brückenrad

Heiliggeistkirche Heidelberg

Spiel-Platz

Kläranlage

Lotus Elan S2

Wildschwein

Roofwalker

abstellen und anschließen

Eichhörnchen

Spooky Wanderer

Martin