Die Nacht über Heddesbach

Versuch Nr. 3, die Milchstraße auf’s Bild zu bannen…

Tja… in unseren Breiten rund um Mannheim, Heidelberg und Weinheim ist es beinahe unmöglich, eine wirklich dunkle Nacht zu bekommen. Es war zwar schon schön dunkel – und die A7s powert ganz gewaltig in dieser Disziplin, aber man bekommt die Milchstraße im Odenwald einfach nicht richtig auf’s Bild… die Lichtverschmutzung ringsum ist schlicht zu hoch.

Nacht über Heddesbach

Eine neue Tour in Mannheim: Mühlauhafen und Rangierbahnhof

Guten Morgen allerseits 🙂

am Samstag hat es mich zusammen mit einem Kollegen wieder raus gezogen und einmal mehr in die Hauptstadt der Kurpfalz: Mannheim.
Mannheim bietet dem geneigten Photographen eine Vielzahl an Motiven und ist sicherlich eine dieser kontroversen Städte; oder wie Heinz Rühmann es ausgedrückt hätte: hübsch häßlich.

Für mich als Kurpfälzer, der in Mannheim und Umgebung aufgewachsen ist, ist Mannheim fraglos eine der tollsten Städte der Welt – das sehen viele andere natürlich anders 😉
Aber die sehr bewegte Geschichte, die besondere Architektur und natürlich auch die architektonischen Nachkriegssünden bieten ein tolles Sammelsurium als photographisches Erlebnisziel.
Mannheim selbst hat insgesamt aber auch enorm viel an Kultur zu bieten.

So hat es mich gestern einmal mehr zum Handels-/Containerhafen gezogen. Dort war ich nun schon einige Male (u.a. beim Portrait-Shooting „Twin Turbo“) und ich werde auch sicher noch ein paar Male mehr dort hinfahren – ich liebe die Szenerie einfach. Mannheim hat schließlich einen der bedeutendsten und größten Binnenhäfen Deutschlands und ich weiß noch wie ich meine erste Tour dorthin geplant hatte in der freudigen Erwartung, daß dort auch am Wochenende das Leben blüht und ich all die tapferen Arbeiter würde bewundern können…
Tja, der Hafen ist am Wochenende leer und gleicht einer verwahrlosten Geisterstadt – das ist übrigens in allen Häfen so, in denen ich bislang war, u. a. auch in Karlsruhe.

Hier nun einige Impressionen des Mühlauhafens in Mannheim (von dem aus man übrigens auch einen tollen Nachtblick auf die in Ludwigshafen ansässige BASF hat):

Containerzug

Weichensignal

BASF

https://www.flickr.com/photos/seelenpfluecker/20230447651/in/photostream/

Industrieromantik

https://www.flickr.com/photos/seelenpfluecker/19603598353/in/photostream/

Der Bunker

Containerkran

Boote im Hafen

Mauerreste

https://www.flickr.com/photos/seelenpfluecker/20216158012/in/photostream/

Nach guten 4 bis 5 Stunden sind wir dann noch zum Güter- und Rangierbahnhof gefahren – dort war ich zwar erst eine Woche zuvor, und auch schon früher einmal – aber ich wollte dennoch ein weiteres Mal bei Nacht hin – und warum soll man sich interessante Orte nicht mehrfach ansehen 😉
Leider habe ich noch immer keine Möglichkeit gefunden, den wirklich großen Teil des Rangierbahnhofes von oben zu betrachten… da gibt es irgendwie keine passende Brücke.

Rangierbahnhof Mannheim

Rangierbahnhof Mannheim

So, das war es erstmal 🙂
Die restlichen Aufnahmen der Tour sind wie immer auch in einem Album bei Flickr zu sehen und peu a peu auch in der Flickr-Gruppe zu Mannheim & Umgebung.

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Verwendetes Equipment bei der Tour:
Sony A99V
Sony A7s
Tamron SP 24-70mm f/2.8 Di USD
Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS
Minolta AF 17-35mm f/ 2.8-4
Lowepro Flipside AW 400
Benro Reisestativ
Sämtliche Aufnahmen wurden ausschließlich mit Adobe Lightroom bearbeitet.

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Produktlinks:
Lowepro Flipside 400 AW SLR-Kamerarucksack (für SLR mit aufgesetztem 300-mm-Objektiv und bis zu 6 zusätzlichen Objektiven) schwarz

Benro A1685FBH0 Travel Angel Stativ-Set aus Aluminium

Tamron Weitwinkelobjektiv 24-70mm F/2,8 mit USD-Motor und Spritzwasserschutz für Sony

Sony Alpha 7s SLR-Digitalkamera (12,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD Display, Full HD, Unkomprimierter Output via HDMI (4K/Full HD), Silent Shooting Modus, staub- und spritzwassergeschützt) schwarz

Sony SLT-A99V SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD-Video-Funktion, Live View) schwarz

Ein Abend unter den Sternen

So, nach einer sehr anstrengenden Woche der Abwesenheit, hat es mich gestern wieder in die Natur getrieben. Ich wollte endlich ein besseres Sternen-Photo machen. Mein letzter Versuch im vergangenen Jahr war noch etwas kläglich.

Milchstraße

Auch dieses Mal habe ich gemerkt, daß das gar nicht so einfach ist und ich noch einige Versuche brauchen werden. Aber es wird besser. 😉
Und letztlich wollte ich mal sehen, ob die A7s hier vielleicht Vorteile mit sich bringt.

Nachfolgende Aufnahme entstand an der höchsten Erhebung des Odenwaldes – dem Katzenbuckel im Dorf Waldkatzenbach (süß, eh? 😀 )
Das Bild zeigt des großen Wagen (in der Mitte) – umringt von Bäumen am Katzenbuckelsee.
Wobei ich mir eingestehen muß, daß ich den Wagen noch etwas besser hätte herausarbeiten können.

Großer Wagen
A7s + Minolta 17-35mm, Blende 10, ISO 3200, 20 sek.

Ein paar Meter Richtung Dorf (Rückweg) ist diese Aufnahme entstanden:

https://www.flickr.com/photos/seelenpfluecker/19616192195/in/dateposted-public/
Ausrüstung wie oben, aber mit f/2.8 und ISO 10000, wieder bei 20 sek.

Dann ging es auf die Heimfahrt und irgendwann auch auf die extrem schöne Strecke zwischen Heddesbach und Heiligkreuzsteinach. Dort habe ich dann noch einmal umring von hohen Bäumen angehalten – es war (zum Glück) jetzt stockduster und diese beiden Aufnahmen sind dort dann entstanden:

Milchstraße II
20 sek. bei ISO 10000

https://www.flickr.com/photos/seelenpfluecker/19616171345/in/dateposted-public/
20 sek. bei ISO 6400

Minolta-Objektive unter realen Bedingungen bei Nacht getestet

Bei der Garzweiler-Tour hatte ich am Dienstagabend u.a. die Gelegenheit, meine Minolta-Objektive dem Nacht-Härtetest zu unterziehen. Das ganze war streckenweise wirklich wacklig und sogar auf dem Stativ nicht ohne Steady-Shot durchführbar – jedenfalls zum Teil – weil der Skywalk (also der Steg) nicht so verankert war, daß er ruckelfrei alles aushält, sondern bei jedem Schritt gewaltig wackelt und bebt.

Im Einsatz waren folgende Linsen:

Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS
Minolta AF 100mm f/2.8 Macro
Minolta AF 50mm f/1.4
Tamron SP 24-70mm f/2.8 Di USD

Eines gleich einmal vorweg: das Tamron ist ja der „günstige“ Ersatz bei den Sonys für das Zeiss 24-70mm und wird ob seiner Abbildungsleistung gerühmt. Das auch ganz OK so. Aber: im Vergleich mit den alten Minoltas stinkt es teilweise ganz schön ab. Bei Sonnenlicht ist alles noch etwas besser, aber gerade bei Nachtaufnahmen produziert es bei Lichtern ziemlich häßliche Halos, die ich einfach nicht wegbekomme.

Von der Schärfeleistung her haben das 50mm und das 100mm am besten abgeschnitten, wobei vor allem das 100mm der absolute Hammer ist und die schönsten Sterne bei Lichtern produziert.
Allerdings hatte ich beim 100er auch die größten Probleme mit Lens Flares (Linsenflecken).

Die Linsenflecken waren auch beim 80-200er ein ziemliches Problem, die restliche Abbildungsleistung war aber sehr schön – bis vielleicht auf die Lichtfackeln; manchmal sieht es so aus wie Jet-Streams oder Protuberanzen.

100mm Macro @ f/8, ISO 100:
Bagger 288

50mm @ f/8, ISO 100:
Bagger 288

80-200mm @ 80mm f/8, ISO 100:
Bagger 288

80-200mm @ 200mm f/8, ISO 100:
Bagger 288

24-70mm @ f/11, ISO 100:
Garzweiler

Alle Bilder wurden mit Lightroom nachbearbeitet (Kontrast, Klarheit).