Odenwaldtour nach Beerfelden

Ach, was ist mein Odenwald so schön!!

Auf diversen Landkarten habe ich schon öfter den lustigen Namen „Falken-Gesäß“ gelesen – oder wie ich es immer kichernd nenne: Adler-Arsch 😀
Gestern wollte ich diesen seltsamen Ort endlich einmal sehen – ist schließlich nicht weit weg von mir. Von Weinheim nach Falken-Gesäß (ich muß schon wieder lachen…) sind es gerade mal 45 Fahrt. Es geht durch Wald-Michelbach und dann links Richtung durch Aschbach und bei Affolterbach Richtung Beerfelden.

Ich bin also also Falken-Gesäß (hihi) gefahren und war begeistert. Die Strecke ab Aschbach kannte ich noch von letzten Ausflug am vergangenen Wochenende und gerade die Landschaft zwischen Affolterbach und Olfen hat mich schwer beeindruckt. Dort oben hört es allmählich auf mit den zerrissenen Käffern. Gut, Wahlen sieht beschissen aus, aber der Rest war echt hübsch. Vor allen „Adler-Arsch“ war eine kleine Idylle. Auch das entzückende, winzige Leonhardshof mit der „Schlawitzerstube“ (ich war nicht drin) war wunderschön. Ich bin dann nicht nach Beerfelden, sondern abgebogen Richtung Rothenberg und über eine der schönsten Waldstrecken, die ich jemals gefahren bin. Leider ist der gemeine Odenwälder ein gar grausliger Autofahrer… in den Serpentinen wird gerast und auf den Geraden gepennt. Und all die Motoradfahrer sind sowieso jenseits von Gut und Böse – ich lache jedesmal, wenn es wieder einen erwischt hat, ich habe da null Mitleid. Vollidoten. Allerdings muß ich sagen, daß ich auch zwei oder drei gemäßigte vor und hinter mir hatte, die an der Landschaft und dem Ritt interessiert waren und nicht, sich und andere umzubringen.

Zwischen Falken-Gesäß und Rothenberg habe ich an einem kleinen Waldstück angehalten und bin spazieren gegangen – ich habe endlich mal wieder mein 100er Makro ausgepackt – leider war es für echte Makros zu windig.

Insgesamt habe ich 5 oder 6 Stunden im Odenwald verbracht und war hin und weg. Wirklich wunderschön da oben – all die Wiesen und die Kühe und Pferde… herrlich.

So, genug geschrieben. Hier die Bilder auf Flickr – ein paar andere gibt es auch auf Instagram (s. Seitenleiste).

Galgenspiel

Der Pusteblumenpfad

Waldweg

Es waren viele Pfade...

Blick auf Falken-Gesäß

Odenwald: der Winter naht

Das war heute ein magischer Morgen. Eigentlich wollte ich im Bett bleiben, denn gestern wurde ich ganztägig von massiver Migräne übermannt und konnte keine Photos schießen. Um ca. 4:30 war die Nacht schon vorbei und ich döste vor mich hin, in Gedanken bei meiner Kamera und der Natur des Odenwaldes. Hin- und hergerissen zwischen Erholung, Schlaf, Faulenzia und dem inneren Drang, habe ich mich dann gegen halb 8 doch überwunden.

Der erste Schritt nach draußen: uuh, frisch. Das also war des Pudels Kern: mal wieder krasser Temperaturwechsel. 0 Grad. Die Woche über waren es ja noch immer bald 20 Grad. Aber wir haben kein Klimaproblem, nein nein.

Der erste Blick gen Windeck – Wettercheck. Überraschung und Freude gleichermaßen: schöne Wolkenstrukturen und Farben. Paßt.

Also rein ins Auto und ab gen Odenwald. Die Strecke führte mich durch das Gorxheimertal über Trösel und Abtsteinach. Dort tat sich dann das erste Motiv auf:

Spots in the Blue

Das war in der Tat so unglaublich schön, wie es hier aussieht. Der erste Frost, der erste Schnee… die blaue Stunde… das alles tauchte die Landschaft in die schönsten Farben und ich kam mir vor wie in einem Märchen.

Anschließend ging es durch Abtsteinach in Richtung Heiligkreuzsteinach. Die Dörfer selbst sind – von einigen einzelnen Häusern einmal abgesehen, ja alle relativ häßlich; aber die Strecken dazwischen sind malerisch:

Waldweg im Winter

Überall an den Waldstraßen gibt es kleine Haltebuchten, die es einem erlauben, immer wieder zu stoppen ohne dann gleich ewige Wege gehen zu müssen. Kann man aber auch, wenn man will, denn allüberall führen Wander- und Nutzwege in den Wald hinein.

Eisschneise

An der Hirschquelle zwischen Heiligkreuzsteinach und Heddesbach war es besonders schön, von dort gab es eine abschüssige Stelle, die vollständig vernebelt war, und anschließend konnte man hinter den Wolken den Sonnenaufgang erahnen.

Tannen am Morgen

Winternadeln

Weiter wollte ich dann aber nicht mehr fahren, obwohl es mich schon reizte, noch zur Wolfschlucht in Zwingenberg zu reisen – aber die Bilder wollten auch noch bearbeitet und der Sonntag auf der Couch genossen werden 😉

Weitere Aufnahmen sind – wie immer – im dazugehörigen Album bei Flickr zu sehen.

Folgendes Equipment wurde auf dieser Tour benutzt:
Sony A7s
Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4
Minolta MD ROKKOR 45mm f/2
Minolta AF 70-210mm f/4 „Ofenrohr“