2 Kirchen in Mainz: St. Stephan & der Dom

Am Samstag hat es mich – zum ersten Mal – nach Mainz verschlagen. Einem Tipp folgend fuhr ich in die Innenstadt zu Katholischen Gemeinde St. Stephan. Die Kirche ansich ist weder besonders hübsch oder häßlich, hat aber dennoch etwas außergewöhnliches vorzuweisen: einige der Kirchenfenster sind nämlich von Marc Chagall.

St. Stephan Mainz

Church Run

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Anschließend ging es (naheliegend) noch zum Mainzer Dom. Ein ganz anderes Kaliber an Kirche, die Fenster sind zwar nicht blau, teilweise aber auch recht originell. So zieren viele der Fenster bspw. die unterschiedlichen Stadtwappen der Stadt im Laufe der Geschichte – einige Fenster sind aber auch (in meinen Augen) neumodischer Müll. Moderne Kunst als Fenster in einer so alten Kirche… sieht komisch aus in diesem Fall.

Dom zu Mainz

Dom zu Mainz II

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Insgesamt empfand ich Mainz – soweit ich es gesehen habe – als recht hübsch. Jede Stadt (vor allem deutsche Städte) hat so ihre Ecken und Kanten, vieles verfällt, wenig wird gepflegt, das meiste nur geflickt. Das ist in Mainz nicht anders. Aber die Leute waren freundlich und die Atmosphäre angenehm. Gerade um den Marktplatz herum stehen einige wirklich entzückende Gebäude, die mehr als nur einen Blick wert sind – schade nur, daß auch hier direkt nebendran kotzhäßliche Bausünden das Gesamtbild beinahe vollständig ruinieren.

Aber das die Stadt lebt. Als ich da war, war gerade Markt – all die Gerüche und Leute… hat was.

Die restlichen Aufnahmen gibt es wie immer in einem Album bei Flickr.

Was ist die Blende?

Die Blende ist die Iris des Objektivs.

Mit der Blende kontrolliert man die Menge des Lichteinfalls. Will man viel Licht, öffnet man die Blende, will man weniger Licht, schließt man sie.

Die Öffnung der Blende wird mit dem Buchstaben f angegeben. Dabei ist für Anfänger oft verwirrend, daß eine kleine Blendenzahl eine große Öffnung, eine große Blendenzahl eine kleine Blendenöffnung bedeutet. Also: z.B. f1.4 = offen/viel Licht bzw. f22 = geschlossen/wenig Licht.

Mit der Blende kann man ggf auch Linsenfehler korrigieren. So liegt bspw. der optimale Schärfebereich fast aller Objektive zwischen den Blenden 8 und 11. Bemerkt man bei offener Blende z. B. an den Rändern Unschärfe, Vignettierung (dunkle Einfärbung) oder chromatische Aberrationen (Farbsäume lila, grün etc.) dann kann man durch das sog. „Abblenden“ idR Abhilfe schaffen.

Auch benutzt man die Blende, um eine größere Schärfentiefe herzustellen, um bspw. bei Landschaften möglichst alle Bereiche der Aufnahme (Vorder- und Hintergrund) scharf abzubilden.

Auch erreicht man mit Regulation der Blende bei Nachaufnahmen den Sterneffekt bei Lichtern. Je weiter man die Blende schließt, desto größer ist dieser Sterneffekt.

Bild

Bildquelle: Wikipedia

 

Beispiel für den Sterneffekt:

Dom zu Köln

Welche Bilderdienste gibt es im Netz?

Es gibt sie tonnenweise. Im Netz gibt es ein riesiges Sammelsurium an Seiten, die es einem ermöglichen, seine Bilder idR kostenlos für andere bereitzustellen.

Die bekanntesten dürften Flickr und 500px sein.

Ich selbst habe bereits folgende getestet:
– Flickr
– 500px
– Fotocommunity
– deviantART
– 23hq
– Ipernity

Ein paar andere hatte ich noch am Start, aber die gibt es entweder nicht mehr (photorankr, whoophy) oder die Anmeldung hat nicht geklappt oder ich habe das Interesse verloren…

Ipernity:
Dieser Dienst wirkt ein wenig wie Flickr von vor zwei Jahren. Manchen gefällt das (zum Wechsel des Layouts sind viele von Flickr zu Ipernity geflüchtet), ich persönlich finde es altbacken. Ipernity bietet eine Weboberfläche und einen sepraten Uploader für den Rechner. Daneben gibt es auch Apps für Tablets und Smartphones.
Der Dienst scheint aber irgendwie nicht besonders schwungvoll zu sein, denn neu eingestellte Bilder, die korrekt benannt, getaggt und beschrieben sind, finden wenig Aufmerksamkeit. Auch hier muß man sich wohl in Gruppen tummeln, um dem eigenen Portfolie auf die Sprünge zu helfen.
Ipernity bietet 200 MB pro Monat.

Flickr:
Die Mutter aller Bilderdienste aus dem Hause Yahoo! ist meiner Ansicht nach noch immer der Beste. Zwar muß man hier sehr aktiv in Gruppen zu Werke gehen, aber Fleiß kein Preis.
Das seit einiger Zeit neue Layout ist sehr ansprechen. Leider gibt es zwar für Smartphones eine App, nicht jedoch für Tablets.
Wer ein AppleTV hat, kann zudem direkt über eine App, die auf dem Gerät vorinstalliert ist, seine Bilder und die der Freunde betrachten.
Am besten finde ich den Webuploader, der es einem ermöglicht, mehrere Bilder auf einmal hochzuladen, alles gemeinsam zu taggen, zu beschreiben und in Alben und Gruppen zu platzieren. Das ist effizient und spart Zeit und Nerven.
Flickr bietet 1 TB Speicherplatz.
Man kann einstufen, ob die Bilder öffentlich, privat oder nur für Freunde sichtbar sind und ob andere die Aufnahmen runterladen dürfen etc.
Daneben kann man sich auch Fotobücher etc erstellen lassen.

500px:
Für mich die Nummer 2. Der Uploader ist zwar umständlicher und die Seite kämpft ab und an mit einigen Bugs, aber die Aufmachung ist toll und die eigenen Werke bekommen rasch ohne großes Zutun einiges an Aufmerksamkeit.
Dies wird dadurch erreicht, daß 500px seine Nutzer fragt, welche Bilder sie interessant finden und dann diese Art auch präsentiert. Schnell erlangen die Bilder dann einen kleinen Popularitätsschub, der einen selbst und andere zum Mitmachen animiert. Cool: Aufnahmen lassen sich direkt aus Flickr importieren, nur leider ohne Beschreibung, Tags etc.
500px bietet Apps für Tablets und Smartphones und begrenzte Upload für einen gewissen Zeitraum.
Interessant ist die Möglichkeit, seine Bilder über div Lizenzen zu verkaufen oder auch drucken zu lassen.

Fotocommunity:
Die Fotocommunity bietet in der kostenlosen Variante lediglich Platz für 100 Bilder. Man muß beim Upload seine Aufnahmen bestimmten Kategorien zuweisen, die nicht sonderlich clever gewählt sind.
Die Seite ansich ist recht ansprechend gestaltet, wirkt aber dennoch altertümlich, und letztlich ist das Preismodell völlig überzogen. Es gibt keine Apps.

deviantART:
Einer der Pioniere, aber hoffnungslos veraltet. Der Speicherplatz ist kostenlos und man kann, wie auch bei 500px seine Bilder zum Kauf/Druck anbieten unter verschiedenen Lizenzmodellen.
Die neuen Uploads sind kurzfristig „attraktiv“, verschwinden aber schnell in der Versenkung, wenn man nicht aktiv in der Community dabei ist.
Generell sollte der Dienst grundlegend überholt werden. Apps gibt es keine.

23hq:
War interessant zu Anfang, wirkt aber auch von vorgestern. Hat eine kleine, treue Gemeinde, die das ganze irgendwie reizend macht, kann aber nicht mit Flickr und 500px mithalten. Apps kenne ich auch hier keine.

Ansonsten fällt mir nur noch Stern.de ein, auf deren Seite man auch Bilder posten kann. Sicherlich gibt es noch haufenweise mehr. Ich persönlich würde aber grundsätzlich zu Flickr raten. Hier ist die Anbindung auch zu anderen externen Geräten am besten.

Fazit:
Flickr ist am besten.

Welche Arten von Objektiven gibt es?

Nun, es gibt es etliche, die gängigsten sind:
– Weitwinkel/Utraweitwinkel
– Tele/Spiegeltele
– Weitwinkelzoom
– Telezoom
– Makro
– Normal

Grundsätzlich wird also unterschieden in:
– Festbrennweiten (nicht verstellbare Brennweite)
– Zoomobjektive (verstellbare Brennweite)

Festbrennweiten werden auch scherzhaft „Laufzoom“ genannt, weil man eben nur Laufen näher an das Motiv heran kommt.

Beginnen wir mit dem Normalobjektiv:
Das Normalobjektiv ist eine Festbrennweite mit 50mm und entspricht in seiner Abbildung in etwa dem Sichtfeld des menschlichen Auges.
Es eignet sich perfekt dazu, das eigene Auge/Können zu schulen, Perspektiven zu testen und das Motiv korrekt zu positionieren.

Daran anschließend gibt es Normalzoomobjektive:
Diese Zooms bieten ein Sichtfeld vom leichten Weitwinkel (meist beginnend bei 24mm oder 28mm) bis hin zu leichten Tele (idR bis 70mm oder auch leicht darüber).

Weitwinkelobjektive bieten dann das weite Sichtfeld und Ultraweitwinkel bzw. Fisheye-Objektive das weiteste. Hier sind Brennweiten von 8mm bis 20mm üblich.

Teleobjektive dienen dazu, das Motiv nah heran zu holen und beginnen idR ab 70/85mm, meistens aber bei 90mm bzw. 100mm. Hier gibt es – meines Wissens – Festbrennweiten bis 800mm.
Eine Sonderrolle nehmen hier Spiegelteleobjektive (in Analogie zum Spiegelteleskop) ein. Das sind auch Festbrennweiten, die aber konstruktionsbedingt eine kleinere Bauart haben.

Weitwinkelzooms bieten entsprechend einen Zoombereich Weit-Weit (bspw. 12-24mm), genauso wie Telezooms (z. B. 100-400mm).

Dazu gibt es noch sog. Superzooms, die beide Bereiche abdecken, z. B. 28-300mm.

Makroobjektive schließlich sind spezielle Objektive, mit denen man z. T. sehr nah an kleine Objekte rangehen kann, um sie möglichst groß abzubilden. Makrofunktionen können in verschiedenen Objektiven verbaut sein, entweder in Festbrennweiten (z. B. 100mm Makro) oder auch in Zooms (bspw. 70-300mm Makro).

Übliche/häufige mm-Bereiche sind:

Festbrennweite: 8mm, 12mm, 16mm, 18mm, 24mm, 28mm, 35mm, 50mm, 70mm, 85mm, 100mm, 200mm, 300mm, 500mm, 600mm, 800mm.

Zoom: 16-50mm, 18-55mm, 24-70mm, 70-200mm, 70-300mm, 100-400mm.

Es gibt aber noch etliche dazwischen.

Was ist ein Bokeh und wie mache ich das?

Was ist ein Bokeh?

Das Wort Bokeh kommt aus dem Japanischen und bedeutet unscharf oder verschwommen. In der Photographie bezeichnet man damit bspw. den verschwommenen Hintergrund, während das eigentliche Motiv im Vordergrund scharf bzw. freigestellt ist. Dabei ist das Empfinden, ob das Bokeh schön oder häßlich ist, ein rein subjektives.
So gelten idR aber vor allem Lichtblasen als schön, wenn sie weich und kreisrund sind.

20140504-113845.jpg
Bsp.: Tamron SP 24-70mm Di USD @ 70mm und f2,8 an einer Sony Alpha A99V.

Es geht also darum, bestimmte Bereiche bewußt unscharf zu lassen. Ein unruhiges Bokeh wird dann als solches empfunden, wenn Lichter eckig oder ellipsoid sind bzw. auch Konturen und Kanten doppelt erscheinen.

Als prädestiniert für ein schönes Bokeh gelten Festbrennweiten mit Ihrer durchgängigen Lichtstärke, wobei entscheidend sein kann, ob das Objektiv einen kreisrunde Blendenverschluß hat und besonders lichtstark ist, also eine möglichst große Blendenöffnung erlaubt (bspw. Sigma 50mm f1,4 DG HSM Art).

IdR gilt das Bokeh bei Zoomobjektiven bauartbedingt als schlechter, kann aber gleichfalls sehr gut aussehen.

Wie erreiche ich ein Bokeh?

Nun, hier spielen im Wesentlichen drei Faktoren zusammen:
– Brennweite
– Blendenöffnung
– Sensorgröße

Man kann grundsätzlich festhalten:
– je lichtstärker, desto Bokeh
– je größer die Brennweite, desto Bokeh
– je größer der Sensor, desto Bokeh

So kann man ein hervorragendes Bokeh theoretisch erreichen bei 200mm f1,4 bei Vollformat. Theoretisch. Denn die Linse muß auch insgesamt was taugen.

So hat man z. B. bei einer Superzoom mit 1“-Sensor, einer Brennweite von 24mm selbst bei Blende 2,8 ziemlich schlechte Karten.
Eine Vollformatlinse an einer Vollformatkamera kann hingegen bei 24mm und Blende 2,8 schon ein hübsches Bokeh hinlegen.

Man kann das mit einer Superzoom (bspw. Canon SX50 HS) aber sehr gut testen. Einfach mal die Kamera auf 24mm stellen und die Blende so weit wie möglich öffnen. Dann zB eine Pflanze oder einen Laternenmast anfokussieren und drauf achten, was im weiter entfernten Hintergrund passiert, wenn man weitere Brennweiten wählt (50mm, 100mm, 200mm).
Zwar wird sich die Blende bei diesen Kameras mit zunehmender Blende immer weiter schließen, der Hintergrund aber dennoch immer unschärfer.
Man beachte dabei aber, daß man bei zunehmender Brennweite dann ggf ein Stativ benötigt, weil sich die Belichtungszeiten verlängern und Verwacklungen drohen.

Neue Bilder sind online…

… der Tour ins Saarland nach Höheischweiler.

 

https://www.flickr.com/photos/seelenpfluecker/with/14096557121