Twin Turbo Vol. 5 & Odenwaldtour

Guten Morgen allerseits,

am gestrigen Samstag hat es mich und die Zwillinge Stephan & Martin wieder in den Odenwald gezogen. Der Samstag in der letzten Woche war so schön, da wollten wir gleich noch einmal wiederholen. Also ging es wieder gegen 7:30h los Richtung Heiligkreuzsteinach und Heddesbach; später am Tage dann noch zu einem Stück Wald zwischen Wilhelmsfeld und Petersal/Ziegelhausen.

Der Morgen war an Magie kaum zu überbieten, denn die Natur offenbarte sich uns einmal mehr von Ihrer schönsten Seite. Zum Aufwärmen hab es ein paar Schüsse im Star Wars-Stil (ja, Spaß muß sein und das Kind im Manne muß erheitert werden 😉 ) – die meisten Photos mit den Zwillingen habe ich bei FB auf meinem persönlichen Profil als Album hochgeladen.

The First Fight

Die Szenerie dort war so atemberaubend – wir haben an einem bestimmten Waldstück mindestens eine Stunde verbracht und uns verzaubern lassen. Ich hatte schon befürchtet, daß es gar keinen Nebel geben wird und in den Niederungen war dem auch so. In einer bestimmten Höhe aber, hing alles voll mit meinem liebsten Dunst. An dieser spezielle Stelle ging es von der Straße etwas abschüssig in den Wald hinein – hier lag die Landschaft schon wieder zu hoch und es gab wieder keinen Nebel mehr; weiter hinten an der Baumgrenze kam man zu einem Abhang, der in eine Senke führte, und in dieser Senke hing der Nebel in dicken Schwaden wie ein Meer aus Dunst; und hinter diesem Nebelsee ging die Sonne golden auf. Etwas schöneres hatte ich lange nicht mehr gesehen. Märchenhaft.

Ich bin ja nicht gerade Portrait-Photograph und mache Portraits auch nicht sooo gerne; aber ich bin ein begeisterter Anhänger des sog. „Human Element“, wenn also der Mensch oder von Menschen gemachtes ein Bild und dessen Story aufpeppen.
Und so haben die Zwillingen in der folgenden Aufnahme für mich erfolgreich „posiert“.
Twin Walk
Morgennebel

Die Landschaft hat in diesem Teil mit voller Wucht die Sinne berührt und die Seele entzückt:
Sonnenaufgang

Auch ein Autoreifen genoß die Aussicht…
Tyred

Nach ungefähr 3 Stunden im Wald war es dann Zeit, zu rasten. Wird sind runter nach Heidelberg gefahren, sind noch ein wenig gebummelt und habe schließlich bei Mandy’s Foodland im Railway Diner einen leckeren Burger genossen.
Frisch gestärkt wollten wir anschließend noch einmal die Lichtschwerter auspacken, haben aber nicht so wirklich passende Umgebungen entdecken können; und die schöne Parkhaus-Einfahrt am York-Gebäude in Mannheim ist inzwischen auch abgesperrt… Also sind wir in den Mannheimer Schloßpark/Friedrichspark getigert, um eine altbekannte Unterführung zu besuchen – aber auch dort war es leider zu hell – und einfach auch zu belebt.

Zeit für eine Tasse Kaffee.

Später am Tage zum Sonnenuntergang ging es dann zum Waldstück zwischen Wilhelmsfeld und Ziegelhausen, wo ich versucht habe, die Landschaft als Star Wars-Kiulisse einzubinden – die beiden Lichtschwerter von Hasbro (immerhin 30 Euro pro Stück und Lieferung ohne Batterien…) waren überraschend leuchtschwach. In der vergangenen Woche hatte ich ein billiges 6-Euro-Dings bei der Drogerie Müller erstanden, das hatte deutlich mehr Power, fiel aber dauern unerwartet aus (aber wenigstens waren Batterien dabei…).
Ich wollte nicht auf ISO 100.000irgendwas gehen und habe gepokert… Sony-Sensor + A7s + Lightroom – das wird schon gehen, wenn die Bilder fast schwarz sind – nun, Wunder vollbringen kann auch diese Kombination nicht und weil ich mit f/4 ran mußte, war eines meiner Lieblingsbilder dann doch etwas verrauscht und verwirbelt. Aber mir gefällt es dennoch und kann damit einigermaßen leben.

Jedi vs. Sith
Jedi vs. Sith II

Zum Abschluß des Tages gab es dann noch eine Landschaftsaufnahme und auf dem Rückweg am Neckar entlang eine ganz nette Aufnahme der Karl-Theodor-Brücke (sog. „Alte Brücke“) in Heidelberg mit Blick auf das Schloß.

Sonnenuntergang
Alte Brücke

Der Tag war atemberaubend, entspannend, ereignisreich und erholsam. Ein richtig schönes Erlebnis und ein wahres Photo-Fest. An dieser Stelle daher noch einmal mein Dank an Stephan & Martin für das mitmachen und einen freundlichen Gruß ans Universum mit einer tiefen Verbeugung vor unserer wunderbaren Natur. Schaden nur, daß wir Human Elements diese immer weiter zubauen, verdrecken und vernichten…

Odenwald: der Winter naht

Das war heute ein magischer Morgen. Eigentlich wollte ich im Bett bleiben, denn gestern wurde ich ganztägig von massiver Migräne übermannt und konnte keine Photos schießen. Um ca. 4:30 war die Nacht schon vorbei und ich döste vor mich hin, in Gedanken bei meiner Kamera und der Natur des Odenwaldes. Hin- und hergerissen zwischen Erholung, Schlaf, Faulenzia und dem inneren Drang, habe ich mich dann gegen halb 8 doch überwunden.

Der erste Schritt nach draußen: uuh, frisch. Das also war des Pudels Kern: mal wieder krasser Temperaturwechsel. 0 Grad. Die Woche über waren es ja noch immer bald 20 Grad. Aber wir haben kein Klimaproblem, nein nein.

Der erste Blick gen Windeck – Wettercheck. Überraschung und Freude gleichermaßen: schöne Wolkenstrukturen und Farben. Paßt.

Also rein ins Auto und ab gen Odenwald. Die Strecke führte mich durch das Gorxheimertal über Trösel und Abtsteinach. Dort tat sich dann das erste Motiv auf:

Spots in the Blue

Das war in der Tat so unglaublich schön, wie es hier aussieht. Der erste Frost, der erste Schnee… die blaue Stunde… das alles tauchte die Landschaft in die schönsten Farben und ich kam mir vor wie in einem Märchen.

Anschließend ging es durch Abtsteinach in Richtung Heiligkreuzsteinach. Die Dörfer selbst sind – von einigen einzelnen Häusern einmal abgesehen, ja alle relativ häßlich; aber die Strecken dazwischen sind malerisch:

Waldweg im Winter

Überall an den Waldstraßen gibt es kleine Haltebuchten, die es einem erlauben, immer wieder zu stoppen ohne dann gleich ewige Wege gehen zu müssen. Kann man aber auch, wenn man will, denn allüberall führen Wander- und Nutzwege in den Wald hinein.

Eisschneise

An der Hirschquelle zwischen Heiligkreuzsteinach und Heddesbach war es besonders schön, von dort gab es eine abschüssige Stelle, die vollständig vernebelt war, und anschließend konnte man hinter den Wolken den Sonnenaufgang erahnen.

Tannen am Morgen

Winternadeln

Weiter wollte ich dann aber nicht mehr fahren, obwohl es mich schon reizte, noch zur Wolfschlucht in Zwingenberg zu reisen – aber die Bilder wollten auch noch bearbeitet und der Sonntag auf der Couch genossen werden 😉

Weitere Aufnahmen sind – wie immer – im dazugehörigen Album bei Flickr zu sehen.

Folgendes Equipment wurde auf dieser Tour benutzt:
Sony A7s
Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4
Minolta MD ROKKOR 45mm f/2
Minolta AF 70-210mm f/4 „Ofenrohr“

Sonnenaufgang in Heiligkreuzsteinach

Als ich heute morgen so gegen 6 Uhr Morpheus‘ Armen entrissen wurde, dachte ich so bei mir: „Scheiß drauf. Dann kann ich auch photographieren gehen.“

Und so fuhr ich gegen 7 Uhr los (ja, ich brauche morgens etwas, um in die Gänge zu kommen 😀 )
Die blaue Stunde war in vollem Gange, aber es tat sich mir irgendwie kein geeignetes Motiv auf – so ist das eben manchmal, wenn man planlos einfach drauflos fährt.
Irgendwann war ich in Schriesheim gelandet und wollte dann doch heim. Ich entschloß, Richtung Wilhelmsfeld zu fahren und von dort aus dann zurück nach Weinheim. Und so führte mich mein Weg durch Heiligkreuzsteinach, eine Strecke, die ich ohnehin sehr gerne fahre und dann hatte ich endlich und gerade noch rechtzeitig meine Motive 🙂

Das Tor zum Dunkelwald

Herbststraße

Erwachen

Nadelstreifen

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Die Photos sind entstanden mit der Sony A7s und dem Minolta MD Rokkor 45mm f/2