Drucktest – Whitewall vs. myposter.de – Stufe 1: Die Lieferung

In der ersten Stufe des Tests geht es um Verpackung und Lieferung. Die Versandkosten waren bei beiden mit ca. 10 Euro identisch.

Whitewall hat heute geliefert. myposter.de nicht. Ich habe beide in der Nacht vom 29.03.2016 auf den 30.03.2016 bestellt. Von myposter.de habe ich eben eine Versandbestätigung bekommen. Interessantes Details am Rande: bereits letzte Woche habe ich mein Großformatposter bei myposter.de bestellt… das ist immer noch nicht da.

Das AluDibond-Bild von Whiutewall kam sicher verpackt mit viel Papier und Folie; auf der Rückseite ist sogar ein Qualitätszertifikat angebracht und die Alu-Schienen für die Wandhängung sind vormontiert. Sehr vorbildlich.

Die Qualität ist super.
Zur Erinnerung: es ging um einen ca. A2-Druck aus einer 12 Megapixel-Datei der Sony A7s. Geschossen wurde das Bild mit dem alten manuellen Minolta MD ROKKOR 45mm f/2 im November des vergangen Jahres (der erste Schnee im Odenwald).

Winternadeln

Dieses Dibond ist eine feine Sache und die Alu-Oberfläche macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Farben kommen schön raus und es sind alle möglichen Details zu erkennen; wobei mir hier natürlich der Vergleich zu einem höher aufgelösten Ausdruck fehlt (von gleichen Motiv).

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Es steht derzeit also 1:0 für Whitewall für die Lieferzeit.

Gigapixel-Photo der Nachbargalaxie Andromeda

Absolut irre!! Man bekommt einen winzigen Eindruck davon, wie es aussieht, wenn weit über 100 Milliarden Sterne um ein supermassives Schwarzes Loch kreisen (mit der milliardenfachen Masse unserer Sonne). Übrigens, kurzer Exkurs: Man schätzt, das im Schnitt 100 Milliarden Sterne pro Galaxie existieren und im Weltraum ca. 100 Milliarden Galaxien umherschwirren. Zusammen macht das 10 Trilliarden Sterne. Und mittlerweile vermutet man, daß die meisten davon ein Planetensystem aufweisen. Ich denke, man kann getrost davon ausgehen, daß es einige Milliarden fremde Zivilisationen gibt… alles andere wäre irgendwie außerordentlich seltsam.

Die Andromeda-Galaxie ist ca. 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt; das sind 23,6525 Billionen Kilometer. Ein Passagierflugzeug, das mit ca. 900 km/h fliegt, braucht für diese Strecke ca. 26,3 Milliarden Stunden oder ca. 1,1 Milliarden Jahre. Wie gesagt: Andromeda ist die nächstgelegene Galaxie, mit der unsere Milchstraße auch in einigen Milliarden Jahren kollidieren und vermutlich zu einer elliptischen Galaxie verschmelzen wird. Wann das passieren wird, könnt Ihr Euch selbst ausrechnen 😉
Die Milchstraße – und auch die nächste Galaxie, Andromeda, rasen mit unfaßbaren 2 Millionen km/h durch das Universum.

Ach übrigens:
10 Trilliarden Sterne – das entspricht der Anzahl Sandkörner in der obersten Schicht der Wüste Sahara (50-100cm), wenn man Sandkörner mittlerer Größe zugrunde legt. Davon passen ca. 20.000 in einen Würfel mit 1 Kubikzentimeter Volumen.

Was ist die Blende?

Die Blende ist die Iris des Objektivs.

Mit der Blende kontrolliert man die Menge des Lichteinfalls. Will man viel Licht, öffnet man die Blende, will man weniger Licht, schließt man sie.

Die Öffnung der Blende wird mit dem Buchstaben f angegeben. Dabei ist für Anfänger oft verwirrend, daß eine kleine Blendenzahl eine große Öffnung, eine große Blendenzahl eine kleine Blendenöffnung bedeutet. Also: z.B. f1.4 = offen/viel Licht bzw. f22 = geschlossen/wenig Licht.

Mit der Blende kann man ggf auch Linsenfehler korrigieren. So liegt bspw. der optimale Schärfebereich fast aller Objektive zwischen den Blenden 8 und 11. Bemerkt man bei offener Blende z. B. an den Rändern Unschärfe, Vignettierung (dunkle Einfärbung) oder chromatische Aberrationen (Farbsäume lila, grün etc.) dann kann man durch das sog. „Abblenden“ idR Abhilfe schaffen.

Auch benutzt man die Blende, um eine größere Schärfentiefe herzustellen, um bspw. bei Landschaften möglichst alle Bereiche der Aufnahme (Vorder- und Hintergrund) scharf abzubilden.

Auch erreicht man mit Regulation der Blende bei Nachaufnahmen den Sterneffekt bei Lichtern. Je weiter man die Blende schließt, desto größer ist dieser Sterneffekt.

Bild

Bildquelle: Wikipedia

 

Beispiel für den Sterneffekt:

Dom zu Köln

Welche Bilderdienste gibt es im Netz?

Es gibt sie tonnenweise. Im Netz gibt es ein riesiges Sammelsurium an Seiten, die es einem ermöglichen, seine Bilder idR kostenlos für andere bereitzustellen.

Die bekanntesten dürften Flickr und 500px sein.

Ich selbst habe bereits folgende getestet:
– Flickr
– 500px
– Fotocommunity
– deviantART
– 23hq
– Ipernity

Ein paar andere hatte ich noch am Start, aber die gibt es entweder nicht mehr (photorankr, whoophy) oder die Anmeldung hat nicht geklappt oder ich habe das Interesse verloren…

Ipernity:
Dieser Dienst wirkt ein wenig wie Flickr von vor zwei Jahren. Manchen gefällt das (zum Wechsel des Layouts sind viele von Flickr zu Ipernity geflüchtet), ich persönlich finde es altbacken. Ipernity bietet eine Weboberfläche und einen sepraten Uploader für den Rechner. Daneben gibt es auch Apps für Tablets und Smartphones.
Der Dienst scheint aber irgendwie nicht besonders schwungvoll zu sein, denn neu eingestellte Bilder, die korrekt benannt, getaggt und beschrieben sind, finden wenig Aufmerksamkeit. Auch hier muß man sich wohl in Gruppen tummeln, um dem eigenen Portfolie auf die Sprünge zu helfen.
Ipernity bietet 200 MB pro Monat.

Flickr:
Die Mutter aller Bilderdienste aus dem Hause Yahoo! ist meiner Ansicht nach noch immer der Beste. Zwar muß man hier sehr aktiv in Gruppen zu Werke gehen, aber Fleiß kein Preis.
Das seit einiger Zeit neue Layout ist sehr ansprechen. Leider gibt es zwar für Smartphones eine App, nicht jedoch für Tablets.
Wer ein AppleTV hat, kann zudem direkt über eine App, die auf dem Gerät vorinstalliert ist, seine Bilder und die der Freunde betrachten.
Am besten finde ich den Webuploader, der es einem ermöglicht, mehrere Bilder auf einmal hochzuladen, alles gemeinsam zu taggen, zu beschreiben und in Alben und Gruppen zu platzieren. Das ist effizient und spart Zeit und Nerven.
Flickr bietet 1 TB Speicherplatz.
Man kann einstufen, ob die Bilder öffentlich, privat oder nur für Freunde sichtbar sind und ob andere die Aufnahmen runterladen dürfen etc.
Daneben kann man sich auch Fotobücher etc erstellen lassen.

500px:
Für mich die Nummer 2. Der Uploader ist zwar umständlicher und die Seite kämpft ab und an mit einigen Bugs, aber die Aufmachung ist toll und die eigenen Werke bekommen rasch ohne großes Zutun einiges an Aufmerksamkeit.
Dies wird dadurch erreicht, daß 500px seine Nutzer fragt, welche Bilder sie interessant finden und dann diese Art auch präsentiert. Schnell erlangen die Bilder dann einen kleinen Popularitätsschub, der einen selbst und andere zum Mitmachen animiert. Cool: Aufnahmen lassen sich direkt aus Flickr importieren, nur leider ohne Beschreibung, Tags etc.
500px bietet Apps für Tablets und Smartphones und begrenzte Upload für einen gewissen Zeitraum.
Interessant ist die Möglichkeit, seine Bilder über div Lizenzen zu verkaufen oder auch drucken zu lassen.

Fotocommunity:
Die Fotocommunity bietet in der kostenlosen Variante lediglich Platz für 100 Bilder. Man muß beim Upload seine Aufnahmen bestimmten Kategorien zuweisen, die nicht sonderlich clever gewählt sind.
Die Seite ansich ist recht ansprechend gestaltet, wirkt aber dennoch altertümlich, und letztlich ist das Preismodell völlig überzogen. Es gibt keine Apps.

deviantART:
Einer der Pioniere, aber hoffnungslos veraltet. Der Speicherplatz ist kostenlos und man kann, wie auch bei 500px seine Bilder zum Kauf/Druck anbieten unter verschiedenen Lizenzmodellen.
Die neuen Uploads sind kurzfristig „attraktiv“, verschwinden aber schnell in der Versenkung, wenn man nicht aktiv in der Community dabei ist.
Generell sollte der Dienst grundlegend überholt werden. Apps gibt es keine.

23hq:
War interessant zu Anfang, wirkt aber auch von vorgestern. Hat eine kleine, treue Gemeinde, die das ganze irgendwie reizend macht, kann aber nicht mit Flickr und 500px mithalten. Apps kenne ich auch hier keine.

Ansonsten fällt mir nur noch Stern.de ein, auf deren Seite man auch Bilder posten kann. Sicherlich gibt es noch haufenweise mehr. Ich persönlich würde aber grundsätzlich zu Flickr raten. Hier ist die Anbindung auch zu anderen externen Geräten am besten.

Fazit:
Flickr ist am besten.

Neue Bilder sind online…

… der Tour ins Saarland nach Höheischweiler.

 

https://www.flickr.com/photos/seelenpfluecker/with/14096557121