Adobe… Geht’s noch?

Und Apple… geht’s noch?

Ich habe ja nun die ganze Zeit über Lightroom 6 genutzt, da diese Version die letzte war, die man als Stand-Alone ohne Abo erstehen konnte. Hat auch bisher prima funktioniert – wurde zwar immer langsamer mit jeder neuen OS-Version nach Sierra, aber Big Sur hat den Vogel jetzt abgeschossen. OK, die Software wird von Adobe nicht mehr gewartet und somit hat auch kein Test stattgefunden, ob das Programm auch unter Big Sur noch fehlerfrei läuft.

Aber jetzt kommt’s…

Ich habe mich also dazu hinreißen lassen, vorübergehend wieder ein Abo für Lightroom bei Adobe abzuschließen, bis Serif mit seiner Affinity-Suite endlich einen LR-Klon bringt. Also gehe ich auf die Homepage von Adobe, logge mich mit meinem alten Account ein… finde auch gleich Lightroom und bin binnen kürzester Zeit wieder Adobe-Abonnent… mit 1 TB Clud-Speicher. Ganz nett, ok, aber Abos sind trotzdem Scheiße.

Ich mache Lightroom auf: „Hä? Wsndes?! Wo is die bekannte Oberfläche? Was is das denn für ein Scheiß? – Ohne Witz… ich habe es nicht gebacken bekommen, damit auch nur einigermaßen zu arbeiten. Das ist sowas von benutzerunfreundlich. – Dann dämmerte es mir… war damals nicht auch die Rede von einem Lightroom Classic gewesen? Also wieder nach Adobe gereist. Nirgends ein Hinweis auf Lightroom Classic. WTF?! Aaaaber: über das Suchfeld wurde ich dann fündig. Lightroom Classic bekommt man inkl Photoshop für 11 irgendwas pro Monat mit 20 GB Speicher… hä? Lightroom neu gibt es ohne Photoshop mit 1 TB für den gleichen Preis… was is dann wieder für ein Schwachsinn??!! Ich will und brauche Photoshop nicht!! Maaaann… also gut, Ihr Penner… Abo online geändert auf LR Classic.

LR Classic geöffnet – Bibliothek importiert, alles dufte… oder? Nääää!! Ich kann in der neuen Version meine teuer gekauften VSCO-Presets nicht mehr importieren. Lassen sich unter Big Sur nicht mehr öffnen… Waddafuck?!

Hm… ma sehen, vielleicht bekomme ich die aus meinem LR 6 irgendwie exportier…

Äääh… Lightroom 6 öffnet sich nicht mehr…

So. Schnauze voll von Euch Idioten.

Amazon: Externe HD bestellt. – Es wird ein Backup gemacht. Dann mache ich den iMac platt, installiere wieder Sierra und allerhöchstens noch High Sierra und dann rennt der Rechner wahrscheinlich wieder wie neu und ich kann all die teuren Programme und Dienste wieder nutzen. Fickt Euch Apple und Adobe.

Apple… wir müssen reden.

Ein kleiner Blick über den Tellerrand der Photographie.

Ich arbeite seit ca 8 Jahren mit meinem Apple Macbook Alu Late 2008. Als ich es gekauft hatte, war noch OSX Leopard installiert. Im Prinzip… im Prinzip läuft das Ding seither wie ein VW Käfer. Im Prinzip.
Daneben nutze ich ein iPhone 5 (davor ein 4er), ein iPad 3, ein Apple TV und ein Apple Airport Extreme. Beruflich nutze ich noch ein iPhone 6.
Ich glaube, damit kann man sagen, ich bin Apple-User. Früher auch aus Überzeugung. Aber seit einiger Zeit gibt es ein paar Dinge, die mich sukzessive immer mehr an Apple stören.

Nun. Apple war immer hochpreisiger, als die Konkurrenz, aber in meinen Augen auch immer qualitativ hochwertiger, innovativer, langlebiger, benutzerfreundlicher. Das war mir den Mehrpreis absolut wert. Qualität kostet. Auch wenn sie von zarten Kinderhänden in China zusammengebastelt worden ist… oder so… ist ein anderes Thema.
Mit den neuen Produktreihen bei Apples Macbooks und iPhones hat sich aber so einiges eingeschlichen, das mir nicht gefällt. Zum einen ist das der exorbinant gestiegene Preis. Früher war vor allem das Speicheraupdate etc eine Frechheit – und ist es immer noch, vor allem, weil man den Speicher bei vielen Produkten nicht (mehr) selbst upgraden kann (das geht, glaube ich, nur noch beim 27“ iMac – ein Speicherupgrade von 8 auf 32 GB kostet hier 600 Euro); nein, jetzt ballert Apple den Preis für seine Produkte in Regionen, bei denen man sich durchaus fragt: geht’s noch? Denn vergleichbare Produkte der Konkurrenz, die idR auch leistungsfähiger waren (zumindest auf dem Papier), kosten da weniger als die Hälfte…

Beispiele:
Ein Macbook mit popligen 13“, 2 GHz und 8 GB RAM kostet inzwischen 1.700 Euro. Und da ist die neue, tolle Touch Bar noch nicht mal mit dabei. Die gibt es erst ab 2.000 Euro. Mal abgesehen davon, daß das jenseits von Gut und Böse ist – Apple Qualität hin oder her – kämpfen die neuen Modelle wohl extrem mit Grafikfehlern.
Ein halbwegs brauchbar ausgestattetes Laptop von Apple geht bei 2.700 Euro los. Ja… 2.700 Euro. Und da fehlt dann sogar der Kartenslot/CardReader, weil Apple ja seinen Kunden gerne erzählt, was sie brauchen und was nicht. Gut, ich selbst nutze einen solchen nie, weil ich die Kamera immer direkt verbinde – aber… ey… also, mal ehrlich…
Ein Laufwerk ist da natürlich nicht drin, denn das braucht niemand… und selbst wenn, könnte es keine BDs abspielen, denn die hat ja eh niemand…

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Mein Macbook ist immer noch OK – bis auf den Akku, der ist inzwischen am Ende; und diesen nun auszutauschen wäre wohl unwirtschaftlich; und ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht, was das kostet und ob das überhaupt noch möglich ist. Das Gerät hatte ganz am Anfang nur 2 GB RAM; dieses konnte ich irgendwann auf 8 GB upgraden, nachdem Apple dem kleinen grauen Wunderding ein BIOS-Update verpaßt hatte. Nur… war die Freude über den Geschwindigkeitszuwachs von nicht allzu langer Dauer. Denn – so löblich die kostenlosen OS-Updates auch sind – man wird ständig mit Nachrichten genervt, daß man sein Betriebssystem upgraden soll, ganz egal, ob das für die alte Kiste einen Sinn ergibt oder nicht. Dann wird vollmundig behauptet, die Geschwindigkeit würde sich sogar verbessern, was absoluter Käse ist. Und seit einiger Zeit funktionieren nicht einmal mehr die Updates – auch der Apple Support weiß keinen Rat, denn es sollte eigentlich funktionieren, aber es gibt irgendeinen Konflikt mit der Time Machine. Daß das OS (früher?) über jeden Zweifel erhaben war, steht für mich außer Frage. Aber so allmählich schleichen sich hier auch immer mehr Kleinigkeiten ein – habe ich das Gefühl, ich kann es aber nicht an etwas Bestimmtem festmachen.

Eines meiner weiteren Sorgenkinder ist iTunes. Mal abgesehen davon, daß ich noch immer nicht einfach mein iPhone anschließen und die Bilder manuell in den Finder ziehen kann (auf Windows geht das… Apple… Ihr Deppen…), iTunes ist seit einigen Versionen in seiner Bedienung einfach nur noch absolute Oberscheiße. Da ist nichts mehr intuitiv, logisch und einfach, es ist überladen mit Blödsinn und hat seine „Usability“ eigentlich komplett eingebüßt. Statt sich hier auf die gute alte Zeit zu besinnen, verschlimmbessert Apple alle Nase lang und immer weiter das Programm. Und mal ehrlich… die Synchronisation mit iPhone & Co ist sowas von schlecht beschrieben…

Und damit kommen wir zum neuen iOS 10. Das hat mein iPhone 5 erstmal deutlich langsamer gemacht. Davon aber abgesehen… wurde die Funktion „Slide to unlock“ abgeschafft. Eine Funktion, die einem inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen ist seit dem ersten iPhone – und derentwegen Apple andere Hersteller mit Patentrechtsklagen überhäuft hat ohne Ende. Jetzt muß ich zweimal den Home-Button drücken… Apple… MANN!! GEHT’S EIGENTLICH NOCH??!! Steve Jobs rotiert seit einigen Monaten in seinem Grab, da wette ich drauf…

Mein iPhone 6. Gemessen am Apple-Standard ist das wohl das verkackteste Smartphone des Herstellers (6s etc habe ich noch nie in der Hand gehabt). Mal abgesehen, daß das OS darauf dauernd ruckelt und das blöde Ding dauernd abstürzt… es ist (für mich) zu groß und ich finde die seitliche Button-Anordnung einfach nur noch deplatziert. Jedesmal, wenn ich den rechten Knopf mit einer Hand bedienen will, verstelle ich links die Lautstärke…
Wenigstens hat man hier auf die eigenen Kunden gehört und das iPhone SE gebracht, denn – ja Apple – das iPhone 4 und das iPhone 5 sind Legenden und sind vom Design her die besten, sowie auch von der Größe. Uns was soll das bitte, den Kopfhörer-Stecker abzuschaffen…?! Da wollt Ihr wieder einmal den Kunden vorgaukeln, was sie zu benötigen haben und was nicht. Apple… ich möchte Dich jetzt gerne ein wenig beleidigen. Fühl Dich einfach beleidigt.

Momentan habe ich einfach das Gefühl, daß Apple immer teuerer wird, dafür aber immer schlechter. Eigentlich spiele ich mit dem Gedanken, mir evtl. im Frühjahr 2017 (so die Kohle reicht) einen iMac 27“ 5K Dingsbums zu kaufen. Momentan nutze ich ja mein 8 Jahre altes Macbook zusammen mit einem 24“ ASUS-Bildschirm (weil die Screens bei Apple einfach blödsinnig teuer sind/waren), aber ich habe allmählich größte Bedenken, ob sich das noch lohnt…
Ich muß ehrlicherweise zugeben: ich hasse Windows. Und ich kann Microsoft nicht leiden. Im Job muß ich Windows 7 nutzen… es ist ok, leidet aber immer noch an seiner total beknackten Struktur, müllt sich laufend selbst zu und läuft einfach nicht rund – gut, kann auch an unserer beschissenen IT liegen… und die neuesten Windows-Versionen kenne ich gar nicht, darüber kann ich mir kein Urteil erlauben. Aber ich bekomme einfach bei Microsoft immer Bauchschmerzen. Ich habe Windows und PCs bis 2008 genutzt und immer selbst gebaut und genau aufeinander abgestimmt… und fand es irgendwann nur noch zum kotzen. Schon die ersten Tage mit meinem Macbook waren eine Offenbarung – und von da an hatte mich Apple. Aber so allmählich… ärgere ich mich immer öfter, und wer ärgert sich schon gerne?

Vielleicht liegt der Fehler ja auch bei mir und ich bin inzwischen einfach zu doof, Apples Produkte richtig zu nutzen… mag sein. Aber mir gefällt die Entwicklung nicht. Da läuft was nicht rund. Das ist jedenfalls mein Eindruck.

Auch Steve Jobs hatte nicht immer recht… er fand ein iPad mini immer unsinnig. Und es hat sich doch gut verkauft. Vielleicht auch nur deswegen, weil es von Apple war, keine Ahnung.
Ach, Apropos iPad… ich habe ja das iPad 3 – das eigentlich nicht „3“ heißt (auch hier rolle ich mit den Augen). Das Ding ging in die Geschichte ein als schlechtestes iPad aller Zeiten. Das Ding ruckelt, muckt und kackt eigentlich bei allem ab. Und dennoch sollte ich dauernd neue Software draufknallen, um es noch langsamer zu machen. Prall. Das Ding wird hoffentlich auch bald ersetzt – aber so leicht trennt man sich nicht von solch einer Menge Geld. Das Ding muß noch eine Weile seinen kläglichen Dienst tun.

Über die Apple Watch vermag ich nichts zu sagen. Ich habe mal in einem Apple Store damit rumgespielt, aber für mich is das nix. Ich trage sowieso nie Uhren.

So. Genug gejammert für einen Morgen. 😀
Aber das mußte einfach mal raus.
Und ich sehe es kommen… natürlich bleibe ich bei Apple – aber… vielleicht kommt demnächst ein Windows-Laptop dazu… ich spiele schon länger mit dem Gedanken, eben weil mich die Preise bei Apple einfach abnerven – ob ich es mir nun leisten kann oder nicht, ich bin nicht bereit für solche Produkte derart viel Geld auszugeben – weil sie es irgendwann einfach nicht mehr wert sind. Auch nicht beim Wiederverkauf.

Welche Brennweite hat eig. das iPhone?

Guten Abend zu einem kleinen Quick-Tipp 🙂

Der eine oder die andere nat sich vielleicht schon einmal die Frage gestellt, welche Brennweite eigentlich das iPhone hat. Nun, die Frage möchte ich heute beantworten. Ich selbst nenne ein iPhone 5 mein eigen, und dieses hat nat. eine Festbrennweite installiert. Der Sensor hat meines Wissens die Größe von ⅓ “. Umgerechnet auf das Vollformat (Kleinbild) ergibt das eine Brennweite von 33mm.

Die neueren iPhones 5s, 5c, 6 und 6s haben, wenn ich richtig gelesen habe, leicht größere Sensoren, dürften aber auch irgendwo zwischen 30 und 35mm landen.

Wie das bei Android-Phones aussieht, kann ich leider nicht beantworten. Ich habe aber schon welche in der Hand gehabt (zB von Huawei), da war das Bild deutlich enger; vermutlich um die 50mm.

Wer sich auch schon darüber geärgert hat, daß man den Bildern in der Bibliothek („Fotos“ unter iOS) keinerlei Infos über Blende, Belichtungszeit oder Aufnahmedatum entlocken kann, dem empfehle ich an dieser Stelle die App „ViewExif“ aus dem AppStore. Die App kostet 99 Cent, ist dafür aber hübscher und funktioneller als kostenlose Varianten. Es gibt auch teuere, die man aber eher nicht braucht.

Paukenschlag!! Apple kauft Sony


Die IT-Branche hat ihre nächste Sensation. Laut übereinstimmenden Berichten auf diversen IT- und Wirtschaftsseiten, haben Apple und Sony heute morgen in einer gemeinsamen Erklärung angekündigt, daß Apple bereits zum dritten Quartal dieses Jahres den Multimediakonzern Sony übernehmen wird.

Sony – seines Zeichens Schöpfer von Fernsehern, Kameras, Mobiltelefonen, aber auch Musik- und Filmstudioinhaber bietet Apple somit die einmalige Chance, direkt in noch fehlende Märkte vorzudringen und sich als Konzern weiter und breiter aufzustellen. Sony hat in den letzten Jahren immer mal wieder auf einigen Sektoren geschwächelt und bekommt so einen starken Partner an die Seite gestellt. Vor allem das Sensorgeschäft, die boomende Kamerasparte und der TV-Markt dürften für Apple hier Synergien versprechen.

Als ersten Ausblick auf kommende Produkte (der Apple-Fernseher ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit) konnte man schon ein oder zwei Dinge präsentieren, an denen man in den vergangenen Monaten im Geheimen gewerkelt habe. So sollen iPhones und iPads enger mit TV-Geräten und anderen Sony-Produkten zusammenarbeiten (Airplay + Haushaltsvernetzung) – vor allem aber soll es endlich eine Mittelformatkamera geben, bei welcher das iPhone als Monitor dienen soll. Das Mobiltelefon kann ganz einfach hinten in den Kamerabody eingeklickt werden und sitzt dabei auf einer Art Schlitten, der herausgeklappt und gedreht werden kann. Ferner läßt sich das iPhone mit der neuen (60 MP-Kamera) per WiFi verbinden; zudem sorgt das iPhone-interne GPS-Modul für das automatische Tagging der aufgenommenen JPEG und RAW-Dateien.

Die Firmenzentrale wird weiterhin in Cupertino liegen – aber auch Sonys jetziger Firmenhauptsitz in Tokio wird beibehalten; von dort aus wird der Asienmarkt gelenkt werden.

Auch werden die Logos zusammengeführt: erst der Apfel und dann der bekannte Sony-Schriftzug.

Die Unternehmen passen beide durchaus zusammen. Sowohl Apple, als auch Sony haben sich dem Design verschrieben und der userfreundlichen Funktionalität. Das neue Unternehmen wirft einen Jahresumsatz von ca. 250 bis 300 Milliarden Euro ab. Das ist mehr als so manches Bruttoinlandsprodukt eines Staates.

Der neue Elektronikkonzern produziert damit eine Vielzahl von Produkten:

  • Smartphones
  • Tablets
  • TV-Geräte
  • A/V-Verstärker
  • MP3-Player
  • Radios
  • Computer
  • Kameras
  • Spielekonsolen
  • Speicherkarten- und Sticks
  • Prozessoren und Sensoren
  • Kino- und TV-Filme
  • Musik

Gerade auch im Hinblick auf Apples Bestreben, über das AppleTV die Film- und Fernsehlandschaft zu revolutionieren, dürfte diese Übernahme das Vorhaben etwas leichter gestalten.

Im Laufe des Tages soll noch eine gemeinsame Pressekonferenz folgen – Näheres dann hier. Zum Kaufpreis haben sich die beiden Konzerne noch nicht geäußert.

PS:
APRIL!! APRIL!! 😀

Welchen RAW-Converter soll ich benutzen?

Ha! Eine Gretchenfrage…

Aber: was ist denn eigentlich RAW-Converter?
Nun, bei modernen Kameras kann man idR in zwei verschiedenen Modi seine Bilder aufnehmen: JPEG und RAW.
Wie der Name schon sagt, ist ein RAW eine Rohdatei, die sämtliche Informationen unkomprimiert enthält und damit den größten Spielraum bei der elektronischen Bildverarbeitung („Filmentwicklung am PC“) bietet. Wer also im Nachhinein seine Bilder tunen will, sollte in RAW photographieren.

Ich kenne bislang vor allem drei für Photographen relevante Bildbearbeitungs-/Katalogisierungsprogramme:

– Adobe Photoshop Lightroom
– DxO Optics Pro/Elite
– Apple Aperture

Eine Frage, die sich viele stellen, ist: „brauche ich auch das richtige Photoshop?“
Die Antwort ist: jein
Es gibt einige Funktionen, die man als Photograph nutzen kann, die aber letztlich den horrenden Preis nicht rechtfertigen. Man kann hier viel mit externen Drittprogrammen und Filtern für Lightroom erreichen.
OK, also eigentlich ist die Antwort dann jEIN. Winziges Ja, riesiges NEIN.
Ich nutze mein uraltes Photoshop CS3 eig nur noch, um JPEG-Panoramas zu machen, und selbst das immer seltener.
Hinzu kommt, daß Adobe bei seinen Programmen (außer bei Lightroom) auf ein Abomodell umgestellt hat; man kann deren Software also nicht mehr kaufen, sondern muß sie monatlich mieten.
Und dazu kann ich nur sagen: FUCK YOU ADOBE!!
Daher ist meine Empfehlung zu Photoshop Pro für (Amateur-) Photographen: in die Tonne damit.

Von Adobe gibt es, davon abgesehen, eine abgespeckte Versione namens Photoshop Elements, die viele Dinge kann, die auch in der professionellen Version enthalten sind.
Der größte Unterschied ist der Preis:
Elements: EUR 70,-
Photoshop: über EUR 1.000,-
Lightroom: ca. EUR 100,-

Wie man sieht: Elements und Photoshop CC (so der Name der Pro-Version) ergeben für den Normalphotographen absolut keinen Sinn.
Klare Empfehlung: Lightroom

Aperture von Apple gibt es nur für Mac OS für ca. EUR 70,- und auch nur als Download via MacAppStore. Zudem ist Aperture seit langem in der Version 3 verfügbar und es scheint seitens Apple keine Plände zu geben, bald die Version zu bringen.
Als Lightversion kann man noch Apples iPhoto nennen.

Ach so, ja, von Google gibt es noch Picasa, das aber, trotz des geringen Preises von 0 Euro wegen der AGB und der selbst eingeräumten Nutzungsrechte in der Kritik steht. Kann ich nicht empfehlen.

DxO Optics Pro/Elite ist die einsteigerfreundlichste Variante (evtl.), aber mitt 200 bzw 300 Euro nicht gerade günstig. Die Ergebnisse sind schnell erreicht vor allem wegen einer gigantischen Anzahlt von Profilkorrekturen für Kamera-Objektivkombinationen.

RAW-Converter ansich gibt es idR von jedem Kamerahersteller kostenlos entweder auf CD zur Kamera dazu oder als Download (Canon EOS Utility oder Sony Image Data Converter).

Es gibt nich das Programm Capture NX, das ich aber leider nicht kenne und nie benutzt habe.

Ich habe einige Jahre mit Aperture gearbeitet, bis ich doch auf Lightroom umgestiegen bin. Die Bildverwaltung ist einfacher und irgendwie weniger restriktiv. Aperture ist dennoch ein sehr gutes Programm, das sich vor allem in das Look-and-Feel von MacOS sehr gut mit seinem Workflow integriert. Mir haben am Ende aber einige Funktionen gefehlt, die Lightroom detaillierter bietet, wie bspw. bei der Farbverwaltung-/bearbeitung.
Auch die Bearbeitung in Schwarz-Weiß ist in Lightroom besser gelungen, bzw. die Handhabung des Kontrastumfangs etc pp.
Aperture war anfangs übersichtlicher, aber hat man sich mit Lightroom vertraut gemacht, kann man schnell umsteigen. Ich finde LR inzwischen leichter und intuitiver zu bedienen als Aperture.

Neben der Bildbearbeitung ist vor allem die Bildverwaltung das große Plus der RAW-Converter. Denn mit diesen Programmen kann man sich endlich von der mühsamen Suche in Ordnern verabschieden und kann seine Bilder mit Schlagworten versehen, sortieren, filtern uvm.

Meine Kaufempfehlung geht daher klar an Adobe Photoshop Lightroom, trotz der für andere Programme aus deren Portfolio fragwürdig eingeführten Abopolitik, weil Umfang, Zugang und Handhabung zu diesem Preis einfach das beste Gesamtpaket bilden.
Wer Anfänger ist und das nötige Kleingeld hat, sollte zu DxO Optics Elite greifen.
Wer sich nicht in weitere Kosten stürzen möchte, nachdem die Kamera bereits das Budget aufgefressen hat, sollte zur Bearbeitung den herstellereigenen RAW-Converter nutzen und die Bildverwaltung eigenhändig übernehmen oder über Drittprogramme realisieren, wie bspw. iPhoto oder ggf ACDSee oder ähnliches; hier dürfte man im Netz rasch fündig werden.