Als ich mir meine erste DSLR kaufte

Gerade sitze ich am Rechner, betrachte einige meiner Aufnahme auf der Festplatte und auf Flickr und muß plötzlich an meine Anfänge zurück denken. Was war das für eine Zeit… als Kind habe ich eine alte Minolta Kompakt-Knipse gehabt, später eine SLR (X-700) und wußte mit beiden eig. nichts anzufangen. Ich kann mich erinnern, daß mein Vater einmal versucht hat, mir die Belichtungskorrektur zu erklären, daß muß in etwa so gewesen sein, als blickte man in die verständnislosen Augen einer Katze, der man versucht, Schrödingers Gleichung nahezubringen. Damals war – glaube ich – irgendwas um 10, 11 oder 12 Jahre alt.

IMG_2521

Ich habe die Photographie lange aus dem Blick verloren, verdrängt und vergessen.

Dann, es war im Jahre des 20. Jubiläums von Rock am Ring, sah ich mich „gezwungen“, mir eine neue Kompaktknipse zu kaufen, da die sicherlich tadellos begeisternden Momente auf diesem Festival zweifellos für die Ewigkeit festgehalten werden mußten. Es kam eine Canon Digital IXUS 30 ins Haus mit 3 Megapixel Auflösung.

Bildquelle: Canon

Und weil die Werbung mir versprach, daß in diesem kleinen Ding der gleiche Bildverarbeitungschip steckt, der gleichsam in den großen Profi-Kameras sein Wunderwerk verrichtet, konnte diese Kamera einfach nur die beste sein für meine Zwecke – außerdem: alle sagen, Canon ist total geil. Na also. Alles richtig gemacht.

– Pause für die Lacher –

Eine Sache hat diese kleine (von monströsen chromatischen Aberrationen geplagte) Kamera jedoch bewirkt: sie hat in mir den unbändigen Willen geweckt, aus der Photographie mein neues Hobby zu machen.
Nun steckte ich damals mitten in einer von vielen Ausbildungen, Studien und verzwickten Lebenserfahrungen geprägten Zeit, die es mir unmöglich gemacht hatte, mich meinem neuen Hobby intensiv zu widmen. Ich habe mir fortan so ziemlich jede Monatszeitschrift über Photographie gekauft, die ich habe in die Finger bekommen können. 2 Jahre lang habe ich gelesen, gelesen, gelesen und geträumt. Bin mit meiner Knipse wandern gegangen, habe so ziemlich alles abgeknallt, was auch nur im entferntesten interessant aussah, habe Abertausende von Bildern ohne jeden Inhalt geschossen und mich immer gewundert, warum meine Photos alle so komisch aussehen, die von allen anderen aber soooo geil. Vor allem diese Dinger, die aussehen wie gemalt… boooaaah, krass!! Wie geht sowas??!! Ich brauche endlich eine Spiegelreflexkamera, verdammt!!
Ja, was ich meinte, waren diese unsäglichen HDR, die ich heute einfach nur noch zum kotzen finde…

IMG_2283

IMG_2291

IMG_2640

IMG_3158

IMG_3754

IMG_0900

IMG_0906

IMG_0919

IMG_2302

IMG_2308

IMG_2321

IMG_2430

Leider kann ich Euch nicht allzuviele meiner alten Schandtaten zeigen, da vor einigen Jahren ein Festplattencrash fast alle meiner Photos von 2005 bis 2013 zerstört hat…
Jedoch waren nicht alle Bilder, die ich mit dieser kleinen Kamera geschossen habe schlecht – das untenstehende ich sogar unbearbeitet:
Print Media Lounge, Heidelberg

Ich erinnere mich gut daran, wie ich so in meinen Zeitschriften blätterte (fotoMAGAZIN, ColorFOTO, FOTOHITS und viele, viele mehr) und allenthalben von „Weitwinkelzooms“, „Telezooms“ und allem möglichen anderen die Rede war und ich schlicht und ergreifend überhaupt keinen Plan hatte, was die eigentlich meinen…
Irgendwann war dann natürlich der Groschen mal gefallen. Und 2007 war es dann soweit – ich wollte unbedingt endlich eine DSLR. Ich hatte die Schnauze sowas von voll mit meiner Scheißknipse zur die Gegend zu ziehen, ich wollte endlich diese sauscharfen, saugeilen und sauhdrmäßigen Bilder schießen!!
Also bin ich nach der Arbeit – und nach dem nächsten, rasch eingerichteten Dispokredit (ja… tatsächlich) – in den nächstbesten Blödmarkt geschlappt und habe mir eine Canon EOS 400D gekauft. Warum ausgerechnet die? Nun, alle Zeitschriften waren der klaren Ansicht, daß die ganzen Canons einfach nur saugeile Kameras sind, die alles andere wie Schulmädchenspielzeug dastehen lassen. In all den Zeitschriften ging es idR immer nur um Canon und Nikon… ab und zu ließ man wohlwollende Worte über Nikon fallen, aber idR war Canon das Nonplusultra – und da ich ja schon Canon besaß (haha… Knipsdings…), war klar, daß es wieder eine dieser überragenden Geräte sein sollte. Eine EOS 5D konnte ich mir nicht leisten. Das pißte mich auch an. Und selbst die nächstgrößeren waren weit jenseits dessen, was möglich war. Verdammt. Wäre übrigens eine 30D oder eine 40D gewesen.
Aber: die kleine Kamera (die 400D) sah sehr geil aus, fühlte sich toll an – so richtig groß und schwer… geil. Jetzt war ich auf dem richtigen Weg!!

Bildquelle: Canon

Gleich am ersten Abend habe ich mich drinnen und draußen hingestellt und meine ersten Photos geschossen.
Im Automatikmodus.

– Pause für Kopfschüttler –

Nachdem ich irgendwann begriffen hatte, wofür die ganzen Knöpfe und Räder eigentlich gut waren, kamen allmählich und Stück für Stück bessere Aufnahmen zum Vorschein. Keine guten – noch lange nicht – aber sie wurden besser. Und vor allem: ENDLICH HDR!!
O Mann…
Vor allem die HDR waren so dermaßen beschissen… aber ich mußte einfach von allem eine Belichtungsreihe machen – egal wo ich war und was das Motiv war… und wenn es noch so ungeeignet war: HDR war das Maß aller Dinge.

_MG_3676_77_78_79_80_tonemapped_scharf

Johanneskirche Leutershausen F22 nah

_MG_1945_6_7_tonemapped2

IMG_1141_entwickelt_1_ps

Weinheim - Bahnhof - Februar 2010 - f9 - mit Zug - IMG_9321_2_3_4_5_tonemapped_scharf

2009 war es glaube ich, als ich mir mein ersten Telezoom gegönnt habe. Ein Tamron 70-300mm. Und natürlich hatte ich vom Crop-Faktor zwar gehört, aber nicht wirklich gerafft, was das eigentlich soll… und EF und EF-S? Hä?
Es war schon zu Ohren gekommen, daß da eine „Brennweitenverlängerung“ stattfindet… wie soll das möglich sein?! Magie? Alientechnik?

Ja, so war das…

Und dann habe ich tatsächlich eine Zeit gehabt, in der ich fast gar nicht mehr photographiert habe. Der Job hatte mich gut eineinhalb Jahre so dermaßen zwischen seinen fiesen Krallen, daß ich froh sein konnte, wenn die Woche inkl. Fahrzeiten nur 70 Stunden hatte… Da war an rumlaufen und photographieren nicht mehr zu denken. Nur noch an schlafen.

Irgendwann war aber auch das wieder vorbei und ich hatte schlagartig wieder Lust auf mein Hobby. Und auch wieder auf ganz viele HDRs…
Zum Glück wurden auch die HDR wenigstens teilweise etwas besser:
Weinheim im Winter

Tunnel bei Nacht

Jesuitenkirche Mannheim

Aber hier gilt, natürlich habe ich mit dieser Kamera (zum Glück) nicht nur totalen Mist produziert:
Hin und zurück

Aber auch da ist irgendwann der Groschen gefallen. Dann habe ich aus Unachtsamkeit… na ja, mehr Dummheit, meine Kamera zerstört – bzw. den Verschlußvorhang beschädigt – und ich habe eine Reparatur als absolut unwirtschaftlich empfunden. Was sie sicherlich auch gewesen ist – aber immer noch günstiger, als eine neue Kamera.
Nichts desto trotz habe ich mir eine neue Kamera als Übergangslösung gekauft: eine Canon SX50 SH. Superzoom – geil. Hey, die kann ja auch RAW – die ist bestimmt geil.

Bildquelle: Canon

Nein, ist sie nicht. Und damals ist dann auch der Groschen gefallen hinsichtlich der Bedeutung der Sensorgröße für das Freistellen von Motiven etc.
Mit dieser Kamera unterwegs zu sein war eine Katastrophe und zum ersten Mal merkte ich, daß ein bestimmtes Stück Ausrüstung meinen Ansprüchen nicht mehr genügte. Das Ding mußte weg.

Das eine oder andere Mal, kam aber auch was halbwegs brauchbares dabei raus:
Storch

Mannheim Mühlauhafen Panorama II

Es hat aber wieder einige Monate gedauert… aber zu diesem Zeitpunkt habe ich endlich angefangen, mich intensiver mit Herstellern und deren Modellen auseinander zu setzen und vieles zu hinterfragen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt war klar: eine Vollformatkamera soll es werden. Besseres Rauschverhalten, besseres Freistellen, kein Umrechnen mehr bei der Brennweite usw.
Ich habe mir viel Zeit gelassen und meine Meinung sehr oft revidiert und mich immer wieder umentschieden.
Canon 5D III, Canon 6D, Nikon D600/D610, Nikon D800, Sony A99… diese waren alle in der engeren Wahl. Hauptsache groß und schwer, damit ich mich endlich mal wie ein Profi fühlen konnte. Ich Depp… – warum es am Ende dann die A99 geworden war, kann ich nicht mal mehr sagen. Ich weiß nur noch, daß ich vor der A7 stand und mir dachte: bäh, die is viel zu klein – ich hab Männerhände und will was anständiges haben… Ich Depp.
Und dennoch – ich habe meine A99 zwar letztlich verkauft, vermisse sie aber dennoch ein wenig – denn es ist eine wirklich hervorragende Kamera!!

IMG_2516

Auf jeden Fall hat auch dieser Kauf einmal mehr mein Hobby neu beflügelt und nach dem Interesse der letzten Jahre eine regelrechte Begeisterung geweckt. Mein erstes richtiges Bild mit der neuen A99 und dem Tamron 24-70mm war – glaube ich – das hier (jedenfalls eines der ersten):
Marktplatz, Weinheim

Tja, und ab da… ging es – das bilde ich mir zumindest ein – stetig aufwärts. Und zum Glück macht mir mein Hobby noch immer Spaß und ich suche wohl auch noch immer nach der nächsten photographischen Herausforderung.

Bis zum nächsten Mal, also 🙂

Für absolute Anfänger: was ist was an der neuen Kamera?

Die Kamera
Ok, übertreiben wir es nicht, ich gehe davon aus, daß jeder, der sich eine Kamera kauft, auch weiß, daß er eine gekauft hat und in etwa weiß, was man damit so macht. 😀
IMG_2521

Das Objektiv
Das Objektiv ist das Auge der Kamera. Es fängt das Licht und bündelt es in mehreren Linsen, die es dann auf den lichtempfindlichen Bildsensor in der Kamera werfen und so das digitale Bild erzeugen, das vom Bildprozessor verarbeitet, im Sucher angezeigt und auf der Speicherkarte gesichert wird. Bei klassischen und digitalen Spiegelreflexkameras nimmt das Licht bzw. das Bild einen Umweg über ein Prisma, um im Sucher ein Bild zu erzeugen.
IMG_1228

Der Sucher
Der Sucher sitzt idR am hinteren oberen Ende der Kamera (das kleine „Fenster“ zun durchgucken). Es gibt elektronische und optische Sucher, und manchmal gar keine, sondern nur das Display auf der Rückseite der Kamera. Durch den Sucher betrachtet man das Bild, das von Objektiv, ggf Spiegel und/oder Sensor erzeugt wird.
IMG_2584

Die Brennweite
Als Brennweite bezeichnet man den Abstand zwischen einer Linse (im Objektiv) und dem Brennpunkt (ganz ähnlich wie bei einer Lupe und einem dem Feuertod geweihten Objekt am Boden). Die Brennweite wird auf dem Objektiv in mm angegben und zeigt einem, ob man ein Objekt nah heranholen kann oder eher von weiter weg photographiert. Kurze Brennweiten (z. B. 17mm, 24mm oder 35mm) bezeichnet man als Weitwinkel, man bekommt also viel auf das Bild. Lange Brennweiten (z. B. 100mm, 200mm oder 500mm) bezeichnet man als Teleobjektiv (wie beim Teleskop, was „fern sehen“ bedeutet); man holt mit einem Tele also Objekte näher heran, bekommt aber weniger auf das Bild (vom gleichen Standort aus). Als Standardbrennweite bezeichnet man die 50mm, denn bei diesem Bildwinkel entspricht die Aufnahme in etwa dem, was das menschliche Auge sieht. Die Brennweitenbezeichnungen gelten i.Ü. hauptsächlich für das sog. „Kleinbild“ bzw. „Vollformat“, also einer Sensorgröße, die in ihren Abmessungen etwa denen des alten 35mm-Films entspricht.

Focal-length“ von HenrikEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Die Blende
Wenn das Objektiv das Auge ist, ist die Blende die Iris. Mit ihr reguliert man den Lichteinfall, also die Menge an Licht, die auf den Sensor treffen soll. Die Blende wird in Zahlen und zusätzlich oft mit dem Buchstaben „f“ angegeben (z. B. f = 2.8 oder f/1.4, manchmal auch in der Form 1:2.8). Eine kleine Blendenzahl (z. B. f/2.8) gibt an, daß die Blende weit geöffnet ist und viel Licht durchläßt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer hohen Lichtstärke. Dementsprechend bezeichnet eine große Blendenzahl (z. B. 22) eine kleine Blendenöffnung. Es kommt also weniger Licht durch. Die Blende sitzt am hinteren Teil des Objektivs und besteht aus sog. Lamellen. Heute üblich ist die Angabe der Blendenreihe in Drittel-Blendenstufen; die ganzen Stufen sind: 1 – 1.4 – 2 – 2.8 – 4 – 5.6 – 8 – 11 – 16 – 22 – 32
Lenses_with_different_apetures
Lenses with different apetures“ von KoeppiKEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

ISO
Das Kürzel steht eigentlich für „International Organization for Standardization“ (Internationale Organisation für Normung). Mit dem Kürzel meint der Photograph die Angabe der Filmempfindlichkeit nach der ISO-Norm 5800. Zu analogen Filmzeiten gab dieser Wert auf einer Filmrolle an, ob bei gleichen Einstellungen kürzer belichtet werden kann. Die Werte für die Lichtempfindlichkeit bei Film wurden bei digitalen Sensoren übernommen; die chemischen und elektronischen Prozesse haben aber nichts miteinander zu tun. Man kann sich folgendes merken: kleine ISO-Zahl = geringe Lichtempfindlichkeit = geringe Bildfehler (sog. „Rauschen“); hohe ISO-Zahl = hohe Lichtempfindlichkeit = viele Bildfehler. Man kann sich auch merken: eine volle ISO-Stufe entspricht einer kompletten Blendenstufe. Bsp.: benötigt man für eine Aufnahme eine Blende größer als f/4, weil man mehr Licht für eine korrekte Belichtung der Aufnahme braucht, kann man (zB) die ISO-Empfindlichkeit von 200 auf 400 erhöhen, was einer Blende von 2.8 entspricht. Dies bedeutet, daß man bei gleicher Lichtmenge und gleicher Blendenöffnung nicht länger belichten muß. Heute übliche ISO-Werte sind: 50, 100, 200, 400, 800, 1600, 3200, 6400, 12800, 25600, 51200, 102400, 204800, 409600.

Die Belichtungszeit
Neben ISO und Blende entscheidet als drittes Element die Belichtungszeit über das Ergebnis unseres Lichtbildes. Je länger wir belichten, desto mehr Licht wird gesammelt. Auch hier gilt: eine Verdoppelung der Belichtungszeit entspricht einer kompletten Blende bzw einer kompletten ISO-Stufe. 1/30 Sekunde läßt doppelt so viel Licht rein, wie eine 1/60 Sekunde. Die Belichtungszeit gibt also an, wie lange der Kameraverschluß offen bleiben soll.

Bildrauschen
Als Bildrauschen (oder auch Farbrauschen oder nur Rauschen, manchmal auch Körnung oder nur Korn) bezeichnet man eine bestimmte Art von Bildstörung. Sie kann bspw. bei langen Belichtungszeiten oder vor allem auch bei der Wahl von sehr hohen ISO-Werten auftreten.
6400

Der Auslöser
Nun, der Auslöser ist schlicht und ergreifend der kleine Knopf, der beim Drücken das Bild schießt, die Aufnahme also auslöst und damit den Belichtungsvorgang startet.

Der Verschluß/-vorhang
Man kann sich das ganze wie ein Theaterstück vorstellen. Zuerst ist der Vorhang offen und die Bühne leer. Das Skript sagt, was passieren und wie das Bühenbild aussehen soll. Man zieht an den Seilen… der Vorhang fällt, die Bühne wird mit Personen befüllt, der Vorhang hebt sich, alles erstrahlt im Licht, der Vorhang fällt wieder. Das Bild ist im Kopf. So ähnlich funktioniert auch der Kameraberschluß: man wählt einen Bildausschnitt, legt ISO, Blende und Belichtungszeit fest und drückt den Auslöser. Der Verschluß gibt den Sensor frei, Licht fällt, der Verschluß schließt sich, das Bild ist gemacht.
Interessant dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlitzverschluss

Das Bajonett
Das Bajonett ist die Verbindung zwischen Objektiv und Kamera, also quasi das Schraubgewinde (Mutter und Schraube – wobei die Kamera die Mutter und das Objektiv die Schraube ist… oder so) – jeder Hersteller hat hier sein eigenes Bajonett (oder gleich mehrere pro Hersteller), was ziemlich schade ist. Eine Normierung wäre hier gar nicht mal blöd – würde aber vielleicht auch der einen oder anderen Entwicklung im Wege stehen. Auf jeden Fall hat das Kochen der eigenen Süppchen zur Folge, daß man vor allem beim Kauf von Objektiven eines Dritthersteller ganz besonders aufpassen muß, auch dasjenige mit dem korrekten Anschluß zu kaufen – also bspw. ein Tamron mit einem Anschluß für Canon, Nikon oder Sony etc.; Bekannte Bajonette (oder auch enlg.: Mounts) sind bspw.: Canon EF & EF-S, Nikon F, Sony A & E, Fujifilm X, Leica M

Das Zoomobjektiv
Ein Zoom-Objektiv zoomt… überrascht nicht wirklich, eh? Man kann mit einem Zoomobjektiv also mehrere Brennweiten auf einmal abdecken (bspw. 24mm bis 70mm oder 70mm bis 200mm).

Das Teleobjektiv
Ein Teleobjektiv ist ein Objektiv mit einer festen Brennweite, die dazu da ist, weiter entfernt Objekte näher abzubilden. Man spricht hier von kleinen, mittleren und großen Telebrennweiten, als z. B. 70mm, 135mm und 300mm.

Die Festbrennweite
Die Festbrennweite ist, wie der Name schon sagt, ein Objektiv mit einer festgelegten Brennweite – man kann also nicht zoomen. Übliche Festbrennweiten sind z.B.: 24mm, 35mm, 50mm, 70mm, 100mm, 135mm, 200mm, 300mm, 400mm, 500mm

Das Weitwinkelobjektiv
Das Weitwinkelobjektiv ist ebenfalls wie das Teleobjektiv eine Festbrennweite, bildet aber einen weiteren Bereich ab, man bekommt also mehr auf das Bild. Man benutzt diese Objektive üblicherweise in der Landschafts- und Architekturphotographie. Klassische Weitwinkelbrennweiten sind demnach z.B. 24mm, 28mm, 35mm

Das Ultraweitwinkelobjektiv
Ein Ultraweitwinkel bildet noch weiter ab und ist manchmal auch als Fisheye erhältlich.

Das Makroobjektiv
Makroobjektive sind für Nahaufnahmen gedacht und sind idR in Brennweiten um die 100mm erhältlich – es gibt auch welche mit 50mm und 180mm etc.

Das Normalobjektiv
Das Normalobjektiv bzw die Standardbrennweite bildet in etwa das Sichtfeld des menschlichen Auges ab und hat ca. 50mm.

Kombinationen
Aus den o. g. Beispielen lassen sich z.B. Kombinationen bilden:
Weitwinkel-Zoom (z.B. 16-24mm), Standard-Zoom (24-70mm), Tele-Zoom (70-200mm)

Die Schärfentiefe
Die Schärfentiefe beschreibt, von wo bis wo ein Objekt auf dem Bild scharf abgebildet wird. Nimmt man bspw. ein Portrait auf (also z.B. den Kopf eines Modells), dann möchte man idR, daß der Kopf scharf, der Hintergrund aber unscharf abgebildet wird. Dieses Verhältnis von Schärfe und Unschärfe bezeichnet man als Schärfentiefe, also von wo bis wo beim Blick in die Tiefe des Bildes scharf abgebildet wird – wenn sich das Objekt vom Hintergrund durch seine Schärfe abhebt, spricht vom „Freistellen“ des Objekts und einer geringen Schärfentiefe. Soll dagegen möglichst alles auf einem Bild scharf sein, also Vorder- und Hintergrund (so, wie man es üblicherweise bei Landschaften haben möchte), spricht man von einer großen Schärfentiefe. Der oftmals ebenfalls verwendete Begriff „Tiefenschärfe“ meint das gleiche, ist aber falsch.
Bild 1 zeigt eine geringe Schärfentiefe, Bild 2 eine große Schärfentiefe:
Gras

Schöne Aussicht III

Bild 1 wurde aufgenommen mit einer 100mm Festbrennweite (einem Makro-Objektiv); Bild 2 wurde aufgenommen mit einem Weitwinkel-Zoom-Objektiv (17-35mm).

Grundsätzlich erzielt man eine geringe Schärfentiefe mit offener Blende (also kleiner Blendenzahl) und/oder einer geringen Entfernung zum Objekt. Eine höhere Schärfentiefe wird idR erreicht durch ein (schrittweises) schließen der Blende (z.B. „abblenden“ auf f/8, f/11 oder f/16). Lesenswert hierzu: https://de.wikipedia.org/wiki/Schärfentiefe

Und wie hängt das alles nun zusammen?
Tja, das ist der Gag bei der Sache 😀
Und das würde jetzt auch ausarten… aber kurz soviel:
Wer schnelle Objekte einfangen und deren Bewegung einfrieren möchte, der braucht sehr kurze Belichtungszeiten (zB 1/4000 Sekunde). Um solche Belichtungszeiten zu ermöglichen, muß man idR die Blende öffnen, damit genug Licht einfällt. Und hier kommen wir zu einem der wichtigsten Dinge in der Photographie: dem Belichtungsdreieck.

Diese drei Dinge hängen bei der korrekten Belichtung eines Bildes zusammen:
ISO
Brennweite
Belichtungszeit

Beispiele:
Schließe ich die Blende, verlängert sich die Belichtungszeit – ich muß dann den ISO-Wert erhöhen.
Verkürze ich die Belichtungszeit, muß ich ggf die Blende öffnen oder den ISO erhöhen.
Öffne ich die Blende, kann ich die Belichtungszeit verkürzen oder den ISO-Wert verringern.
usw.

——–

So. Ich hoffe, der Beitrag hilft einigen, die zum ersten Mal die Kamera in die Hand nehmen. Wichtig ist, daß man sich intensiv mit dem Handbuch seiner Kamera beschäftigt und natürlich diesen Blog liest 😀
Wenn irgendwo Fehler im Text sind: einfach einen Kommentar abgeben – nobody’s perfect 😉

Wer Photographie lernen will, muß sich auf ein Gebiet spezialisieren. Oder?

Gegenfrage: wer lesen lernen will, soll sich auf einen Buchstaben konzentrieren.
Ergibt das einen Sinn? Nein? Ach…

Über dieses Thema gibt im Netz reichlich Meinungen, Artikel, Pamphlete, Weissagungen und vieles mehr. Ich persönlich finde es schlicht und ergreifend schwachsinnig, irgendwann zu sagen: wenn ich in meinem Hobby was erreichen will, dann mach ich ab jetzt nur noch das.

Nun, es schadet sicher nicht, sich anfangs mit etwas bestimmtem auseinander zu setzen und sich erst einmal auf eines zu konzentrieren – wenn einem das aber erkennbar nicht liegt und man es nicht merkt, geht man vielleicht davon aus, daß Photographie insg. nichts für einen ist, obwohl andere Gebiete vielleicht mehr Spaß machen – wer weiß?

Wer sich denkt: „Hm, Häuser laufen nicht weg, die knipse ich jetzt erst einmal ein paar Monate lang…“ – nun, der kann vielleicht gleich richtig daneben greifen. Entweder die Ergebnisse sind nix und werden auch nicht besser und man läßt es dann bleiben oder man ist irgendwann davon einfach angeödet und meint, überall wäre es genauso.

Ich persönlich finde es spannender, sich mit Grundregeln zu befassen, wie dem korrekten Bildaufbau und dergleichen. Denn letztlich folgt jedes Sujet im Großen und Ganzen den gleichen Regeln. Und wer sagt denn, daß man gefälligst nur eines machen darf, wenn man Lust auf alles hat?

Mir geht es immer so: wenn ich 4x hintereinander Landschaften abgelichtet habe, dann können die noch so schön sein und es kann noch so viel Spaß gemacht haben, aber dann will ich meistens ziemlich schnell etwas ganz anderes photographieren.
So erging es mir jetzt auch wieder. Ein paar Mal draußen in der „Wildnis“ – und auch einmal: Hey, die blöde Blitzanlage liegt seit nem halben Jahr nur rum… ich will jetzt endlich mal wieder ein Portrait schießen.

Im Dezember ging es mir auch so – dauernd dies und das… und dann die Stuttgarter Stadtbibliothek!! Das war auf einmal etwas ganz anderen und hat Spaß gemacht ohne Ende.

Architektur, Menschen, Landschaften, Skylines, Tiere, Flugzeuge, Sport, Konzerte… es gibt so viel zu entdecken, was einen begeistern kann: warum nicht einfach alles ausprobieren und das tun, was einem Spaß macht? Genau.

Also: haut rein 🙂

——–

Flying

Banana

Heiliger Sand

Fairy Tale Forest

The Book Dungeon

Dawedda VIII

Mundatstein & Vogelhaus

La Grande Arche II

Weihnachtszeit

Back in Black

Mannheim Friedrichsplatz

Decisions

Schmetterling

Aller Anfang ist schwer… und sieht mitunter ziemlich besch… aus

Ergänzend zu meinem vorherigen Beitrag hier nun der erdrückende Beweis, daß auch ich diese Phasen durchlebt habe… eigentlich wollte ich diese Bilder doch löschen… hmm… – aber so kann ich mich immer daran erinnern, daß es einen Sinn hat, weiter zu machen – man wird schon besser irgendwann 😀

Die meisten der folgenden Aufnahmen sind zwischen 2005 und 2013 entstanden.

——–

Zum Thema Colour-Key und Katzenphotos…

Katze Colourkey

——–

Jawoll!! Der ganze Esel MUSS auf das Bild drauf.

Esel

——–

Ja, voll cool, HDR und Tropfen und so…

Blatt HDR1

——–

Ja, noch voll cooler – noch mehr HDR und so…

Blatt HDR2

——–

Und dieses furchtbare Machwerk nannte ich einst „Metallblumen“…

Metallblumen

——–

HDR mußte einfach sein… oft… und viel… weil verwegen und voll künstlerisch…

St Laurentius Whm HDR

——–

Aber schlimmer geht’s immer!!

Grafenkapelle Leu

——–

Und hier eines von 2012…

Wasserturm

——–

Hauptsache geblitzt

Heidelberger Zuckerladen

——–

Nachts… au weia… aber zu meiner Verteidigung: diese Knipse (Canon IXUS 30) konnte nichts außer auslösen. Keinerlei Belichtungseinstellungen – alles nur auf Auto (mehr oder weniger).

HD nachts

——–

Und das ist von 2013… grauslig… – aber ich finde, hier erkennt man leicht eine Tendenz nach oben…

GKM

——–

So, das soll es erst einmal gewesen sein aus der Festplattengeisterbahn. Eine Phase hatte ich übrigens noch vergessen: die Rahmen-Phase… auch ganz schlimm.

Alte Tür

——–

So, nu is aber wirklich Schluß. Ich hoffe, Ihr seht das ähnlich, daß die jüngeren Ergebnisse (s. mein Flickr-Profil) doch etwas an Qualität zugenommen haben.

Bis zum nächsten Mal – schönen Sonntag noch 🙂

Einige Phasen des werdenden Photographen

Die Knips-Phase
Oh, das sieht doch cool aus, und das auch, und das, und das erst… Klickediklickediklick.
 
Die Blumen-Phase
Die is schön. Und die. Oh, gelb. Ach, da komm ich ja nah ran. Ah, rot hab ich nich nicht…
 
Die Smartphone-Phase
iPhoneographie und/oder Instagram… Mein Fuß, mein Selfie, mein Auto, meine Tussi/mein Typ, mein Essen, mein Klo…
 
Die Heimtier-Phase
Meine Katze ist die schönste: KLICK
 
Die HDR-Phase
Das sieht immer noch nicht aus, wie ein häßliches Gemälde… irgendein Regler muß doch…
 
Die Colorkey-Phase
So, jetzt sieht man nur noch das rote Fahrrad. Cooool!!
 
Die Photo-Stockphase
Wieso lehnen die mein HDR ab??!! Penner!!
 
Die Nacht-Phase
Mehr Autos!! Mehr Krankenwagen!! Mehr Laternen!! Mehr Sternlichter!!
 
Die Makro-Phase
Scheißbiene!! Scheißwind!! Aaahh!!
 
Die Landschaftsphase
Wo ist denn jetzt dieser blöde Graufilter…?!
 
Die Fisheye-Phase
Hähähä, guck mal die fette Nase von dem Hund!!
 
Die Schwarz-Weiß-Phase
Kommt mono doch viel cooler, ey!!
 
Die Street-Phase
Kommt da jetzt mal einer und läuft da vorbei? Maaaann… Ups, jetzt hat er mich gesehen…
 
Die Portraitphase
Guck mal nach da. Nee, nach da. Jetzt… Ääh… Setz Dich mal hin. Schau mal so wie… Äääh, denk mal Putin!! Genau so!!
 
Die Cross-Processing-Phase
Ja, jetzt sieht es aus, wie n Polaroid!! Geil!!
 
Die 50er-Phase
So ne Festbrennweite is halt doch das geilste überhaupt. …scheiße… das Ding is mir jetz doch zu weit weg…
 
Die Sport-Phase
Mist, ich brauch ne schnellere Kamera…
 
Die Konzert-Phase
Mist, ich brauch ne empfindlichere Kamera…
 
Die Auflösungs-Phase
Mist, ich brauch mehr Megapixel…
 
 
Usw usw usw 😀
Na, weer erkennt sich wieder 😉

10 Dinge, die Anfänger oft falsch machen

1) Anfänger denken meistens: mehr Megapixel = bessere Kamera. Das Gegenteil ist oft der Fall.

2) Der Automatikmodus einer Kamera ist eher ein Notfallmodus und nicht dazu gedacht, automatisch die besten Ergebnisse zu erzielen.

3) Man photographiert nicht nur im JPEG-Modus, wenn die Kamera RAW kann.

4) UV- und Skylightfilter sind nutzlos. Und sie als Objektivschutz zu benutzen ist Unsinn.

5) Die Streulichtblende ist der effektivste Objektivschutz und gehört nicht verkehrt herum auf das Objektiv; schon gar nicht im Sonnenlicht.

6) exzessive HDR-Bildbearbeitung ist NICHT schön.

7) je teurer die Kamera, desto bessere Bilder macht sie… NEIN!! Die Kamera macht nur das, was der Benutzer auch kann.

8) Das Handbuch einer Kamera ist dazu da, sich mit dem guten Stück vertraut zu machen und nicht, um es in ungelesen in die Schublade zu stecken.

9) Es ist NICHT besser, billiges Glas auf eine teure Kamera zu schrauben. Es ist sinnvoller, eine günstige Kamera zu kaufen und das verbleibende Geld in gute Objektive zu investieren.

10) Man muß nicht bei jeder Gelegenheit blitzen…

Der Unterschied zwischen Anfänger, Experte, Pro- und Amateurphotograph

„Diese Kamera ist nur was für Profis.“

BULLSHIT!!

Warum?

Darum:
Es gibt im Grunde zwei Arten, wie man sein Können unterscheiden kann:
1) Nach Profession
2) Nach Wissen

Die obige Einteilung ist nur grob und ich möchte daher kurz erklären, was ich damit meine.

Wer sich zum ersten Mal eine Kamera kauft, ist mit einer solchen idR noch nie wirklich in Kontakt gekommen. Ein solcher Nutzer ist ein Anfänger. Er weiß nichts über die Zusammenhänge von Blende, Belichtungszeit und ISO-Werten, kann nichts mit einem Weißabgleich oder Farbtemperaturen anfangen, hat von Bildkomposition noch etwas gehört, stellt seine Kamera oft auf volle Automatik, schraubt die Streulichtblende falsch herum auf das Objektiv und knipst alles, was ihm vor die Röhre kommt, vornehmlich im JPEG-Format.

Irgendwann hat man dann einmal die Bedienungsanleitung der Kamera gelesen, sich (natürlich hier bei 2wielicht :D) ein wenig über die Grundbegriffe schlau gemacht und beginnt, den manuellen Modus zu schätzen.
Jetzt ist man irgendwann ein erfahrener Photograph.

Ein Experte versteht demgemäß vollständig sein Arbeitsgerät und kann aus Können Kunst machen.

Diesen drei Stufen gegenübergestellt sind:
Amateur
Profi

Nun, der Profi ist schlicht ein solcher, der mit seinem Equipment seinen Lebensunterhalt bestreitet. Ein Profi ist deshalb noch lange kein erfahrener Nutzer oder Experte. Auch Profis bekommen beschissene Bilder hin. Sogar sehr oft.

Ein Amateur ist folglich jemand, der mit seinem Zeug eben nicht primär sein Geld verdient; er kann aber sehr wohl ein Experte und viel besser als ein Profi sein.

So, das war es 🙂
Was? Ach so… ich, nun ich bin Amateur und habe Spaß an meinem Hobby. 😉

Ein paar Tipps für Anfänger

Nachfolgend ein paar Tipps für Anfänger, die sich neu oder mehr mit der Photographie beschäftigen möchten:

1)
Nicht die Kamera macht das Bild, sondern der Photograph.
Soll heißen: wenn man nicht weiß, was man mit der Ausrüstung anfangen kann, kann man sich Know How nicht kaufen. Eine bessere oder teurere Kamera macht nur dann bessere Bilder, wenn der Photograph dazulernt.
Davon abgesehen spricht nichts dagegen, sich gutes und teures Equipment zu kaufen, um damit zu lernen; man darf aber nicht entäuscht sein, wenn die ersten Ergebnisse nicht gleich so aussehen wie die vom Profi.

2)
Eine Kamera mit Wechselobjektiv kaufen.
Nun gut, will man nur ab und zu auf Feten Erinnerungen im Suff knipsen, reicht eine billige Kompaktkamera oder das Handy.
Hat man aber ein ernsthaftes Interesse an der Photographie, dann muß eine Kamera mit Bajonett her, um möglichst vielseitig zu bleiben.

3)
Ein 50mm Objektiv kaufen.
Meistens ist bei einer Kamera mit Bajonett (DSLR, SLT oder spiegellose Systemkamera) ein Kitobjekt dabei, daß den Standardzoom-Bereich von (ggf umgerechnet) 24-70mm abdeckt. Damit kann man erst einmal loslegen.
Die Brennweite von 50mm entspricht ca. dem menschlichen Blickfeld und ist damit natürlich auch abgedeckt, man gerät aber dennoch in Versuchung, für das eine bestimmte Bild nicht seine Füße zu benutzen, sondern zu zoomen. Richtig komponieren lernt man vor allem mit der 50mm Festbrennweite und seinen Füßen.

4)
Eine Fototasche kaufen. Nichts ist ärgerlicher, als sein Equipment einfach in eine normale Tasche oder einen normalen Rucksack zu packen, wo sie drin rumfliegt und Schaden nimmt.
Es gibt eigens Fototaschen und Rucksäcke, die durchaus erschwinglich und dem teuren Equipment angemessen sind.
Und kauft lieber eine, die etwas größer ist. Beim Spaß am Hobby kommen schnell mehrere Objektive, Kabel, Auslöser, Handgriffe, Putzzeug und anderes hinzu, was verstaut werden will.
Achtet dabei auf Taschen und Rucksäcke, die ggf wetterfest und diebstahlsicher sind.

5)
„Lieber Geld für Linsen, als für Kameras ausgeben.“
So sagen viele. Stimmt auch. Aber nicht jedes günstiges Objektiv muß gleich schlecht sein. Schließlich gibt bei den meisten ein Budget, das nicht gesprengt werden kann.
Und oft will man eben erst einmal die Kamera XY haben und sich später um Zubehör kümmern.
Wer bspw. unbedingt eine Vollformatkamera haben will, wird nicht gleich die teuersten Linsen dazu kaufen. Es hat aber auch wenig Sinn, auf eine Vollformatkamera eine Schrottlinse zu schrauben. Da ist es dann in der Tat sinnvoller, eine günstige Kamera zu kaufen und dazu vielleicht bessere Objektive. Man muß aber den Cropfaktor im Auge behalten.

6)
Photographiert im RAW-Modus.
Erstens kann man nur da Fehler gut korrigieren und so auch was über sich lernen. Zweitens kann man nur im RAW-Format hochwertig exportieren, damit man halbwegs druckfähige Dateien erhält.

7)
Laßt Euch Zeit.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Gut Ding will Weile haben. Usw usw usw.
Photographiert soviel es geht. Workshops besuchen hilf auch. Lest Euch ein im Netz, schaut Tutorials usw. Mit etwas Glück findet Ihr Gleichgesinnte und könnt Wissen und Erfahrungen austauschen und voneinander lernen.
Und lernt vor allem Eure Kamera kennen. Dazu lest das Handbuch und testet alle Funktionen. Sinnvollerweise ladet Euch das Handbuch vom Netz auf’s Mobiltelefon, so habt Ihr es immer dabei. Entweder direkt auf dem Handy oder auch in einer Cloud wie zB Evernote oder Dropbox.

8)
Nur gutes Zubehör kaufen, vor allem bei Speicherkarten. Nichts ist ärgerlicher, als daß man auf Billigschrott setzt und dann über Verluste klagt.
Speicherkarten sollten von Sandisk oder ähnlich guten Herstellern sein. Wer billig kauft, kauft zweimal oder noch öfter.
Das gilt für alles, auch für Stative und…:

9)
Kein Witz: nur die besten Schuhe und Jacken sind sinnvoll. Photographieren heißt: laufen. Für Landschaften kann auch mal ein Hocker sinnvoll sein.

10)
Bevor Ihr kauft: gehet hin und begrabbelt. Das Internet ist bequem und die Tests können noch toll ausfallen. Ihr müßt die Kamera und das Equipment außenrum live sehen und fühlen und ausprobieren.

11)
Ganz wichtig: macht Eure eigenen Erfahrungen!!
Fernab von allen Tipps, Tricks und Ratschlägen müßt Ihr Euch mit Eurer Ausrüstung auseinandersetzen. Habt keine Angst vor dem manuellen Modus und hört vor allem nicht zu sehr auf das Gesabbel von allen möglichen selbsternannten Profis in allen möglichen Foren. Ihr kennt die Leute nicht und könnt im schlimmsten Fall am Anfang wirklich nicht beurteilen, ob die Euch nun Käse erzählen oder nicht – und wenn Ihr vielleicht dem (noch nicht einmal gut gemeinten, sondern nur schlecht geblökten) Rat folgt, macht Ihr am Ende mehr falsch als vorher. Geht lieber zu Workshops und unterhaltet Euch mit echten Berufsphotographen, wie z.B. Martin Krolop, Alexander Heinrichs, Michael Müller oder vielen anderen.
Ich selbst habe in den einschlägigen Communities ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht. Nur wenige verstehen wirklich etwas von ihrem Hobby und können sinnvolle Tipps geben und dabei noch freundlich bleiben. IdR sind es tatsächlich die freundlichsten und Geduldigsten, die einen Plan haben – der Rest will sich nur wichtig machen.

Auch ich bin nur als ambitionierter und enthusiastischer Amateur unterwegs – ich lerne jeden Tag etwas dazu und so kann es sein, daß auch hier ältere Beiträge vielleicht grobe Schnitzer enthalten, die noch auszubügeln sind 😉 – ich hoffe nicht…, aber wer weiß…?

2wielicht Photoguide @ Flickr

Seit gestern gibt es – passend zu diesem Blog – eine Flickr-Gruppe, die sich mit Tipps & Tricks für Anfänger und Amateure beschäftigt.

Die Gruppe richtet sich freilich nicht nur an Leser des Blogs – alle Hobby- und Profifotografen sind herzlich eingeladen, Ihre Werke und Weisheiten mit anderen zu teilen.

Die Gruppe hat aus dem Stand heraus 26 Mitglieder erreicht, was mit sehr freut 🙂

Hier geht es zur Gruppe:

37075_2107_Haworth