Portrait-Shooting

Hallo allerseits,

gestern hatte ich ein cooles Shooting mit einem Bekannten 🙂

Kai

Out of the Dark

The Villain

Weitere gibt es im dazugehörigen Album bei Flickr oder auf Facebook.

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Eingesetztes Equipment:

Kameras:
Sony A99V
Sony A7s

Objektive:
Tamron SP 24-70mm f/2.8 Di USD
Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS

Blitze:
Priolite MBX 300
Yongnuo YN-560 III

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Produktlinks – wenn Ihr einen der verlinkten Artikel kauft (per Klick über den Blog), bekomme ich paar Cent als Unterstützung für den Blog – vorab danke 🙂

Sony SLT-A99V nur Gehäuse (24,3 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD-Video-Funktion, Live View) schwarz

Sony Alpha 7s nur Gehäuse (12,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD Display, Full HD, Unkomprimierter Output via HDMI (4K/Full HD), Silent Shooting Modus, staub- und feuchtigkeitsgeschützt) schwarz

Tamron Weitwinkelobjektiv 24-70mm F/2,8 mit USD-Motor und Spritzwasserschutz für Sony

Minolta AF-APO 2,8/80-200mm (G) Objektiv

Yongnuo OS02037 YN-560 Mark III Systemblitz mit integriertem Funkauslöser

MBX 300 Kompaktgerät mit Wechselakku

Twin Turbo: Vol. 3

Gestern war ich einmal mehr mit den Zwillingen Stephan & Martin auf einer kleinen Portrait-Tour 🙂

Hier ein paar der Ergebnisse (Flickr-Album):

Trauriger Mops

Der Antagonist

Stephan & Martin

Stephan

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Benutztes Equipment:
Sony A99V
Sony A7s
Tamron SP 24-70mm f/2.8 Di USD
Minolta AF 17-35mm f/2.8-4
Minolta AF 70-210mm f/4 „Ofenrohr“

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Amazon-Links:

Sony SLT-A99V nur Gehäuse (24,3 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD-Video-Funktion, Live View) schwarz

Sony Alpha 7s nur Gehäuse (12,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD Display, Full HD, Unkomprimierter Output via HDMI (4K/Full HD), Silent Shooting Modus, staub- und feuchtigkeitsgeschützt) schwarz

Tamron Weitwinkelobjektiv 24-70mm F/2,8 mit USD-Motor und Spritzwasserschutz für Sony

A99V vs. A7s: der High-ISO-Vergleichstest

Wie vor einigen Tagen schon einmal kurz angekündigt, habe ich mir heute Abend die (kleine) Mühe gemacht und die Sony A99V und die Sony A7s in einem kleinen High-ISO-Vergleichstest gegeneinander antreten lassen.

Als Equipment wurde verwendet:
– ein Benro Travenangel-Stativ
– mein mit edler Frühstücks-Patina überzogener Küchentisch
– zwei schöne alte Minolta-Objektive als Kulisse (70-210mm Ofenrohr und 80-200mm Weißer Riese)
– weitere Kulisse: eine iPad3-Verpackung, eine Sony A7s-Schachtel und ein Auchentoshan-Whisky-Flyer
– verwendete Linse: Minolta AF 50mm f/1.4 @ f/8; im Falle der A7s noch ein LA-EA4-Adapter

ISO-Reihe:
– 100, 800, 1600, 3200, 6400, 12800, 25600, 51200, 102400, 204800 und 409600

Die A99V ist ab 25600 ausgestiegen – höhere ISOs stehen bei dieser Kamera nicht zur Verfügung.

Es brannte während der Aufnahmen eine kleine Wandlampe mit Stromspar-LED-Funzel. Am Ende habe ich noch einige Aufnahmen gemacht, bei der das Licht dann ausgeschaltet war.

Die Bilder wurden in RAW aufgenommen, in Lightroom eingespielt, als JPEG exportiert und NICHT bearbeitet – weder in der Kamera, noch in Lightroom. Settings: Standard (bei beiden Kameras), sowie automatischer Weißabgleich.

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Die Kurz-Daten der Kameras:
Sony A99V:
SLT-Kamera mit 24MP-Sensor und BIONZ-Prozessor

Sony A7s:
Spiegellose Systemkamera mit 12MP-Sensor und BIONZ II-Prozessor.

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Die JPEGs sind in voller Auflösung bei Flickr unter folgendem Link abrufbar. Ich werde mal schauen, ob ich die RAWs auch noch irgendwo gespeichert bekomme, damit diese sich jeder runterladen und selbst am Rechner vergleichen kann.

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Vor der der Bilderschau hier noch ein kleiner Direktvergleich – Screenshot aus Lightroom – einmal bei ISO 6400 und einmal bei ISO 25600 (100%-Crops).
6400

25600

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Beginnen wir bei ISO 100 – oben ist immer die A99V und unten die A7s:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

ISO 800:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

ISO 1600:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

ISO 3200:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

Schon hier wird deutlich: ist Licht da und helle Flächen, dann ist es ziemlich egal, welche Kamera man nimmt – je nach Bildgröße – wenn man normale, kleine A4 oder vll auch A3-Drucke nimmt, erkennt man hier eigentlich keine großen Fehler.

ISO 6400:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

ISO 12800:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

Bei 12800 sieht man auch schon in der kleinen Bildschirmansicht bei der A99V deutliches Rauschen, wohingegen die A7s immer noch ziemlich sauber aussieht.

ISO 25600:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

ISO 51200 und aufwärts:
Ab hier steigt die A99V aus.
A99V vs A7s
A99V vs A7s
A99V vs A7s
A99V vs A7s

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Nun noch Vergleichsaufnahme bei ausgeschalteter Wandlampe – also bei weniger Licht und deutlich mehr dunklen Flächen.

ISO 25600:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

ab hier wieder nur die die A7s:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

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Fazit:
Die A99V schlägt sich erstaunlich gut – die Testbedingungen sind aber auch recht günstig. Ich habe die Kamera ja auch schon bei einem Konzert (einem sehr dunklen) dabeigehabt, und da rauschen die Aufnahmen ab 3200 schon ganz gewaltig. Auch ISO 2000 war manchmal schon grenzwertig.

Die A7s ist in der Tat ein High-ISO-Monster. Selbst bei sehr hohen ISO-Empfindlichkeiten, sind noch feine Details zu erkennen und ein störendes Rauschen kommt im Grunde erst ab ISO 25600 auf – wenn überhaupt (je nach Anwendungsfall).

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Shopping bei Amazon:
Sony Alpha 7s Digitalkamera (12,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD Display, Full HD, Unkomprimierter Output via HDMI (4K/Full HD), Silent Shooting Modus, staub- und spritzwassergeschützt)

Sony SLT-A99V SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD-Video-Funktion, Live View) schwarz

Sony LA-EA4 Objektiv Adapter (E-Mount auf A-Bajonett) für 35mm Vollformat Kamera ILCE-7 und ILCE-7R

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Abschließende Bemerkungen:
Preislich befindet sich Sonys derzeitiges SLT-Flagshiff (A99V) im freien Fall und ist verhältnismäßig günstig zu haben. Die A99V ist ein echtes Arbeitstier. Sie ist groß, robust, aber leichter als die Nikon- oder Canon-Konkurrenz (D810, 5D Mark III). Und noch dazu hat sie GPS inside (abschaltbar), hervorragende Video-Eigenschaften und eine entsprechende Konnektivität, sowie einen klapp- UND drehbaren Monitor. Außerdem liegt das Ding für seine Größe fantastisch in der Hand.

Die A7s ist das Video- und High-ISO-Non-Plus-Ultra. Sie ist leicht, sehr gut zu bedienen, liegt toll in der Hand, ist irrsinnig flexibel einsetzbar durch all die adaptierbaren Objektive inkl. derer von Fremdherstellern und verbraucht sauviel Strom – es liegen nicht umsonst gleich zwei Akkus bei, denn man kann der Kamera tatsächlich dabei zusehen, wie sie den Saft abzieht. Aber sie ist irrsinnig sexy und bin schon sehr gespannt, wie sie dann im echten Test abschneidet – nämlich beim nächsten Konzert.

Bis dahin und weil heute der 4. Mai ist: May the 4th be with you 😀

Sony A99 Mark II: Die Anzeichen verdichten sich…

… und die Spatzen pfeifen es von den Dächern.

Im Netz werden die Gerüchte lauter, daß im kommenden Monat auf der Photokina der Nachfolger der (Semi-)Profikamera Sony A99V vorgestellt wird. Nun… wundern würde man sich darüber sicher nicht.

Ausgestattet mit dem aktuellen 36 MP-Sensor, der auch in der A7r und der Nikon D810 seinen Dienst tut, wird es außerdem noch den Autofokus der A6000 dazu geben.

Wäre alles keine Überraschung, und nichtsdestotrotz ein „Yeehaaw!“.

Außerdem dünkt man, daß es auch – passend dazu – ein neues Sony SAL 24-105 f4 G geben wird. Da dürfen wir gespannt sein, ob es dem aktuellen Sigma das Wasser wird reichen können.

Sony SLT-A99V SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD-Video-Funktion, Live View) schwarz

Sony A99V: ein Erfahrungsbericht

Vorgeschichte:
Als Kind bekam ich von meinem Vater eine Kamera geschenkt. Ich war etwa 10 oder 11 Jahre alt und kam in den Genuß einer heute als Legende geltenden Kamera: Minolta X-700 MPS. Bis heute die am längsten produzierte SLR von Minolta. Sie wurde ab 1981 produziert und war die letzte manuelle Spiegelreflexkamera, bevor die Minolta 7000 als erste Autofokuskamera des Herstellers das Licht der Welt erblickte (1985).
Die Liebe war entfacht, aber kurzlebig.

Erst 2005 bin ich zur Photographie zurückgekehrt, als für einen Festivalbesuch eine Kamera her mußte. Das war die Canon Digital IXUS 30 mit sattem 3MP-1″-Sensor. Für mich eine Revolution. Der Sucher war besch…eiden, aber aufgrund des Monitors auch überflüssig. Das ist bei der A99 übrigens genau anders herum.

Dieses Modell hat mich über zwei Jahre beinahe jeden Tag begleitet. 
2007 dann bin ich ins (D)SLR-Lager zurückgekehrt mit einer Canon EOS 400D (10 Megapixel). Dazu gab es das 18-55mm Kitobjektiv und später ein Tamron 27-300mm ohne VC.
Diese Kamera habe ich 2013 kaputt gemacht. Es folgte als Zwischenlösung eine Canon SX50 HS Superzoom, bei der ich schnell merkte, daß mir deren Möglichkeiten deutlich zu limitiert waren. Max. 15 sek. Belichtungszeit, ein sehr kleiner 1″-Sensor und ein lichtschwaches Objektiv… das konnte nur eine Zwischenlösung sein auf dem Weg zur neuen DSLR.

Und die kam langsam… Es hat lange gedauert, bis ich die für mich sinnvollste Kombination entdeckt hatte. Mehrfach war ich kurz davor, zu Nikon zu wechseln, bei Canon zu bleiben… D600, 70D, D800, 6D oder doch was ganz anderes…? Und am Ende wurde es die Sony A99V.
Die Kamera bot mir das, was ich zu diesem Zeitpunkt am ehesten wollte: cooles Design, ein wegen Minolta riesiger Park an gebrauchten Objektiven, hervorragende Funktionalität und einen Vollvormatsensor.

Der Erfahrungsbericht:
Vorab: das wird kein professioneller Test mit irgendwelchen Charts oder dergleichen.

Die A99V ist ein kleines Meisterwerk mit Abzügen in der B-Note. Man geht immer irgendeinen Kompromiß ein… 
Regelrecht aus den Socken gehauen hat mich der elektronische Sucher.  Ich habe in der Tat optisch keinen Unterschied bemerkt und wenn ünerhaupt, dann fast nur Vorteile. Der für mich einzige Nachteil ist, daß man nur bei eingeschalteter Kamera was sieht. Ansonsten aber ist er ein echter WYSIWYG-Sucher, der auch sämtliche Details und Menüs des Bildschirms auf der Rückseite anzeigen kann und darüber hinaus eben immer das Bild vor der Aufnahme so anzeigen kann, wie es letztlich auch aussieht, wenn man abdrückt.
Der Sucher ist extrem hoch aufgelöst, hell und bietet eine 0,71-fache Vergrößerung und 100% Abdeckung.

Der Sucher dreht vor allem wegen Sonys eigener SLT genannten Spiegeltechnik auf. Sonys Spiegel ist kein Klapp- sondern ein fest installierter, lichtteildurchlässiger Spiegel.
Dadurch gelangt immer Licht in den Sucher und gleichzeitig auf den Sensor, sodaß die Kamera permanent im Live-View arbeitet. Letzteres hat einen erheblich höheren Stromverbrauch zur Folge, den man beim Kauf in Betracht ziehen muß. Ein zweiter Akku ist eig ohnehin fast immer Pflicht, hier aber tatsächlich unentbehrlich.

Im Zusammenspiel mit dem Spiegel arbeiten bestimmte Objektive mit dem neuen Phasen-Autofkus. Und das ist ein Vor- und gleichermaßen ein Nachteil. Denn dieser AF ist, wenn überhaupt, nur für Sony-Linsen (nicht Minolta), nicht für absolut alle und als letztes für Zeiss-Objektive verfügbar.
Gläser von Drittherstellern werden nicht unterstützt. Das hat zur Folge, daß man, wie ich, z.B. beim Tamron SP 24-70mm Di USD nur die paar, leider nur sehr zentrierten Felder des Kontrast-AF verwenden kann. Und der sitzt nicht immer sofort.

Davon abgesehen hat mich das Rauschverhalten der Kamera mehr als überzeugt. Bis ISO 6400 sind die Bilder – je nach Anwendungsbereich – nahezu uneingeschränkt nutzbar.
Wer jetzt unkt, dies sei eine Paradediesziplin von Nikon, dem sei gesagt, daß Nikon seine Sensoren bei Sony einkauft.

Ich selbst nutze derzeit erst zwei Objektive: das besagte Tamron 24-70mm, das dem Zeiss 24-70mm beträchtlich nahe kommt, sowie das alte kleine Minolta „Ofenrohr“ AF 70-210mm f4, das seinen Dienst tadellos verrichtet. Jedenfalls von der mechanischen Seite her, die optische ist sehr durchwachsen, aber dafür kann die Kamera nichts.

APS-C-Objektive lassen sich auch nutzen, wobei dann aber nur ein entsprechender Ausschnitt des Kleinbildsensors genutzt werden kann.

Von der Haptik her ist die Kamera einfach klasse. Sicher: ein großer Brummer, aber gerade das mochte ich. Ich kann mir zwar vorstellen, auch mit einer kleineren, leichteren A7 zu arbeiten, aber letztlich eher als Zweitbody.

In die A99 passen zwei Speicherkarten entweder im SD-Format oder auch Sonys eigene MemorySticks Pro Duo.

Einen eingebauten Blitz gibt es nicht, damit will Sony den (semi-) professionellen Charakter der Kamera unterstreichen. Nun, das kann man sehen, wie man will.

Übrigens besitzt die A99V einen Standardblitzschuh.

Die Menüführung ist simpel und intelligent, sowie beinahe komplett selbsterklärend. Alles andere erledigt das wirklich sehr gute Handbuch.

Auf der Rück- und Oberseite befinden sich zahlreiche Knöpfe für funktionelle Direkzugriffe. Sehr praktisch – vor allem der Joystick. Dieser ist mir deutlich lieber als irgendwelche Wahlräder.

Über Videofunktionen kann ich leider keine Auskunft erteilen, da ich nicht filme. Ich weiß aber, daß sich neben Mikrofonen etc zahlreiches professionelles Equipment anschließend läßt, um mit diesem Sahnestück an Technik hochwetige Spots und Filme drehen zu können.

Hat man sich mit der Lage der einzelnen Tasten einmal vertraut gemacht, läßt sich die Kamera fast blind bedienen. Vor allem, weil eben auch im Sucher sämtliche Einstellungen vorgenommen werden können.

Ich kann und will hier keinen 1.000-Seitentest mit allen technischen Gimmicks abliefern. Die ganzen Infos gibt es seit langem im Netz zum Nachlesen.
Die Funktionsvielfalt ist für einen Aufsteiger nahezu erschütternd groß, wenn man vorher mit kleinen, alten Kameras gearbeitet hat. Aber irgendwann will man das nicht mehr missen.
Motivprogramme gibt es haufenweise, die aber idR nicht im RAW-Modus zur Verfügung stehen.

Fokuspeeking, Einstellen der Focusrange, einen lautlosen Klick- und Drehknopf an der Vorderseite, sämtliche Tasten frei belegbar, eingebautes GPS-Modul, im Kamerabody integrierter Bildstabilisator, komplett klapp- und drehbares Display, elektronische Fokusweitenbegrenzung… die A99V ist ein Traum.

Was ich liebe ist, daß man den AF trotz der sehr engen Fokusfelder sehr gut nutzen kann. So ist es möglich, einen Punkt anzuvisieren, zu fokussieren und diesen Fokus dann zu halten, um anschließend ggf das Framing etc anzupassen, ohne, daß der Fokus verloren geht.

Nicht gefallen tut mir, daß der BULB-Modus nur mit Fernbedienung funktioniert und man während der Aufnahme die Aufnahmedauer nicht angezeigt bekommt.

Ein epischer Fehler ist Sony bei der Firmwareaktualisierung unterlaufen. Es gibt das Update zwar für den Mac, das Programm läuft aber nur im 32bit-Modus. Wer also aktuelle Mac OS-Versionen nutzt, muß mühselig den Rechner im 32bit-Modus neu starten oder, wie es der Sony-Support auf meine Nachfrage formuliert hat: sich einen Windowsrechner suchen…

Ansonsten braucht die Kamera subjektiv recht lange, bis sie betriebsbereit ist.

Es ist, wie immer im Leben, nicht alles Gold was glänzt. Nach den Abzügen in der B-Note bleibt aber noch immer eine ganz hervorragende Kamera, die so ziemlich jeden Enthusiasten, VF-Aufsteiger und (Semi-) Profi glücklich machen sollte.

Abschließend sei noch vermerkt, daß vermutlich zum September auf der Photokina die neue A99V Mark II vorgestellt werden wird.

Fremdfischen bei ColorFoto: Vergleichstest Vollformat Sony/Canon/Nikon

Guten Abend allerseits 🙂

Heute habe ich einen interssanten Artikel im Portfolio aus der Online-Ausgabe der ColorFoto.
Es geht um einen Vergleichstest der Vollformatkameras Sony A99, Canon EOS 5D Mark III und Nikon D800(E).

Zu diesem (Kurz-)Test sei aber noch eines angemerkt: die Zeitschrift spricht dort immer wieder von Kameras aus dem semiprofessionellen Bereich. Die Bezeichnungen sind idR und vor allem portfolioabgrenzendes Marketing-Blabla. Denn niemand, der ein wenig Ahnung hat, wird bestreiten, daß man auch mit angeblich „unprofessionellen“ Kameras sehr professionelle Aufnahmen machen kann.
Hier kommt wieder der wichtigste Satz überhaupt in der Photographie zum Tragen:

Nicht die Kamera macht das Bild, sondern der Photograph.

Nun gut… dessen ungeachtet richten sich diese Modelle natürlich in Sachen Ausstattung und Preis eher an (semi-)professionelle Anwender oder solche, die es vielleicht werden wollen. Aber man sollte sich doch im Kopf freimachen von dieser Nomenklatur.

Der nun gleich verlinkte Testbericht bringt vor allem eines ganz gut zum Ausdruck: alle drei sind verdammt gute Kameras und können eigentlich alles dasselbe. Letztlich entscheidet man sich aufgrund einzelner spezifischer Merkmale, der Haptik, der Bedienbarkeit, der Bildqualität und der Verfügbarkeit von Objektiven.
Ich selbst habe ja vor etwa zwei bis drei Monaten den Systemwechsel vollzogen von Canon (EOS 400D & PowerShot SX50HS) zur Sony A99. Dabei habe ich fast drei Monate lang immer wieder alle möglichen Kameras von verschiedenen Herstellern gegeneinander verglichen und habe mich immer wieder umentschieden und war mir bestimmt fünf oder sechs Male absolut sicher, daß es dann doch die eine sein muß. Oder die. Oder doch die. Nein die. Jetzt aber die. Ok, doch die…
Warum ich am Ende die Sony genommen habe, ist hier völlig unerheblich, weil es MEINE Entscheidung aufgrund EIGENER Kriterien war, die für andere völlig Banane sein können.

So. Nun also hier der Link zum Test von der ColorFoto.

Kurz-Test: Minolta AF 70-210mm f4 “Ofenrohr”

Vor einiger Zeit habe ich o. g. Objektiv in der Elektrobucht erstanden. Grund des Kaufs waren zahlreiche positive Rezensionen im Netz von alten und jungen Photographen, die dieses bis zu fast 30 Jahre alte Glas z. T. weit über den grünen Klee loben. (Beispielphotos u.a. am Ende des Artikels).

Meine kürzlich erworbene Sony Alpha A99V hatte bislang “nur” ein Tamron SP 24-70mm Di USD drauf – fraglos eine hervorragende Linse; aber für den Telebereich war ich noch nicht wirklich ausgestattet. Mein altes Sigma mit manuellem Fokus habe ich zwar noch, das ist aber nicht wirklich eine Alternative – auch nicht an meiner alten analogen Minolta X-700.

Da Kamera und Objektiv bereits den Großteil des Budgets verschlungen hatten, war es nicht drin, sich hier noch weiter bei neuen Objektiven umzusehen. In Betracht kam ggf noch ein Tamron 70-300mm, das gleichfalls sehr gute Kritiken bekommen hat und für ca. 300 Euro noch erschwinglich wäre. Der Rest von Sony und Tamron etc war weit jenseits dessen, was noch machbar war. Vor allem Sony verfolgt (z. T. zusammen mit Zeiss) eine – wie ich finde – teilweise fragwürdige Preispolitik. Aber das nur am Rande.

Das sog. Ofenrohr nun wurde für knapp 130 Euro gekauft und es wurde sogar noch 1 Jahr Händlergarantie auf das Objektiv gegeben – fein!! Normalerweise ist das Ding auch deutlich günstiger zu bekommen, aber die Garantie waren mir die Mehrkosten von 30 bis 50 Euro wert.

Optisch war das gute Stück wie neu und hat mich in diesem Punkt sofort begeistert. Das Metallgehäuse macht einen hervorragenden Eindruck, nicht wackelt oder klappert, eine Gegenlichtblende war mit dabei; keine Kratzer, keine wirklichen Gebrauchsspuren. Toll!! Haptisch ein Traum.

Im Einsatz zeigte sich dann allerdings ein kleiner Fehler im Fokus bei 70mm. Da hängt wohl ein Schleifkontakt oder sowas ähnliches, denn der AF bzw. die Brennweite wird in den EXIF-Daten max bis 75mm ausgewiesen. – Sei es drum, der Rest scheint zu passen bis 210mm, also lasse ich es erst einmal dabei.

Zur Abbildungsleistung: Hier gibt es ein wenig Licht und eine ganze Menge Schatten. Schön ist zweifellos die durchgehende Lichtstärke von f4 – wobei man bei f4 eigentlich nicht mehr wirklich von “lichtstark” sprechen kann. Aufnahmen bei 70mm und Offenblende sind extrem verwaschen, unscharf und an den Rändern absolut inakzeptabel schlecht. Bei viel direktem Sonnenlicht bzw. auch bei normalem Licht und hellen Kanten sind die chromatischen Aberrationen so heftig, daß man sie nur mit deutlichen Korrekturen in der EBV wieder wegbekommt; lila, blau, grün… es ist alles dabei und auch auf kleinsten Drucken sichtbar. Ab f5.6 wird es besser, was die Schärfe angeht, aber immer noch weit weg von gut. Bei f8 ist es OK, an den Rändern aber noch immer furchtbar. Bewegt man die Linse im Low-Key-Bereich, ist es besser, aber man braucht ein Stativ, sonst kriegt man das Ding nicht unter Kontrolle. Am hellen Tag ohne Sonne und bei normalen Indoor-Motiven überzeugt das Objektiv hingegen durchaus. Hier fallen keine Aberrationen auf, jedenfalls nicht so viele, besonders im Macro-Bereich ist es schön, damit zu arbeiten. Um ein Programm zur Postproduktion kommt man aber nicht herum (Apple Aperture, Adobe Lightroom oder DxO Optics Pro). Ich selbst habe die Nachbearbeitung mit sowohl mit Aperture 3.x als auch mit Photoshop Lightroom 5.x getestet; Aperture versagt, Lightroom macht einen hervorragenden Job. Aber man muß die Regler ziemlich weit schieben, um das Violett zu eliminieren.

Kann ich das Ofenrohr (oder “Beercan” im englischsprachigen Raum) nun empfehlen? Nun… bedingt. Wer für kleines Geld seinen Objektivpark am Anfang um den notwendigen Telebereich 70-200/300 erweitern will/muß, kann zugreifen, wenn er nicht bestimmte Situationen bevorzugt, in denen das Ding einfach nicht zu gebrauchen ist: Sonnenlicht (vll abgesehen von s/w-Bildern), bewegte Objekte. Wer “Stills” bevorzugt und Zeit hat beim Ablichten und eher den bedeckten Himmel und Indoor mag, der kann zugreifen, muß aber dennoch mit den Einschränkungen leben, daß es keine Toplinse ist – und wohl auch nie war, obwohl sie damals neu knapp 600 DM gekostet hat. Das wären heute… wasweißich… 900 oder 1.000 Euro?

Abschließend noch ein Link, bei dem es eine große Reihe Testbilder des Objektivs gibt und die man auch in voller Auflösung herunterladen kann: http://www.flickr.com/photos/118085815@N07/sets/72157641208198893/

Wenn Ihr im Suchfeld oben auf dieser Seite „Ofenrohr“ eintippt, bekommt Ihr noch weitere Artikel zu diesem Thema angezeigt mit etlichen Beispielphotos.

Bild

Nachfolgend weitere Beispielaufnahmen (wer auf die Bilder klickt, kommt zu meinem Flickr-Profil und kann dort Details wie Kamera, ISO, Blende etc. einsehen):

 

Brückenrad

Heiliggeistkirche Heidelberg

Spiel-Platz

Kläranlage

Lotus Elan S2

Wildschwein

Roofwalker

abstellen und anschließen

Eichhörnchen

Spooky Wanderer

Martin