Twin Turbo – Vol. X: Zombie Edition

Roaring Zombie

Dead No More

Hrngrrng

Sbj. #SO.8196

...hungry...

The Sickness

Iieek!!

Found Footage

Forest of the Dead

——–

Zum Einsatz kamen:

Sony A7s
Sony A7 II
Sony/Zeiss FE 55mm f/1.8
Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4
Samyang FE 85mm f/1.4

… eine Menge Filmblut, Blutkapseln, Clownschminke, farbige Kontaktlinsen, Mullbinden, zwei Schweißerbrillen… und eine Menge Spaß 🙂

Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS („Weißer Riese“) – Erfahrungsbericht

Dieser Erfahrungsbericht kommt spät – ist aber deshalb hoffentlich einigermaßen fundiert. Das Minolta AF 80-200mm war (seit ich damals meine A99 gekauft hatte) schon länger ein kleiner Traum und vor nicht ganz 2 Jahren habe ich es mir dann zu einem Gebrauchtpreis von EUR 750,- gegönnt – leisten konnte ich es mir nicht direkt… aber was soll’s…
Neue Objektive vergleichbarer Qualität kosten gut und gerne zwischen 2.500 und 3.000 Euro.

70200G

Das Objektiv wurde ab 1993 gebaut und war eines der ersten echten AF-Profi-Zooms von Minolta, wenn ich mich nicht irre. Der Vor-Vorgänger war das AF 70-210mm f/4 (das so- „Ofenrohr“), der direkte Nachfolger war das 70-200mm f/2.8, das im Grunde bis heute von Sony so gebaut wird (heute ist es das SSM II).
Das 70-210mm war ein gutes Objektiv, allerdings hatte es kein besonders schönes Bokeh und hatte ziemlich mit chromatischen Aberrationen zu kämpfen – in kontrollierten Situationen aber war es herausragend.
Das weiße 80-200mm hatte einen direkten Vorgänger von 1987 in schwarzer Farbe mit langsameren Fokus. Das „HS“ beim weißen Riesen steht für „High Speed“, und der Fokus ist in der Tat extrem schnell und hämmert durch den Stangenantrieb rein wie Anker bei Vollgas.
An der Seite des Objektivs hilft ein „Focus Hold Button“ beim fokussieren und komponieren.

IMG_1248

IMG_1249

Um die wenigen Nachteile gleich vorweg zu nehmen:
– es ist laut
– das Front-Element dreht sich beim fokussieren
– minimale Fokusdistanz: 1,8 Meter
– nicht spritzwassergeschützt
– schwer
– die Streulichtblende

IMG_1381

IMG_2516

Es können Filter mit 72mm angebracht werden – der Polfilter ist durch das sich drehende vordere Glaselement leider irgendwie nutzlos…
Das Objektiv ist gebaut wie ein Panzer und auch genauso schwer; ich glaube, es wiegt irgendwas um die 1,3 kg.

Die Bildqualität ist, was die Schärfe anbelangt, absolut überragend – vor allem bei der sehr wichtigen Offenblende von f/2.8.
In puncto Farbwiedergabe und Kontrast ist es allerdings heutigen Top-Linsen deutlich unterlegen – mit einer RAW-Aufnahme bekommt man aber sehr viel aus den geschossenen Photos raus.

Betonkalypse

Walking in the Woods

Ich betreibe das Objektiv (da die A99 nicht mehr da ist) inzwischen mittels LA-EA4-Adapter hauptsächlich an der Sony A7 II, da mir dort der (stromfressende) Bildstabilisator zu Nutzen kommt, denn das Objektiv selbst ist natürlich aufgrund seines Alters intern nicht stabilisiert.

An der A99 war es irgendwann kaum noch auszuhalten, diese Kombi lange zu tragen – und auch an der A7 II merke ich es irgendwann deutlich. Das massive Gewicht ist sicher auch ein gewisser Nachteil, aber ich empfinde es als gerade noch akzeptabel in Anbetracht der Qualität dieser Linse.

Das Objektiv hat freilich eine eigene Stativschelle und auch einen frei beweglichen Ring, um das Objektiv samt Kamera zu drehen. Der Ring/die Schelle läßt sich allerdings nicht abnehmen. Einen Wetterschutz gibt es auch nicht – dessen Fehlen sich bei mir aber auch noch nie negativ bemerkbar gemacht hat. Bis jetzt.
Beim zoomen dreht sich der ggf angebrachte Filter übrigens nicht – das Objektiv ist nicht wirklich innenfokussiert, es fährt leicht aus. Beim zoomen ändert sich die Größe aber nicht.

Die Streulichtblende ist leider – obwohl aus Metall und innen schön matt schwarz beschichtet – eine Katastrophe. Nicht genug damit, daß es keine Markierungen zum Anbringen des fummeligen Dings gibt, nein, das fummelige Dings löst sich auch gerne mal einfach ab. Es kann seine Zeit dauern, bis man das Teil auf das Objektiv bekommt – steckt man die Kamera samt Linse dann in eine Tasche, kann es schonmal passieren, daß sie ohne Blende wieder rauskommt. Sie rastet also nicht ein.

Twin Walk

Frida & Timo

Das Bokeh des Objektivs empfinde ich persönlich als wunderschön und butterweich.

Mooslandschaft

Bei der einen Hochzeit, die ich bislang photographiert habe und bei den Aufnahmen in der Stadtbibliothek ist mir der laute Fokus sehr unangenehm aufgefallen. An besonders ruhigen Orten kommt man um das manuelle fokussieren nicht herum. Der Zoomring (liegt hinten) ist angenehm groß und betätigt sich auch angenehm schwer; der Fokusring sitzt vorne und ist ebenfalls schwergängig, aber leicht genug, allerdings vielleicht für Filmer nicht geeignet, da die Drehung doch recht knapp ist. Das kann ich aber nicht wirklich beurteilen, weil ich nie filme…

The Reader

Graffiti-Mädchen I

Alles in allem – auch wenn mich vor allem die geringe Fokusdistanz und der Geräuschpegel stören – bin ich in diesen weißen Klotz richtig verliebt. Ich habe zwar schon das eine oder andere Mal darüber nachgedacht, das Objektiv zu verkaufen und das Geld in ein FE 70-200mm f/4 zu investieren, kann mich aber von diesem „kleinen“ Prachtstück nicht trennen. Solange die neuen und modernen Objektive so abartig teuer sind (vor allem auch das neue G Master – das ja auch über 3.000 Euro kosten soll) und Sigma/Tamron & Co sich nicht trauen, endlich FE-Objektive zu bauen, bleibt dieses Baby in meiner Tasche und liefert schön scharfe Aufnahmen.
Auch das 70-210mm werde ich – vor allem als Backup – behalten. Es ist in keiner Hinsicht auch nur annähernd so gut wie das 80-200mm, besitzt aber auch seine Qualitäten.

Maison Kammerzell & Staßburger Münster

Wer also auf der Suche nach einer „preisgünstigen“ Alternative zu den neuen teuren Modellen ist, dem kann ich dieses Teil nur wärmstens empfehlen, solange man nicht auf absolute Stille angewiesen ist. Bei eBay sollte man allerdings erst gar nicht anfangen zu suchen – dort bieten nur fadenscheinige Händler und Preistreiber ihre Ware an; dieses Objektiv kauft man sich am besten über Kontakte in Online-Foren. Die Preise dürften, je nach Zustand, zwischen 600 und 1.000 variieren, wobei 1.000 Euro in meinen Augen schon zuviel sind.

Zum Abschluß noch einige Aufnahmen meiner beiden Telezooms.

——–

Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS:

Banana Waves

Schwarzwald

Planken

Mann & Ente

Rapsodie in Gelb

Burg Windeck im Nebel

Burg Hohenzollern

Fasan

——–

Minolta AF 70-210mm f/4:

Brückenrad

Martin

Spooky Wanderer

Eichhörnchen

abstellen und anschließen

Roofwalker

Wildschwein

Lotus Elan S2

Kläranlage

Spiel-Platz

Heiliggeistkirche Heidelberg

Odenwaldtour nach Beerfelden

Ach, was ist mein Odenwald so schön!!

Auf diversen Landkarten habe ich schon öfter den lustigen Namen „Falken-Gesäß“ gelesen – oder wie ich es immer kichernd nenne: Adler-Arsch 😀
Gestern wollte ich diesen seltsamen Ort endlich einmal sehen – ist schließlich nicht weit weg von mir. Von Weinheim nach Falken-Gesäß (ich muß schon wieder lachen…) sind es gerade mal 45 Fahrt. Es geht durch Wald-Michelbach und dann links Richtung durch Aschbach und bei Affolterbach Richtung Beerfelden.

Ich bin also also Falken-Gesäß (hihi) gefahren und war begeistert. Die Strecke ab Aschbach kannte ich noch von letzten Ausflug am vergangenen Wochenende und gerade die Landschaft zwischen Affolterbach und Olfen hat mich schwer beeindruckt. Dort oben hört es allmählich auf mit den zerrissenen Käffern. Gut, Wahlen sieht beschissen aus, aber der Rest war echt hübsch. Vor allen „Adler-Arsch“ war eine kleine Idylle. Auch das entzückende, winzige Leonhardshof mit der „Schlawitzerstube“ (ich war nicht drin) war wunderschön. Ich bin dann nicht nach Beerfelden, sondern abgebogen Richtung Rothenberg und über eine der schönsten Waldstrecken, die ich jemals gefahren bin. Leider ist der gemeine Odenwälder ein gar grausliger Autofahrer… in den Serpentinen wird gerast und auf den Geraden gepennt. Und all die Motoradfahrer sind sowieso jenseits von Gut und Böse – ich lache jedesmal, wenn es wieder einen erwischt hat, ich habe da null Mitleid. Vollidoten. Allerdings muß ich sagen, daß ich auch zwei oder drei gemäßigte vor und hinter mir hatte, die an der Landschaft und dem Ritt interessiert waren und nicht, sich und andere umzubringen.

Zwischen Falken-Gesäß und Rothenberg habe ich an einem kleinen Waldstück angehalten und bin spazieren gegangen – ich habe endlich mal wieder mein 100er Makro ausgepackt – leider war es für echte Makros zu windig.

Insgesamt habe ich 5 oder 6 Stunden im Odenwald verbracht und war hin und weg. Wirklich wunderschön da oben – all die Wiesen und die Kühe und Pferde… herrlich.

So, genug geschrieben. Hier die Bilder auf Flickr – ein paar andere gibt es auch auf Instagram (s. Seitenleiste).

Galgenspiel

Der Pusteblumenpfad

Waldweg

Es waren viele Pfade...

Blick auf Falken-Gesäß

Sony A7s vs. Sony A7 II: ein Vergleich der Auflösung

Einige meiner Leser wissen ja vielleicht inzwischen, daß ich von dem allgemein vorherrschenden Megapixelwahn nicht viel halte.
Auch aus diesem Grund habe ich mich kürzlich bewußt für eine A7 II als Zweitkamera statt für eine A7r II entschieden.

Heute habe ich einen kleinen Vergleichs-„Test“ für Euch. Ich habe das selbe Motiv mit beiden Kameras abgelichtet. Bei beiden Kameras kam das Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4 zum Einsatz. Belichtet wurde mit einer 1/60s bei f/8. ISO wurde auf Auto gestellt – denn es war frühmorgens und die Lichtverhältnisse wechselten schnell – so wurde das eine Bild mit ISO100 und das andere mit ISO125 aufgenommen – ein absolut vernachlässigbarer Unterschied.

Die ersten beiden Aufnahmen sind direkt und ohne jede weitere Bearbeitung aus der RAW-Datei entwickelt worden; die anderen beiden wurden mit folgenden Werten „aufgehübscht“, um mehr Bilddetails erkennen zu können:
Lichter: -100
Tiefen: +68
Klarheit: +22

Mehr ist es nicht.

Zur Erinnerung: die Sony A7s löst mit 12 Megapixeln auf, die Sony A7 II mit 24 Megapixeln.

Hier nun die beiden JPEGs in unbearbeiteter Form:

Sony A7 II

Sony A7 II

Sony A7s

Sony A7s

Und hier nun die leicht bearbeiteten Versionen:

Sony A7 II

Sony A7 II

Sony A7s

Sony A7s

Nun beginnt der zum Teil rein subjektive Teil der Betrachtung:
meiner Ansicht nach ist die Bildqualität – trotz lossy RAW – der A7s wirklich überragend. In diesen zu heutigen Zeiten relativ kleinen Dateien lassen irrwitzig viele Details einfangen. Ich finde, daß die vermeintlich deutlich höhere Auflösung der A7 II hier keinen wirklichen Benefit bringt. Jedenfalls bis zu einem gewissen Punkt keinen allzu großen.
Eine gute Kamera (heutzutage ist eig jede Kamera gut) und ein sehr gutes Objektiv (es gibt heutzutage eig kaum noch schlechte Objektive) können auch mit niedrigen Auflösungen herausragende Ergebnisse liefern, die 99% all unserer Ansprüche genügen sollten.

Ostermontagmorgen in Mannheim

Nach einem Trip in den Luisenpark (o wie ich ihn liebe!!) am Karsamstag und einem Tag rumgammeln hat es mich heute früh wieder gepackt. Ich wollte nach Monnem und da es der Ostermontag ist, war ich mir relativ sicher, daß sich um 8 Uhr morgens noch nicht viele Leute dort tummeln würden. Und so war es auch – es war beinahe nur die Stadtreinigung unterwegs. Ich hatte heute keine Lust auf wilde Menschenmassen und ein Street Photography Training – ich wollte meine Ruhe; und die hatte ich 🙂

Ich bin vor allem hin, weil ich zwei Ziele im Auge hatte: die Planken und die Unterführung Richtung Schloßgarten an der Uni bzw. am Bahnhof (nein, nicht den Lindenhoftunnel 😉 ). Die Planken wollten ich endlich mal mit einer langen Brennweite (bzw. einen engen Bildkreis) ablichten; hat funktioniert, hat ein bissl gedauert, war aber recht entspannend.

So. Hier nun erstmal einige Eindrücke aus dem Luisenpark vom Samstag:

Gondoletta

Ostergans

——–

Und hier nun die Eindrücke von heute morgen:

Ein Blick zurück ins Jahr 1975:
Es war einmal... 1975

Auf dem Rückweg habe ich mir auch gleich mal das neue Q6/Q7-Quartier angesehen – es gewinnt keinen Schönheitspreis, ist aber immer noch besser, als die häßlichen Kotzbunker, die da vorher standen. Ich fürchte nur, daß das, was man jetzt hingebaut hat, in 10 Jahren auch nicht besser aussehen wird…

Q6 Q7

Und auf dem Weg in die Planken, fand ich ein Plakat und habe mich tierisch über die Dummheit der Designer scheppgelacht… heute mittag habe ich dann erfahren, daß das so sein muß, weil die Tante auf der Flasche wohl „Birgit“ heißt und das ein Wortspiel sein soll… haha. Nun ja. Muß ma als Monnemer net wisse. Do gibt’s bloß Eischbaum, hea. 😀
Egal, wieder was gelernt… gut finde ich das Plakat immer noch nicht.

IMG_3628

Am Paradeplatz habe ich mich dann ein wenig ausgetobt:

Tram-Catcher

Planken

Anschließend bin ich Richtung Schloß gelaufen – wenn es so ruhig ist, fallen einem die Mannheimer Bausünden noch mehr auf, als sonst… auch der Schloßhof war früher viel schöner und begrünt – aber wer braucht das schon, die ganzen Studenten müssen schließlich Platz haben und die Lkw, die anliefern usw usw usw…. links und rechts vom Eingang zum Schloßhof liegen kleine Überbleibsel des vorderen Schloßparks (Carl-Friedrich und Carl-Theodor zu Ehren) – davor lagen einst die Wachhäuschen, die man abgerissen hat, damit die Straßenbahn Platz hat… gut gemacht, Ihr Arschlöcher.
Mea culpa. Aber wenn ich an meine Stadt denke und die Bausünden bzw Fehlentscheidungen, die seit dem Krieg bis heute stattfinden, bekomme ich regelmäßig Schnappatmung und Bluthochdruck.

Schloß Mannheim

Nun, Richtung Schloß kam ich auch an ein paar sehr schönen Bauten aus Barock und Jugendstil vorbei (auf dem Rückweg auch), die mir einmal mehr einen Eindruck vermittelt haben, was für eine unglaublich prachtvolle Stadt Mannheim einmal gewesen sein muß. Ich darf nicht lange drüber nachdenken, sonst kommen mir wieder die Tränen.
Also, bei L5 geht es über die Straße und etwas versteckt am Bahnhof zu einer Unterführung, die in den Schloßgarten führt. Ach ja: den Schloßpark hat man übrigens weitgehend den Autobahnzubringern Richtung Ludwigshafen geopfert… noch so ein Thema…

Die Unterführung selbst hat ihren Reiz. Klar: häßlich, dreckig, vollgepißt und voller Graffiti – aber, ich gebe es zu, bisweilen faszinieren mich solche Orte.

Unterführung

Underpass

Undercrossing

——–

Am Ende hat es mir gut getan – ich liebe mein Mannheim, auch wenn es zusehends vor die Hunde geht… wenigstens werden 2016 endlich die Straßen gemacht, allerdings auch die Brücken abgerissen; die kommenden Jahre werden turbulent. Mannheim bietet dem geübten Auge viele Aspekte für eine Stadterkundung: photographisch, geschichtlich… man muß es freilich nicht mögen und ein Einheimischer sieht seine Heimatstadt immer anders und verklärter als der Rest – aber Monnem ist Monnem. Jedenfalls noch…

Und ich muß es dieses Jahr endlich wieder sonntags zu Dämmerung an den Friedrichsplatz schaffen… die Wasserspiele will ich endlich mal wieder sehen.

——–

Begleitet haben mich dieses Mal:

Sony A7s
Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4
Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS
Minolta MD 45mm f/2

12 Megapixel im Großformat drucken – Der Test

Ich bin ja seit einiger Zeit (einigen Monaten) mit mir am hadern, welche Kamera ich mir als nächstes kaufen möchte. Auch ich habe das G.A.S. (Gear Acquisition Syndrome) und bin nicht vor den neuesten Marketing-Gags der Hersteller gefeit. Aber… – es gibt immer ein Aber – so ganz kann man die Vorteile einer hochauflösenden Kamera nicht von der Hand weisen. Ich habe dutzende und aberdutzende von Tests und Berichten gelesen, habe mir Bilder runtergeladen ohne Ende, um Vergleiche ziehen zu können und kann nun endlich wie Dr. Faust sagen: „hier steh ich nun ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor.“

Vor einiger Zeit habe ich meine Sony A99 verkauft, um mir das Zeiss FE 16-35mm f/4 kaufen zu können. Es fiel mir nicht leicht, aber ich wollte voll auf das FE-Bajonett setzen, denn die Objektive dort sind gut und leicht, wenngleich nicht so lichtstark (wobei sich das ja jetzt inzwischen erledigt hat). Eine A7s nenne ich seit ca. 1 Jahr mein Eigen und bin eigentlich recht zufrieden. Die Kamera hat zwar nur einen Kontrast AF, aber ich photographiere keinen Sport… sie hat auch keine der anderen modernen Features einer A7r II oder A7 II etc. – bislang hat mich das nicht sonderlich gestört. – Also, warum brauche ich was „besseres“? –> G.A.S.

Die A99 hatte 24 MP Auflösung. Die gedruckten Photos sind sehr scharf und von sehr guter Qualität mit sehr vielen Details (ohne Vergleichsmöglichkeit) und es macht mir viel Freude, sie auch aus kürzester Distanz zu betachten (einige Zentimeter).

Nun also zur Gretchenfrage (um bei Faust zu bleiben): kann das die A7s auch?
… oder muß ich mir doch eine A7r II kaufen…? Auch wenn es eine A7 II ebenso täte…

Ich will eigentlich keine zwei Kameras mit unterschiedlichen Auflösungen rumtragen. Noch nicht.
Aber den Vorteil von zwei Kameras mit zwei Brennweiten/zwei Zooms möchte ich unbedingt wieder genießen. Es geht eben doch oft darum, schnell das eine bestimmte Photo zu schießen – und das geht nunmal nicht, wenn man erst das Objektiv wechseln muß – es gibt aber noch andere Gründe.

Meine Kaufentscheidung könnte sein: eine zweite A7s
Nein, keine A7s II, auch wenn mich der Bildstabilisator extrem reizt. Na ja, wer weiß, was ich für unisinnige Dinge noch anstelle…

Also habe ich mich dazu entschlossen, eines meiner Photos groß drucken zu lassen. Genauer gesagt im Format 90 x 60 cm. Das entspricht ungefähr DIN A1.
Testen werde ich das ganze mit diesem Photo:
The Wanderer

Und wenn hier all die feinen Details des Baumstammes und des Mooses zu sehen sind und die Qualität bei ca. 1m Betrachtungsabstand (und vll auch noch etwas darunter) noch sehr gut ist, dann werde ich wohl bei der geringen Auflösung von 12 Megapixeln bleiben.
Das ganze ist ein etwas kostspieliger Test… denn das Photo kostet inkl. Holzrahmen und Versand fast 80 Euro. Aber was tue ich nicht alles für meinen Blog 😀 – und natürlich für mich 🙂

Daß A3 überhaupt kein Problem ist, nicht einmal mit hohen ISO-Zahlen, habe ich mir schon bewiesen. Unten stehendes Photo habe ich für mein A3 quer-Photobuch bereits drucken lassen und es sieht phänomenal aus. Und das bei ISO 12.800 und einer uralten Minolta-Linse.
Best Friends

Ich bin also guter Dinge und hoffe das Beste. Eine solche Erkenntnis, wie ich sie plane, würde meinem Geldbeutel gut tun. Denn ich spare Geld für eine teure Kamera, die ich nicht brauche (es sei denn, ich Ochse schlage doch bei der A7s II zu – eigentlich schaffe ich es immer, mir alles schön zu reden…) und könnte das verbliebene Geld in ein Objektiv investieren. Oder in einen AV-Verstärker, den ich schon sehr lange haben will… aber Photographie geht vor Film-Sound und Musik.

Den Druck habe ich heute in Auftrag gegeben; das Bild wird wohl Anfang/Mitte der kommenden Woche bei mir ankommen und dann werde ich hier berichten, wie das Ergebnis ist.
Gedruckt wird das ganze aus einer JPEG, die aus einem (komprimierten) RAW entwickelt wurde. Das JPEG hat gerade mal 7,1 MB (sehr schonend für den Festplattenspeicherplatz); aufgenommen wurde das Photo eben mit der A7s und dem Zeiss FE 16-35mm f/4 – sollte als hochwertige Kombination genügen. Das Bild wurde in Lightroom bearbeitet und als 300dpi JPEG exportiert – die Aufnahme erfolgte übrigens bei ISO 400.
Drucken lasse ich bei myposter.de, das Bild bekommt einen Holzrahmen ohne Passepartout.

Ich bin gespannt…

Sony fehlt ein Allrounder…

… im Kleinbildformat.

Guten Morgen allerseits. 🙂

Seit einigen Monden mache ich mir sehr intensive Gedanken darüber, welche meine nächste Kamera sein soll. Als Sony-User sollte das doch eigentlich ob der Fülle an Modellen, mit denen der Markt überflutet wurde, kein Problem sein… richtig? Nun ja, nicht ganz, wie ich finde.

Ich nutze das Kleinbild-Format und dazu passende Objektive. Und ich habe mich vor einiger Zeit vom A-Bajonett verabschiedet und nutze nur noch das E-Bajonett (bzw. A-Objektive über Adapter). E-Kameras mit Vollformat-Sensor hat Sony insg. 6 Stück im Angebot. Die alte A7-Reihe mit A7, A7r und A7s und deren Mark II-Vertreter.

Ich suche eine Allrounder-Kamera.

Eine A7s nutze ich bereits, möchte aber wieder eine zweite Kamera in der Tasche – aus vielerlei Gründen. Die 12 Megapixel der A7s reichen für sehr viel, aber nicht für alles – hinzu kommt, daß die A7s nicht in den Genuß eines Firmware-Updates gekommen ist, welches unkomprimierte RAW-Files freischaltet.
Eine A7r II ist sicher eine ganz wundervolle Kamera, bringt mit seinem 42MP-Sensor aber immense Folgekosten mit sich: mehr Speicherkarten, schnellere Speicherkarten, mehr Festplatten, größere Festplatten, neuer Rechner… die extremen Kosten für den Body mit EUR 3.300,- werden also locker nochmal mit 2.000 oder 3.000 Euro aufgeblasen durch die Folgeanschaffungen.

Eine A7r fällt aus. Kein Silent Shooting Mode, nur Kontrast AF, zu langsamer AF, kein verstärktes Bajonett, zu laut, zu heftige Vibrationen beim auslösen und 36MP stellen mich vor ähnliche Probleme wie 42MP.

Die A7 fällt auch raus – aus ähnlichen Gründen wie die A7r.

Die A7s II fällt ebenfalls aus: zu teuer und wieder nur 12MP – ich verstehe nicht, warum Sony hier nicht auch einen BSI-Sensor entwickelt hat, um dafür die MP leicht zu erhöhen.

Die A7 II. Nein, auch diese nicht. Sie ist zwar weniger als halb so teuer, wie die beiden Schwestermodelle, verfügt aber nicht über einen Silent Shooting Mode, die Phasen-AF-Felder sind zu sehr mittig angelegt und die Low Light Performance ist nicht wirklich der Hit. Daß es viel besser geht auch bei viel kleineren Pixeln, zeigt die A7r II. Die 24 MP wären eigentlich perfekt, denn mehr Auflösung schafft so gut wie kein gängiges Objektiv; nur die brutal teuren Zeiss Otus oder die irrwitzig teuren neuen GM-Objektive von Sony.

Was ich eigentlich will ist:
Eine Kamera mit BSI-Sensor mit ca. 18 bis 24 Megapixel und ähnlicher AF-Abdeckung wie die A7r II oder die A6300. Silent Shooting Mode, Wetterschutz, etc. 4K und anderes Video-Gedöns interessieren mich nicht. – Das wäre eine echte Allround-Kamera, die dann auch gerne 2.000 oder 2.500 Euro kosten dürfte und genau die Lücke zwischen der A7 II und den anderen beiden füllt.

Es wird ja immer noch geunkt, daß es eine A5 oder eine A6 geben soll – eine Kleinbild-Kamera im Gehäuse einer A6000… ich glaube da aber nicht dran.

Eine A6000 oder A6300 fällt für mich ebenfalls aus, denn diese haben einen zu kleinen Sensor und eine sehr spärliche Objektivauswahl, vor allem an gutem Glas. Ich halte nicht viel davon, Vollformat-Objektive an diesen Kameras zu betreiben… einmal muß man immer umrechnen wegen des Crop-Faktors und zum anderen erreichen die Linsen nie die gleiche Qualität, weil sie eben für einen anderen Bildkreis gerechnet wurden. Die A6300 ansich ist aber eine sehr interessante Kamera, wenngleich auch hier beim Low Light keine Wunderdinge zu erwarten sein dürften. Von den Fähigkeiten her sind diese Kameras allerdings Allrounder, jedenfalls in ihrer Sensorklasse.

Nun mögen einige einwenden: auch andere Mütter haben schöne Töchter. Das stimmt grundsätzlich. Und ich bin absolut begeistert davon, was zB Fujifilm mit der X-Pro2 geleistet hat: 24 MP-Sensor, überragende Low-Light-Performance, ultimative Schärfe, geniale Bedienung… zwar nur APS-C, aber immerhin. Nur auch hier sind die Folgekosten immens, da ich natürlich keinerlei Objektive habe für das X-System. Auch paßt die X_Pro2 nicht zu mir und wie ich gewohnt bin zu arbeiten – im Juni jedoch soll die X-T2 das Licht der Welt erblicken mit dem neuen Interieur der X-Pro2. Da könnte ich ggf schwach werden… aber auch dann: das Glas, das Glas, das Glas… Fujinon-Objektive sind für ihre überragende Qualität bekannt, kosten aber auch entsprechendes Geld. Und wenn man noch kein Objektiv hat… wird es schwierig.

Olympus scheidet aus – von diesen Mini-Sensoren halte ich einfach nichts.

Und eine SLR will ich nicht mehr haben, die sind mir zu groß und zu schwer, auch wenn sie viele Direktknöpfe haben und schnell sind und und und… für mich persönlich und bei der Art, wie ich es gewohnt bin zu arbeiten, überwiegen die Vorteile einer spiegellosen Systemkamera bei weitem.

Nur leider… gibt es die genau für mich passende Kamera irgendwie nicht…
Hätte die A7s II 16, 18 oder 20 MP würde ich ggf sogar die über 3.000 Euro ausgeben… aber so…

Wahrscheinlich wird es eine A7 II… oder, falls die Kohle reicht, eben doch eine A7r II und dann ein Spar-Marathon für die übrige Hardware.

Nachtrag zu hochauflösenden Sensoren und Druckgrößen

Beim Durchlesen meines letzten Artikels zu diesem Thema (was bringen 36, 42 und 50 Megapixel) ist mir aufgefallen, daß eine kleine Quintessenz fehlt. Zur Vereinfachung und Verdeutlichung möchte ich hier also noch einmal festhalten…

Was beeinflußt die Druckqualität nachhaltig:
– Qualität des Objektivs
– Auslösung des Objektivs
– Qualität des Sensors
– Auflösung des Sensors
– Druckausgabe
– Betrachungsabstand
– uvm

Es gibt Objektive, die absolut überragend auflösen, wie bspw. das Zeiss Otus. Das 55er Otus ist wahrscheinlich das schärfste, am Markt erhältliche Objektiv und löst an einer Nikon D810 (36 Megapixel-Sensor) mit satten 35 Megapixeln auf.

Sony hat jüngst eine neue Produktlinie präsentiert (G Master-Serie), die eigens auf die neuen (auch noch kommenden) hochauflösenden Kamersensoren zugeschnitten ist. Denn: gute Objektive, auch sehr gute – aber vielleicht ältere – können oft die Auflösung eines neuen Sensors gar nicht mitgehen. Ein Otus wird wahrscheinlich auch an einer Canon 5Dsr noch einmal deutlicher auflösen, aber eben nicht mehr über 40 Megapixel (sowie ich mich erinnere).

Auch hängt die Schärfe nicht nur vom Objektiv oder dem Sensor ab… mehr Auflösung wirkt erst einmal schärfer, ja. Aber auch geniale Linsen sorgen für ein scharfes und detailreiches Bild.

Ich empfehle hierzu ein sehr gutes Video von Tony Northrup, das aber leider nur auf Englisch verfügbar ist und bei welchem bei den Druckgrößen auch nur auf Inch und nicht auf Zentimeter eingegangen wird:

Ergänzend zu diesem Video vll hier einmal kurz eine Inch-cm-Umrechnung anhand eine 80×60-Drucks:
80×60 cm entsprechen 31,5 x 23,62 inch
Das wäre wohl laut Video die „native“ Größe für einen Druck bei 300 dpi aus einer 50 Megapixel-Datei.

Man sagt, mehr als 300 oder 400 dpi kann ein menschliches Auge gar nicht sehen (der eine mehr, der andere weniger); dpi = dots per inch (Punkte pro Inch).

Die Auflösung einer A7s (12 MP) bringt demgemäß rechnerisch bei 300 dpi ein 14“-Bild (Kantenlänge), das sind 35,56 cm, also etwas größer als A4 an der langen Seite. Die 80×60 sind ungefähr A1. Dabei gilt es auch zu bedenken, daß es verschiedene Formate wie 4:3 und 3:2 usw. gibt, wie bei der Glotze früher (4:3 und 16:9).
Wer es hier etwas genauer wissen will, dem empfehle ich die Seite myposter.de – dort kann man alle gängigen Formate drucken lassen und vorher einsehen/auswählen. Ich selbst lasse dort meine Photos für zuhause (inkl. Rahmen!) drucken – kann ich bis jetzt sehr empfehlen.

Bildschirmfoto 2016-02-05 um 13.47.19

Übrigens habe ich mal irgendwo gelesen, daß die 300dpi-Geschichte aus grauer Druckvorzeit stammt und heute kaum noch relevant ist… dazu kenne ich mich aber zu wenig aus, als daß ich das irgendwie kommentieren, bestätigen oder widerlegen könnte…

Gerade bin ich an meinem Arbeitsplatz noch einmal im Büro umhergeschlendert. Dort hängen einige meiner Photos in A1 an der Wand. Die einen sind mit einer Canon 400D (10 Megapixel APS-C) aufgenommen, der Rest mit einer Sony A99 (24 Megapixel Vollformat).
Bei denen mit der Canon habe ich nur die Kitlinse und ein billiges Tamron-Zoom zur Verfügung gehabt – die anderen an der Sony wurden u.a. mit dem Tamron SP 24-70mm f/2.8 Di, dem Minolta AF 100mm f/2.8 Macro, dem Minolta AF 70-210mm f/4 aufgenommen. Die Qualität der letztgenannten Sony + Objektive ist nebst Sensor um Welten besser als die Kombination der alten Canon + Schrottlinsen. Manche Aufnahmen mit der Canon sind dennoch sehr scharf und sehr detailreich. Im direkten Vergleich mit den Aufnahmen, die mit der Sony antsanden sind, sehen sie aber (nicht alle!!) eher kläglich aus. Es hängt eben auch viel mit damit zusammen, mit welchen Einstellungen die Aufnahmen entstanden sind und wie die Nachbearbeitung erfolgte.

Was nun kann man von z.B. einer Sony A7r II erwarten?
Nun, zunächst einmal entwickeln sich natürlich auch Sensoren immer weiter – und das Ende der Pixeldichte auf einem Kleinbildsensor ist hier sicherlich noch lange nicht erreicht. Hätte man vor 10 Jahren 42 Mepgapixel auf solch einen Sensor gepackt, hätte man wahrscheinlich noch mit ISO100 brauchbare Aufnahmen bekommen, ab ISO400 aber evtl. schon Rauschen ohne Ende gehabt.
Mehr Megapixel bedeuten erst einmal größere Dateien und – ja auch das bisweilen – mehr Details.
Aber: wenn ich mit einer Sony A7s entsprechende Aufnahmen mache, dann kann ich diese vielleicht nicht x-beliebig skalieren oder interpolieren – diese Aufnahmen können aber (das richtige Objektiv etc vorausgesetzt) durchaus genauso scharf und detailreich sein, wie höher auflösende Aufnahmen. Die Qualität von Sensor, Pixeln und dem Objektiv spielen hier eine enorm wichtige Rolle.
Die 24MP-Bilder bei mir im Büro sehen – so empfinde ich das (immer subjektiv, sowas) – extrem detailreich aus. Eine Teleaufnahme der Heidelberger Altstadt vom Schloß aus mit dem Ofenrohr ist dermaßen gut geworden, daß man auf dem Markplatz fast meint, Gesichter erkennen zu können. Das Ding hängt in A1 hier und man steht mit der Nase direkt davor – also nur wenige cm als Bestrachtungsabstand – und die Bilder sind alles andere als pixelig. Entwickelt wurden diese auch einer hochauflösenden TIFF von einer Druckerei.

Heiliggeistkirche Heidelberg

Ich habe ja groß getönt (in einem anderen Blogbeitrag), daß ich mir nie eine A7r II kaufen werde und mir die A7s locker reicht… nun ja, dumm gschwätzt is schnell… so eine formidable Kamera geht an einem technikbegeisterten Photographie-Nerd wie mir nicht spurlos vorbei. Und natürlich denke ich nach wie vor darüber nach, mir dieses edle Teil zu gönnen, wenn es denn irgendwann mal irgendwie möglich sein sollte. Dies auch, weil sie eben deutliche Ressourcen liefert beim großformatigen Druck. Das tun solche Kameras, wie die D810, die A7r II und die 5Dsr absolut. Da helfen auch die eigenen Beteuerungen nichts. Ja, 12 Megapixel reichen für sehr viel. Das defintiv. Aber wenn man z.B. auch in einem eigenen Shop Bilder zum Kauf/Druck anbietet, sollten auch da Reserven vorhanden sein.

Und wieder ein Aber:
Je nachdem, wie solche Phots beschaffen sind, kann man diese auch locker mit weniger DPI oder PPI sehr groß drucken. Sie sehen auch aus der Nähe immer noch detailreich aus – es macht außerdem niemand ein Vergleichsphoto mit einer „besseren“ Kamera und hängt es daneben. Und am Ende ist die Bildwirkung entscheidender, als die Auflösung – die mit zunehmendem Betrachtungsabstand immer irrelevanter wird. Ein 6 MP-Billboard wirkt aus 20 Metern Entfernung eben auch scharf und detailreich.

Auch muß man sich darüber im Klaren sein, daß sich solche hochauflösenden Sensoren etwas schwieriger handhaben lassen. Das Risiko einer Verwacklung ist größer, als bei „Fat Pixeln“, bauartbedingt, aus technischen, physikalischen Gründen. Dabei hilft eine 5-Achsen-Bildstabiliserung natürlich auch (oder eben ein Bildstabi im Objektiv).

Noch ein großes Aber:
Wer wirklich nicht/nie oder extrem selten tatsächlich Drucke über A3 oder A2 machen will… der braucht in der tat solch eine hochauflösende Kamera nicht. Definitiv nicht. Wer sie trotzdem haben will, dem sei sie gegönnt! Jedem das seine, solange man Spaß daran hat!
A2 habe ich mit meiner A7s auch schon gedruckt – und kann nicht sagen, daß das schlecht aussieht. Im Gegenteil.
Aber Ihr wißt sicher wie das ist… man ist empfänglich für die Werbeaussagen der Hersteller… und man will immer das beste, schönste etc haben – vll nicht immer, aber oft. Nicht jedem geht das so – ich spreche aus meiner eigenen Erfahrung – ja ich bin schwach… was das angeht.
Es sollte aber auch klar sein, daß solch ein Gerät ggf enorme Folgekosten mit sich bringt: schnelle, große Speicherkarten, große, schnelle Festplatte, ggf ein neuer Rechner, weil Lightroom & Co ewig brauchen, die Bilder zu bearbeiten usw usw usw.
Die Bildbearbeitung mit einer A7s und einem Macbook Late 2008 mit 8 GB RAM ist deutlich entspannter als mit einer 40 MB-Datei einer A7r II. Wer will, kann das gerne mal testen, denn bei dpreview.com gibt es RAWs und JPEGs von allen möglichen Kameras zum Download – man kann hier auch die Bildqualität gut vergleichen.

Auch hier zeigen sich dann Unterschiede. Eine A7s rauscht auch. Und wie! Ich habe hier Wunderdinge erwartet und wurde enttäuscht. Erst später habe ich eingesehen, daß bestimmte Dinge halt nicht gehen und die Physik ihre Grenzen hat. Sie rauscht weniger, bei geringerer Auflösung, größeren Pixeln – sie behält bei höheren ISOs mehr Details und mehr Farbtreue etc – aber rauschen tut das Bild auch, und zwar auch schon ab ISO 6400 und darunter. Wie stark das einem vorkommt, hängt vom persönlichen Toleranzlevel ab. War eine Lernkurve für mich – dennoch liebe ich diese Kamera, schon alleine vom Handling her – ja, ich gehöre zu denen, die den kleinen Griff mögen und das glatte Äußere – aber ich schweife ab.

Beim Druck kommt es wiederum darauf an, wie man das Rauschen wahrnimmt – hier gibt es Grenzen, ab wann man es deutlich sieht und wann nicht. Eine hochauflösende Kamera kann ggf durch die enorme Pixeldichte wiederum etwas kaschieren, was eine kleine 12 MP-Datei beim interpolieren vielleicht nicht mehr kann.

Ihr seht, alles hängt irgendwie zusammen und es gibt keine einzig wahre Empfehlung. Nicht immer ist „viel hilft viel“ das richtige, nicht immer ist „weniger ist mehr“ die korrekte Erwiderung, nicht immer ist „gut auch gut genug“.
Für die meisten wird eine A7s/II mit einem sehr guten Objektiv ausreichen – oder eine Fuji X-T1 oder eine Nikon Df usw…
Viele möchten kostenbewußt Reserven haben – da kommen die 24 MP-Kameras ins Spiel mit guten Sensoren und guten Objektiven. Wer wirklich groß drucken will und vor allem croppen muß (aus welchen Gründen auch immer), der braucht dann ggf tatsächlich eine hochauflösende Kamera ab 36 Megapixeln.

Was man braucht und was man will… das sind allerdings oft Dinge, die man nur mit sich selbst ausmachen kann 😉

The Dark Side, and the Light

The Dark Side, and the Light

Sony Alpha A7s
Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4 @ 16mm & f/4
1/30s
ISO 1000
Blitz: Yongnuo YN 560 III
Software: Adobe Lightroom CC
Location: Odenwald

——–

Amazon-Links:

Sony Alpha 7s nur Gehäuse (12,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD Display, Full HD, Unkomprimierter Output via HDMI (4K/Full HD), Silent Shooting Modus, staub- und feuchtigkeitsgeschützt) schwarz

Sony SEL1635Z, Weitwinkel-Zoom-Objektiv (16-35 mm, F4 ZA OSS, Vario Tessar T*, E-Mount Vollformat, geeignet für A7 Serie) schwarz

Yongnuo OS02037 YN-560 Mark III Systemblitz mit integriertem Funkauslöser

Adobe Creative Cloud Fotografie (Photoshop CC + Lightroom) – 1 Jahreslizenz (Mac/PC)

Odenwald: der Winter naht

Das war heute ein magischer Morgen. Eigentlich wollte ich im Bett bleiben, denn gestern wurde ich ganztägig von massiver Migräne übermannt und konnte keine Photos schießen. Um ca. 4:30 war die Nacht schon vorbei und ich döste vor mich hin, in Gedanken bei meiner Kamera und der Natur des Odenwaldes. Hin- und hergerissen zwischen Erholung, Schlaf, Faulenzia und dem inneren Drang, habe ich mich dann gegen halb 8 doch überwunden.

Der erste Schritt nach draußen: uuh, frisch. Das also war des Pudels Kern: mal wieder krasser Temperaturwechsel. 0 Grad. Die Woche über waren es ja noch immer bald 20 Grad. Aber wir haben kein Klimaproblem, nein nein.

Der erste Blick gen Windeck – Wettercheck. Überraschung und Freude gleichermaßen: schöne Wolkenstrukturen und Farben. Paßt.

Also rein ins Auto und ab gen Odenwald. Die Strecke führte mich durch das Gorxheimertal über Trösel und Abtsteinach. Dort tat sich dann das erste Motiv auf:

Spots in the Blue

Das war in der Tat so unglaublich schön, wie es hier aussieht. Der erste Frost, der erste Schnee… die blaue Stunde… das alles tauchte die Landschaft in die schönsten Farben und ich kam mir vor wie in einem Märchen.

Anschließend ging es durch Abtsteinach in Richtung Heiligkreuzsteinach. Die Dörfer selbst sind – von einigen einzelnen Häusern einmal abgesehen, ja alle relativ häßlich; aber die Strecken dazwischen sind malerisch:

Waldweg im Winter

Überall an den Waldstraßen gibt es kleine Haltebuchten, die es einem erlauben, immer wieder zu stoppen ohne dann gleich ewige Wege gehen zu müssen. Kann man aber auch, wenn man will, denn allüberall führen Wander- und Nutzwege in den Wald hinein.

Eisschneise

An der Hirschquelle zwischen Heiligkreuzsteinach und Heddesbach war es besonders schön, von dort gab es eine abschüssige Stelle, die vollständig vernebelt war, und anschließend konnte man hinter den Wolken den Sonnenaufgang erahnen.

Tannen am Morgen

Winternadeln

Weiter wollte ich dann aber nicht mehr fahren, obwohl es mich schon reizte, noch zur Wolfschlucht in Zwingenberg zu reisen – aber die Bilder wollten auch noch bearbeitet und der Sonntag auf der Couch genossen werden 😉

Weitere Aufnahmen sind – wie immer – im dazugehörigen Album bei Flickr zu sehen.

Folgendes Equipment wurde auf dieser Tour benutzt:
Sony A7s
Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4
Minolta MD ROKKOR 45mm f/2
Minolta AF 70-210mm f/4 „Ofenrohr“