Neues Sony-Objektiv: FE 50mm f/1.4 & Preis des GM 70-200mm f/2.8

Sony hat heute – ganz nebenbei – ein neues Vollformat-Objektiv für seine E-Bajonett-Kameras vorgestellt: das Sony/Zeiss FE 50mm f/1.4

SonyZeiss50mm
(Bildquelle: Sony.de)

Das Objektiv reiht sich ein in die Riege neuer, lichtstarker Linsen für (vor allem) die A7-Serie. Nach den zuletzt vorgestellten Ultra-High-End-Gläsern mit GM-Label haben wir nun also einmal mehr ein Objektiv zum Bestaunen, das aus der Sony-Zeiss-Kooperative stammt. Bei diesen Objektiven werden die Optiken von Carl Zeiss in Deutschland entwickelt und das Objektiv dann von Sony gebaut. Als direkten Vorgänger könnte man hier wohl das FE 55mm f/1.8 nennen. Einen Bildstabilisator wird das neue 50er übrigens nicht haben – der Preis soll bei ca. 1.500 Dollar liegen, also gut doppelt so viel wie beim 55er. Auf dem deutschen Markt wird das Ding dann, schätze ich, inkl. MwSt. bei ca. 1.600 Euro liegen.

Die lichtstarken Linsen für das Kleinbildformat sind:
Sony/Zeiss FE 35mm f/1.4
Sony G Master 24-70mm f/2.8
Sony G Master 70-200mm f/2.8
Sony/Zeiss FE 50mm f/1.4

Und um gleich beim GM 70-200mm f/2.8 zu bleiben: von diesem wurde nun endlich der Preis enthüllt: 2.600 Dollar. Auch hier dürfte der Euro-Preis inkl. MwSt. darüber liegen – kann sein, daß es sich bei 2.800 Euro einpendelt…

Beide Objektive sollen noch in diesem Monat verfügbar sein.

Samyang bringt erste Autofokus-Objektive

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Der koreanische Objektivhersteller (sog. Drittanbieter) hat sich in den letzten Jahren zu einem sehr anständigen Anbieter von Festbrennweiten gemausert – bislang gab es allerdings ausschließlich manuell zu fokussierende Objektive in der Produktpalette.

Das ändert sich nun. Im Juni dieses Jahres kommen Samyangs erste Autofokus-Linsen auf den Markt. Und zwar:

1. 50mm f/1.4
2. 14mm f/2.8

Zwei sehr nützliche Brennweiten; Preise stehe noch nicht fest, aber das 50er soll zwischen 400 und 600 Euro kosten. Wenn die Bildqualität stimmt und der AF einigermaßen was taugt, ist das ein echter Killerpreis.

Und jetzt kommt’s: erhältlich werden diese beiden neuen Objektive erst einmal nur für Sonys FE-Bajonett sein.

Beide Linsen werden einen Filterdurchmesser von nur 67mm haben und mit asphärischen Gläsern bestückt sein.

Anbei zwei Videos – man erkennt hier, daß der AF noch nicht wirklich gut zu funktionieren scheint – aber warten wir es ab. Auf der A7r II klappt es jedoch, wie ich finde, schon ganz gut.

Daß die beiden erstmal nur für das E-Bajonett erscheinen, gefällt mir. Damit ist Samyang einer der ersten Dritthersteller, der sich endlich dieses Mounts annimmt – Tamron und Sigma pennen ja vor sich hin.

Hier noch der Pressetext:

May 3rd, 2016, Seoul, Korea – The global optics brand, Samyang Optics (http://www.samyanglensglobal.com) today announced the long-awaited launch of two autofocus lenses: 14mm F2.8 and 50mm F1.4 lenses for Sony E mount Mirrorless cameras with full frame sensor size. The new 14mm and 50mm are the widest and brightest lenses in their classand offer superb quality images to photographers. This launching expands the boundaries of Samyang Optics photo lens line-up from manual focus only, to now include autofocus lenses.

Optimised Optical Design as Full Frame Mirrorless Camera Lens
Both 14mm F2.8 ED AS IF UMC and 50mm F1.4 AS IF UMC are specifically designed to work in harmony with full frame mirrorless cameras in Sony E mount. The flow of light is devised based on the uniqueness of the distance from glass to sensor in mirrorless cameras to create optimal performance. Along with portability of mirrorless lenses, the 14mm F2.8 and 50mm F1.4 are compatible with full frame sensors to deliver the wideness and sharpnessof image to photographers.

The 67mm filter diameter brings the maximum amount of light into the lens to create the best work of light in photography. The 14mm F2.8 is the widest angle available in the market and the F1.4 of 50mm and F2.8 of 14mm apertures are by far the brightest of full frame mirrorless lenses, offeringa beautiful bokeh effect and the best quality images under various exposure conditions.

Based on Samyang Optics’ exceptional optical technology, aspherical lenses have been included in both lenses to minimise aberration and unnecessary light dispersion, delivering high resolution from the centre to the corners of the image.

AF Performance and Ergonomic Design Based on Class-Leading Technology
These new products will be the first autofocus lenses in over 40 years of Samyang’s class-leading core optics technologies.Samyang has captured the essence of world leading image technology with their manual focus lenses and reinterpreted it into autofocus lenses. Photographers now can enjoy the prime manual lens image quality and autofocus lens. These new 14mm F2.8 and 50mm F1.4 are compatible with both phase detect and contrast detect sensors to operate fast and accurate focus detection.

The 67mm filter diameter is also the result of years of R&D for best handling, by adding stability to the photo-taking experience. Also the minimal and sleek design and metal-housing solidify the build quality with the internal focus system.

These two new autofocus lenses from Samyang Optics will be exhibited at the Photo & Imaging 2016Show in Seoul, South Korea. The lenses will be globally available from July 2016. Further details, pricing and availability will follow.

More information will be released soon onSamyang Optics official website (http://www.samyanglensglobal.com), Facebook page (http://www.facebook.com/samyanglensglobal) andInstagram (http://www.instagram.com /samyanglensglobal).

Ich finde die beiden Objektive sehr schön 🙂

Twin Turbo: Vol. 2

Am vergangenen Samstag war ich einmal mehr mit den Zwillingen Stephan & Martin unterwegs (danke Euch nochmal sehr dafür!!) – es ging dieses Mal nach Mannheim zu einem sog. „Available Light Shooting“, es wurden also keiner Blitze etc. verwendet, sondern ausschließlich das verfügbare Umgebungslicht. Lediglich unter der Unterführung kam ein kleiner Reflektor zum Einsatz.

Hier ein paar Photos aus der Flickr-Serie (weitere sind bei Facebook zu sehen):

Stephan IV

Martin V

Stephan & Martin VI

Stephan & Martin VII

Stephan & Martin VIII

Stephan & Martin IX

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Verwendetes Equipment:
Sony A7s
Minolta AF 50mm f/1.4
Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS
Sony LA-EA4 Adapter

Das Handling der „kleinen“ Sony A7s ist einfach genial. Klar, der Adapter ist ein bissl klotzig, ich habe diesen aber nicht wirklich wahrgenommen. Und auch hier zeigte sich mir wieder: Sony, mach endlich große lichtstarke Zooms!! Die Dinger passen vielleicht nicht in ein „Klein-und-leicht-Konzept“, es war mir aber echt egal, wie groß und schwer der „weiße Riese“ ist, denn die Kamera war es nicht.

Canon EOS 5Ds + Sigma 50mm f/1.4 ART: Test-Photos

PetaPixel hat auf seinem Flickr-Account einige Test-Aufnahmen der Kombination Canon EOS 5Ds + Sigma 50mm f/1.4 ART veröffentlicht.

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Die 5Ds gibt es erst ab Juni zu kaufen – das 50mm ART gibt es nat. schön länger (für verschiedene Bajonette):
Sigma 50mm F1,4 DG HSM Objektiv (Filtergewinde 77mm) für Canon Objektivbajonett schwarz

Kleinbild-äquivalente Brennweiten bei 50mm

In diesem kurzen Beitrag möchte ich aufzeigen, welche Brennweiten bei welchen Sensorgrößen benutzt werden müssen, um die kleinbildäquivalente Brennweite von 50mm zu erreichen (Standardbrennweite bzw. ungefähres Sichtfeld des menschlichen Auges.

Das sogenannte Kleinbildformat ist aus dem 35mm-Film entstanden. Sowohl in der Photographie, als auch im Film/Kino hat sich dieses Format über die Jahre zum meistverwendeten und damit zum Standardformat entwickelt.
Aus diesem Grund werden heute im Grunde sämtliche anderen Formate mit diesem verglichen.

Das Kleinbild-/Filmformat lebt heute in den sog. Vollformatsensoren weiter. Kleinere oder größere Sensoren werden dann mit dem sog. „Crop-Factor“ angegeben, also einem Beschnittfaktor in Relation zum Vollformat.

APS-Sensoren sind bspw. kleiner als Vollformatsensoren; Mittelformatsensoren sind hingegen größer.

Ein 50mm-Objektiv bildet also an einem kleineren Sensor einen engeren Bildausschnitt ab. Die Aufnahme wirkt dadurch im Ergebnis größer bzw. „gezoomt“.
Nimmt man den gängigen Vergrößerungsfaktor von APS-C als Basis (Crop-Faktor x1,5), dann ergibt sich aus einer 50mm Festbrennweite, die für Vollformatkameras konzipiert wurde rein rechnerisch eine 75mm Brennweite. Es werden also die Ränder vom Sensor abgeschnitten.

Umgekehrt wäre es, schraubt man eine Kleinbildlinse an eine Mittelformatkamera. Dann beträgt der Umrechnungsfaktor (gerundet) 0,6. Also wird aus den 50mm am Mittelformat ein 30mm-Objektiv, wobei aber nur in der Bildmitte abgebildet wird und am Rand schwarze Ränder zu sehen sind.

Der Massenmarkt wird heute von vielen Sensorgrößen unterhalb des Vollformats dominiert, weil die Sensoren kleiner und damit günstiger in der Herstellung sind. Dennoch muß man noch immer umrechnen, will man Gewißheit haben, ob man z. B. nun tatsächlich den Standardblickwinkel hat.

Zu allem Überfluß gibt es dann auch noch zwei verschiedene APS-C-Größen, denn Canon schert aus und hat seine Sensoren in diesem Format noch kleiner gemacht mit einem Cropfaktor von 1,6.

Unterhalb von APS-C liegt der Micro Four Thirds-Standard oder kurz MFT, der sich des Bildverhältnisses 4:3 bedient (wie alte Röhrenfernseher). Ich persönlich empfinde dieses Bildformat als relativ unharmonisch. Das Vollformat hat ein Seitenverhältnis von 5:3. Am angenehmsten wird oft 16:10 zu empfunden, das – o Wunder – dem Goldenen Schnitt entspricht.
MFT hat einen Crop-Faktor von 2. Ein 50mm-Vollformatobjektiv funktioniert an einer solchen Kamera (bspw. einer OM-D von Olympus) also wie ein 100mm Teleobjektiv.
Möchte man hier ein dem 50er entsprechendes Objektiv einsetzen, muß man zu einer Linse mit 25mm greifen, eine Brennweite, die am Vollformat schon stark weitwinklig wäre.
Bei APS-C muß man 33,3mm wählen – eine solche Brennweite gibt es aber natürlich nicht. Meistens sind es 30mm oder 35mm.

Heutzutage muß man also ziemlich aufpassen beim Objektivkauf und sich mit den unterschiedlichen Bezeichnungen vertraut machen.
Bei Olympus und Fujifilm gibt es bislang fast nur MFT- oder APS-C-Kameras, da kann man bei den Objektiven beinahe ohne nachzudenken zugreifen und muß nur noch umrechnen.
Bei Kameraherstellern, die aber mehrere Formate im Angebot haben, ist das bisweilen schon verwirrend, erst recht, wenn dazu noch unterschiedliche Bajonette kommen (z. B. Sony, Nikon und Canon).
Vollformatlinsen passen idR an die kleineren Sensoren, aber nicht umgekehrt (z. B. Canon EF und EF-S).
Bei Sony gibt es dann noch zwei Bajonette und jeweils zwei Sensorgrößen. Viel Raum für Fehlkäufe (A-Bajonett, E-Bajonett, FE-Linsen, DT-Objektive…)

Die derzeitigen iPhones entsprechen übrigens einer Brennweite von kleinbildäquivalenten 35mm bei einem Crop-Faktor von 7,6 oder sowas. Es handelt sich also um einen geradzu winzigen Chip.

Zu beachten ist: bereits APS-S-Sensoren gelten heute als „groß“, sind aber nur halb so groß wie Vollformatsensoren. Das bedeutet, sie haben oft ein schlechteres Rauschverhalten, einen geringeren Dynamikumfang, haben geringeres Freistellungspotenzial usw.
Dagegen sind Vollformatsensoren nur halb so groß wie Mittelformatsensoren. Letztere sind aber in der Tat schweineteuer und zwar nach wie vor ein Standard, aber bei weitem nicht so verbreitet, wie die anderen.
MFT ist wiederum deutlich kleiner als APS-C… usw…
Jede Kamera und jeder Formfaktor hat seine Einsatzgebiete, sowie Vor- und Nachteile.

Sigma 50mm f/1.4 DG ART nun all überall erhältlich – für Sony A-Mount

Was lange währt…

nunmehr ist die Wunderlinse von Sigma (50mm f/1.4 DG HSM ART) endlich auch abschließend überall für Sonys A-Bajonett verfügbar. Nach gut einem Jahr des Wartens…

Link zu Amazon (unterstützt den Blog):
Sigma 50mm F1,4 DG HSM Objektiv (Filtergewinde 77mm) für Sony Objektivbajonett schwarz

Und noch einige bildhafte Impressionen, wie das Objektiv an einer Sony SLT A99V aussieht:
(Bild-/News-Quelle: Sonyalpharumors.com)

Sony A99V bei Amazon:
Sony SLT-A99V SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD-Video-Funktion, Live View) schwarz

Sigma 50mm ART für Nikon & Canon:
Sigma 50mm F1,4 DG HSM Objektiv (Filtergewinde 77mm) für Canon Objektivbajonett schwarz

Sigma 50mm F1,4 DG HSM Objektiv (Filtergewinde 77mm) für Nikon Objektivbajonett schwarz

Sigma Objektiv-Dockingstation für Linsen-Korrekturen:
Sigma USB-Dock für Canon Objektivbajonett schwarz

Minolta-Objektive unter realen Bedingungen bei Nacht getestet

Bei der Garzweiler-Tour hatte ich am Dienstagabend u.a. die Gelegenheit, meine Minolta-Objektive dem Nacht-Härtetest zu unterziehen. Das ganze war streckenweise wirklich wacklig und sogar auf dem Stativ nicht ohne Steady-Shot durchführbar – jedenfalls zum Teil – weil der Skywalk (also der Steg) nicht so verankert war, daß er ruckelfrei alles aushält, sondern bei jedem Schritt gewaltig wackelt und bebt.

Im Einsatz waren folgende Linsen:

Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS
Minolta AF 100mm f/2.8 Macro
Minolta AF 50mm f/1.4
Tamron SP 24-70mm f/2.8 Di USD

Eines gleich einmal vorweg: das Tamron ist ja der „günstige“ Ersatz bei den Sonys für das Zeiss 24-70mm und wird ob seiner Abbildungsleistung gerühmt. Das auch ganz OK so. Aber: im Vergleich mit den alten Minoltas stinkt es teilweise ganz schön ab. Bei Sonnenlicht ist alles noch etwas besser, aber gerade bei Nachtaufnahmen produziert es bei Lichtern ziemlich häßliche Halos, die ich einfach nicht wegbekomme.

Von der Schärfeleistung her haben das 50mm und das 100mm am besten abgeschnitten, wobei vor allem das 100mm der absolute Hammer ist und die schönsten Sterne bei Lichtern produziert.
Allerdings hatte ich beim 100er auch die größten Probleme mit Lens Flares (Linsenflecken).

Die Linsenflecken waren auch beim 80-200er ein ziemliches Problem, die restliche Abbildungsleistung war aber sehr schön – bis vielleicht auf die Lichtfackeln; manchmal sieht es so aus wie Jet-Streams oder Protuberanzen.

100mm Macro @ f/8, ISO 100:
Bagger 288

50mm @ f/8, ISO 100:
Bagger 288

80-200mm @ 80mm f/8, ISO 100:
Bagger 288

80-200mm @ 200mm f/8, ISO 100:
Bagger 288

24-70mm @ f/11, ISO 100:
Garzweiler

Alle Bilder wurden mit Lightroom nachbearbeitet (Kontrast, Klarheit).

Familienzuwachs: Minolta AF 50mm f/1.4

Heute war es also soweit: mein „neues“ Minolta AF 50mm 1.4 war in der Post. Und, was soll ich sagen: es ist äußerlich in einem traumhaft guten Zustand.

Damit ist meine „Ofenrohr“-Sammlung (vorerst) komplett… natürlich gibt es da noch andere… aber das muß nun erst einmal Zeit haben.

Am Wochenende geht es am Neckar entlang durch den Odenwald – und da werden die drei sicher ausgiebig genutzt. 🙂

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