Fujifilm X-100F – erste Eindrücke

Vor einiger Zeit habe ich mir ein neues „Spielzeug“ geleistet, dem ich schon seit langem hinterher hechle. Ich meine damit eine Kamera von Fujifilm aus der X-100-Reihe.
Die X-100F ist die nunmehr vierte Inkarnation dieser „Kompaktkamera“ und bietet, wie auch schon deren Vorgängerinnen, einen ganzen Haufen feine Technik verpackt in ein Retro-Gehäuse mit Festbrennweite.

Einen detaillierten Test spare ich mir, von diesen gibt nun wirklich schon genug im Netz, sowohl in Text-, als auch in Videoform. Man ist sich eigentlich durchweg einig, daß Fujifilm hier ein kleines Meisterstück gelungen ist. Nun, dieser Meinung schließe ich mich gerne an.
Die X100F ist zwar nicht notwendigerweise eine „Hosentaschenkamera“, denn dafür ist die dann doch noch etwas zu groß; sie ist aber klein und kompakt genug, um in einigen Jackentaschen bequem Platz zu finden.
Die Spezifikationen der Kamera findet Ihr hier:
http://www.fujifilm.com/products/digital_cameras/x/fujifilm_x100f/specifications/

Die wichtigsten Eckdaten sind:
– 24MP X-trans III-Sensor im APS-C-Format
– Festbrennweite mit 23mm (entspricht 35mm im Vollformat)
– max. Blendenöffnung von f/2
– Auto-ISO bis 12800
– 1 SD-Karten-Slot
– geräuschlose Aufnahmen bei elektronischem Verschluß

Das kleine Wunderding macht mir bis jetzt unglaublich viel Spaß. Ich habe die Kamera oft einfach nur dabei, um am Start zu sein, wenn ich was interessantes sehe. Einziger Nachteil der Kamera ist in meinen Augen der, daß sie klein Klappdisplay besitzt – für eine waschechte Street-Kamera mittlerweile eigentlich ein No-go, aber nun ja. Ich komme auch so mit ihr zurecht.
Die Menüführung ist klar und deutlich und am Ende auch intuitiv – das Q-Menü für Schnellzugriffe auf die benutzerdefinierten Vorgaben ist eine extrem große Hilfe.
Tief beeindruckt bin ich auch von dem X-trans III-Sensor, der im High-ISO-Bereich ziemlich zu glänzen weiß. Derartige Ergebnisse kenne ich in der Tat bislang nur von Vollformatkameras.
Das Objektiv bildet scharf ab – viele sagen in ihren Tests, bei f/2 sei die Abbildung etwas schwammig oder unscharf – nun… ich finde das nicht unbedingt, ich bin aber auch ein Schärfe-Fetischist. Mir geht es um die Bildwirkung und die Komposition.

Richtig Spaß machen mir die Filmsimulationen für die JPEGs direkt aus der Kamera, wobei ich hier die Schwarz-Weiß-Simulation ACROS am besten finde. Ich habe mich dabei ertappt, daß ich – übrigens zum ersten Mal mit einer Kamera – sehr gerne einfach die JPEGs DOOC benutze und mir die RAW-Entwicklung bei so manchem Motiv spare.

Wetterfest ist sie leider nicht, aber um ehrlich zu sein, ist mir das relativ egal – bis konnte noch jede Kamera ein paar Regentropfen aushalten; diese auch.
Preislich spielt dieses feine Stück Technik am Ende dann auch in einer höheren Liga. Mit gut 1,400 Euro gönnt man sich hier wahrlich kein Schnäppchen und hat etwas dabei, auf das man schon etwas mehr achtgeben möchte. Für mich persönlich ersetzt diese Kamera (entgegen dem allg. Trend) immer öfter mein iPhone (welches umgerechnet auch ca. 33mm an Brennweite bietet). Ich liebe es, dieses schöne Gerät in meinen Händen zu halten, ich liebkose es beinahe. Sie steht auch nicht im Schrank bei meinen Sonys, sondern inmitten meines Wohnzimmers und lächelt mich die ganze Zeit an 😀

So. Das soll es an Text gewesen sein.
Nachfolgend ein paar Aufnahmen, die ich in den vergangenen Wochen mit der X100F gemacht habe. Einige davon finden sich wie immer bei Flickr (unter Angabe der EXIFs).
Die s/w-Aufnahmen sind alle DOOC (direct out of camera), die Farbaufnahmen sind aus den RAWs entwickelt.

Luminar 3 – es wird wärmer… :-D

So, bin grade von der Arbeit nach Hause gekommen und habe mal schnell Luminar 3 angeschmissen.

Nach einem Neustart von Luminar 3 läuft das Ding flüssiger. Das Geruckel und Gewarte ist größtenteils eingedämmt.

Die Übersicht finde ich ganz gut – allerdings habe ich noch nicht herausbekommen, ob und wenn ja wie es möglich ist, „virtuelle Kopien“ a la LR anzulegen, um mehrere Bearbeitungsversionen einer Datei zu erzeugen und diese dann vll stapeln zu können… na mal sehen. Hab es eben nur schnell nochmal angemacht.

Die Bedienung der Werkzeugleiste „Professionell“ ist doch einigermaßen intuitiv. Gefällt mir ganz gut, auch wenn ich mit dem Abwedler/Nachbelichter noch nicht so richtig warm werde und noch nicht gerafft hab, ob oder wo es Verlaufs- und/oder Radialfilter gibt.
Manches heißt halt bissl anders oder sieht anders aus… aber im Großen und Ganzen schein das zu passen.

Wer keine Lust hat auf die professionellen Werkzeuge, kann sich iÜ auch eine vereinfachte Leiste einrichten bzw einblenden lassen.
Der Katalog scheint erst einmal einigermaßen geglückt; mit der Galeriefunktion kann ich noch nicht wirklich was anfangen… das mutet seltsam an. Muß ich mir nochmal näher ansehen.

Es geht los… Skylum Luminar 3 ist erhältlich.

Jetzt wird es spannend… seit heute ist Skylum Luminar 3 draußen, jetzt auch mit Katalog-Funktion. Hab das Ding gerade geladen; Luminar scannt momentan meine Photosammlung, um den Katalog und eine Galerie zu erstellen (is seit ner halb Stunde beschäftigt und schon bei 3% 😂
https://skylum.com/de/luminar
Mal sehen, wie sich die Software nun gegen Adobe Lightroom schlägt… heut gibt das jedenfalls nix mehr – wenn das so weitergeht, komme ich erst morgen am späten Abend dazu, das Ding mal zu testen.
Luminar 2018 war schon ganz nett, konnte aber in puncto intuitiver Bedienung und dem Workflow insgesamt noch nicht wirklich an LR rankommen.
Hoffentlich springt auch Serif mit seiner Affinity-Reihe bald in den Ring.

Update (19.12.2018):
Uff… das Programm ist entsetzlich langsam…