Sony: LSI-Chips und besserer AF für künftige Modelle

Imaging Resource hat ein Interview mit Sonys Managern Kimio Maki und Takashi Kondo geführt und dabei einige interessante Details erfahren:

Der neue LSI-Chip, der die neue A99 II bei der Serienbildrate beschleunigt, soll auch in künftige Modelle der spiegellosen Systemkameras eingebaut werden.

Ferner sieht Sony seine A-Mount-Modelle weniger als Produkte, die dazu sind, Kunden von Canon, Nikon & Co. wegzulocken, sondern um neue Technologien einzuführen.

Auch soll es keine neuen A-Bajonett-Objektive speziell für die neue hohe Auflösung der A99 II geben, also keine GM-Objektive mit A-Mount. Vielmehr sollen die bereits erhältlichen G- und Zeiss-Objektive die erforderlich Auflösung schaffen (zumindest, wenn man sie leicht abblendet).

Darüberhinaus wisse man, daß das Thema „Autofokus“ und dessen Geschwindigkeit bzw. Treffsicherheit das große Thema ist, um bspw. gegen direkte Konkurrenten wie Fujifilm mit der X-T2 usw. aber auch gegen die DSLRs bestehen zu können. Hier will man ebenfalls bei künftigen Modellen nachrüsten.

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Kommentar:

Einmal mehr finde ich zwei Aussagen interessant, die die Zukunft des A-Bajonetts als fraglich erscheinen lassen.
Das A-Bajonett nur als Testplattform zu nutzen, ist schon etwas seltsam – natürlich lieben es langjährige und treue A-Bajonett-Nutzer, daß nun mit der A99 II eine echte Profikamera erhältlich sein wird, die die Topmodelle von anderen zumindest in einigen Bereichen ziemlich alt aussehen läßt – aber einmal mehr finde ich, daß ein echtes Bekenntnis zur Zukunft dieser Plattform anders aussieht.

Und gleiches muß für die Objektive gelten. Natürlich haben wir bereits einen hervorragenden Objektivpark in Sonys Sortiment – aber es wäre schon nett gewesen, auch hier ein Zeichen zu setzen und wenigsten ein oder zwei GM-Linsen nachzuschieben – oder eben ältere Linsen zu überarbeiten. Denn die GM kann man schließlich nicht am E-Mount adaptieren.

Es sind ohnehin schon viele zum E-Bajonett gewechselt (mich eingeschlossen); ich bezweifle daher, daß das A-Bajonett auf die lange Sicht noch was reißen kann. Aber mit den derzeit erhältlichen Kameras, sind ein paar wirklich schöne und sehr gute Modelle im Angebot; auch wenn drei Kameras ansich nicht grade viel ist… aber die, die es gibt, sind verdammt gute Geräte, die eigentlich jeden glücklich machen sollten (vorausgesetzt, man hat zB für eine A99 II genug Speicherplatz frei).

Sigma: FE-Objektive sollen kommen

Laut eines Interviews des Magazins Focus Numerique mit Sigmas Präsident Kazuto Yamaki, möchte das Unternehmen fürderhin endlich Objektive für Sonys E-Mount in der Version für das Vollformat (FE) herstellen.

„Die Zukunft des FE-Bajonetts strahlt. Also ja: wir werden in Zukunft Objektive für das FE-Bajonett vorstellen. Ich selbst habe mir eine A7R II gekauft, um die Performance und die Möglichkeiten von Sonys Hybriden verstehen zu können. Normalerweise nutze ich unsere eigenen Produkte mit Foveon-Sensor, aber von Zeit zu Zeit kaufe ich auch neue, innovative Plattformen (“game changing cameras”).

Was lange währt… aber ich glaube das erst, wenn ich es auch sehe. Schon Tamron hat vor einer gefühlten Ewigkeit behauptet, sie würden nun auch FE-Objektive bringen; bislang ist davon nicht einmal ansatzweise etwas zu sehen.
Warum sich Sigma und Tamron so zögerlich verhalten, ist mir ein Rätsel. Sonys Kameras verkaufen sich sehr gut und würden sich noch mehr verkaufen, wenn es endlich einigermaßen bezahlbare Objektive dafür gäbe.
Wir dürfen also gespannt sein, ob da was drin ist und wie lange es noch dauert, bis wir endlich die ersten ART-/Sport-Linsen nativ an die spiegellosen Sony-Modelle schrauben dürfen.

Lichtreigen in Mannheim

Heute abend war ich mal wieder in good ol‘ Monnem. Eigentlich wollte ich vor allem nach Sonnenuntergang in der Innenstadt rumstreunen und testen, ob sich da nicht auch mal ein paar Großstadtphotos machen lassen…

Vergiß es…
Die Sonne fällt und um 21 Uhr werden da die Bordsteine hochgeklappt. Total tote Hose. Eine vom Leben pulsierend Stadt sieht anders aus.
Die Quadrate waren dann auch mal wieder einfach nur weite, häßliche Straßen mit tausenden geparkten Autos… bläääh.
Ich liebe mein Mannheim, aber bisweilen könnte ich einfach nur in es reinkotzen. So langsam wird aus der bedeutendsten Stadt Baden-Württembergs ein zu groß geratendes Kuhkaff.

Aber…
…als ich aus dem Parkhaus rausgestiefelt war, bin natürlich erstmal am Friedrichsplatz hängen geblieben. Ich habe das Stativ aufgebaut… das 16-35mm auf die A7II geschnallt… und einen Riesenhaufen beschissene Photos produziert, die ich hier gar nicht zeigen will.
Völlig gefrustet, bin ich noch ein wenig umhergelatscht mit der A7s in der Hand.
Vor dem Brunnen am Wasserturm war gerade ein Photo-Workshop im Gange. Und ulkigerweise hat genau dieser die perfekte Kulisse für ein wirklich gelungenes Photo abgeliefert:

Lichtreigen

Ein paar weitere Bilder findet Ihr in der sfp Photo-Galerie auf meiner Facebook-Seite.

Der Sternhimmel über Falken-Gesäß

Ja, das Kaff heißt wirklich so 😀

Die Milchstraße über Falken-Gesäß

Dieses Mal ist es mir besser gelungen, finde ich – aber selbst in der Einöde strahlen all die Dörfer und Städte ab… fürchterlich in diesem Land.

A7s & Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4

Ich hasse „Focus by Wire“

Heute war ich – endlich mal wieder – in Sachen Milchstraße unterwegs. Und natürlich habe ich mein Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4 dafür eingepackt (Bild s. nächster Beitrag).
Und ich muß sagen, daß ich von diesem schweineteuren Objektiv an diesem Abend doch ziemlich enttäuscht war.
Mit diesem – ‚tschuldigung – verkackten Focus by Wire ist das manuelle Fokussieren eine absolute Zumutung. Da hat man schon eine spiegellose Kamera und Focus Peaking und dann wird einem die Suppe mit solch einem Scheiß versalzen.
Sobald man auf MF umstellt und den Fokusring betätigt, aktiviert sich automatisch das Fokus-Peaking und die Lupenfunktion. Ansich nicht schlecht, man hat aber keinerlei Gefühl dafür, wo man nun gerade ist, denn alles funktioniert digital. Drehe ich schnell, fokussiere ich schnell; drehe ich langsam, fokussiere ich langsam; aber man sieht es nicht so gut, wie bei einem echten manuellen Fokus. Man spürt ihn nicht. Man sieht ihn nicht wirklich. Es ist einfach nur grauslig.

Ich habe ja inzwischen zwei solcher Objektive – neben dem 16-35mm noch das FE 55mm f/1.8.
Bei dem, was diese Dinger kosten ist eigentlich eine Frechheit, daß keine anständige manuelle Fokussierung möglich ist.

Beim AF sind sie super und die Abbildungsqualität ist klasse – aber daß weder ein Blendenring dabei ist, noch ein echter manueller Fokus, enttäuscht mich sehr.

Blätterstudie

Heute hat es mich – einmal mehr – in den Luisenpark in Mannheim gezogen; ich liebe diesen Park und vor allem das dortige Pflanzenschauhaus. Und ich liebe Bananenblätter. Deren Form und Struktur haben mich schon immer fasziniert; und fast immer, wenn ich in den Park gehe, habe ich mein 100er Makro dabei und genieße diese faszinierende Pflanze. Unter all den Bananas sind auch ein paar vom Schokoladenbaum 🙂
Heute hatte ich auch das 55er Zeiss im Einsatz, da dieses eine sehr nützliche Naheinstellgrenze hat.

Bananenblatt

Banana Leaf

Chocolate Tree

Schwimmen im Grünen Meer

Banana Scratch

Bananentau

Bananentropfen

Schokoladenbaumblatt

Banane

Blattschichten

Blattgeäst

Banana Layers

Banana

Nachdem ich mich bei den Bananen ausgetobt hatte, ging es weiter zum Schmetterlingshaus. Allerdings wurde ich dort alsbald von einem Rudel lauter Vollidioten gestört… hat dann keinen Spaß mehr gemacht.

Schmetterling

Schmetterling

Schmetterling

Atlas-Seidenspinner

Auf dem Weg dahin, kam ich durch’s Aquarium 🙂

Piranha

Und zum Schluß hat es mich noch kurz an den Luisenring gezogen.

Luisenring

Sony A99 II: Kommentar & Ausblick

Da ist sie nun also, Sonys neues Flaggschiff A99 II. Die Kamera hat eigentlich nur einen einzigen echten Makel und der ist, daß durch die SLT-Technik bei jedem Photo ca. 30% an Licht verloren gehen. An der Schärfentiefe ändert das freilich nichts, aber man muß eben ggf eine höhere ISO-Zahl einstellen. Ein Fakt, welches sich durch die heutigen Sensoren aber (fast) wieder ausgleicht – erst recht in Verbindung mit dem 5-Achsen-Bildstabilisator (der allerdings wiederum ziemlich stromhungrig ist).

Die A99 II wirkt auf dem Papier wie eine leicht getunte A7r II. Die beiden Kameras sind die Spitzenmodelle einmal für A- und einmal für E-Mount, wobei die A99 II ggü der A7r II noch das eine oder andere kleine Plus hat.

Viel aufregender finde ich aber, daß Sony dieses Mal ein echtes Konkurrenzprodukt zu Canikon veröffentlicht hat. Sicher, die D810 kommt allmählich in die Jahre und dürfte kurz- bis mittelfristig ein Update erfahren; die Canon 5D IV aber war schon bei der Veröffentlichung kein Wow-Produkt mehr. Ein logisches, solides Update, ja, aber keine Kamera, die einen vom Hocker haut. Das soll jetzt nicht heißen, daß das eine schlechte Kamera ist, im Gegenteil, aber Canon hinkt momentan irgendwie allen Trends hinterher. Das mag in manchen Teilen beruhigend sein (daß man nicht alles mitmacht), aber in den meisten Fällen ist das eher weniger nützlich.

Die neue A99 II ist beinahe nur noch so groß wie die A77 II (APS-C) und sogar der Batteriegriff der kleinen Schwester paßt an die neue A99 II. Sie hat in Sachen Größe und Gewicht abgenommen, an Features jedoch monströs zugenommen.
Sony haucht damit dem totgeglaubten A-Bajonett neues Leben ein.
Zu spät?
Nun, das wird man abwarten müssen. Es ist klar, daß sich Sony momentan auf das E-Bajonett konzentriert – aber die A-Mount-Verkaufszahlen (?) und die DSLR-Verkauszahlen ansich, sind noch immer höher, sodaß es in meinen Augen fatal wäre, den ganzen Stammkunden den virtuellen Mittelfinger zu zeigen. Es gibt auch insgesamt nur noch 3 A-Mount-Kameras am Markt (wenn die alten Modelle dann mal vollständig abgelöst wurden): Die A68, die A77 II und die A99 II. Ein klares Bekenntnis sieht anders aus.
Allerdings will Sony absichtlich keine größere Diversifikation in Sachen A-Mount, damit man keine zu große, eigene Konkurrenz im liebgewonnenen E-Segment bekommt. Verständlich. Zwar liegen die Verkäufe der spiegellosen Systemkameras noch immer hinter denen der DSLRs, aber langfristig betrachtet dürfte sich das ändern; und da will Sony sein Know-How und seine Ressourcen einfach zukunftsträchtig konzentrieren und einen Vorsprung herausarbeiten.

Wenn dem aber nun so ist… was kommt als nächstes?

Eine gute Frage. Und eine, die mir auch ein wenig Angst macht. Denn der Produkt-Auswurf seitens Sony war in den jüngsten Jahren so immens, daß man als Kunde ziemlich verunsichert ist, wenn es darum geht, sich ein neues Sony-Produkt anzuschaffen: wird es in einem Jahr schon wieder was besseres geben? Ist A-Mount jetzt tot oder erst in 10 Jahren? Kommt das Mittelformat noch? Eine A9? Eine kurzfristige A7 III? Eine A7000?

Nun, das sind auch Dinge, die jeder für sich selbst entscheiden muß, sprich: brauche ich das neueste Produkt? Oder komme ich ganz wunderbar klar mit dem, was ich habe?

Aber: Da nun die Kameras da sind für beide Bajonette und die Grenzen abgesteckt sind… reicht es in meinen Augen eigentlich erst einmal. Es sei denn Sony möchte wirklich nicht, daß eine A99 II auch nur in winzigen Teilen besser ist, als die Modelle mit E-Bajonett.
Was dann?
Die sogenannte „A9“ geistert ja schon länger durch die Internet-Gerüchte-Gazetten. Ich persönlich aber bezweifle stark, daß das eine E-Mount-Kamera wird. Was soll da dann drin sein, was die A7r II nicht schon kann? Und wozu?
Für mich ergibt es wirklich mehr Sinn, daß die A9 eine Mittelformatkamera wird. Spiegellos, ja, aber mit einem größeren Sensor. Schließlich produziert Sony die Sensoren ja schon für andere, hat bislang aber selbst keine Mittelformat-Kamera im Angebot. Und da Hasselblad und Fuji nun soweit sind… ich kann mir vorstellen, daß Sony davon wußte und erst einmal abwarten wollte, wie die Dinger aussehen, was sie können und wie sie vom Markt aufgenommen werden. Anders war es bei der A99 II im Grunde auch nicht. Die war garantiert schon lange fertig, man wollte aber wissen, was die 5D IV bringen wird und wußte nun: da können wir locker mithalten. Die Technologien waren da, die Gehäuse auch… man mußte die Kamera eigentlich „nur noch“ zusammenbasteln.

Auf der anderen Seite… viele „Profis“ nörgeln ja immer noch rum, daß man in den spiegellosen von Sony keine 2 Speicherkarten einlegen kann. Möglicherweise wird die A9 doch so eine Art „Sony SL“ wie die Leica. Einfach ein kleines bißchen größer, damit man einen größeren Akku und zwei Speicherkarten unterbringen kann. Und vielleicht verpaßt man dieser Kamera dann auch die 12 fps und platziert sie als journalistisches Top-Produkt neben einer Nikon 5D und einer Canon 1DX II.

Das nächste was ansteht, ist eigentlich die A7 III. Die sollte dann einen BSI-Sensor bekommen, ein paar mehr AF-Punkte, aber im Grunde gleich bleiben. Alles andere wäre seltsam, finde ich. Und dann fehlt auch der A7s III ein BSI-Sensor und ein paar Megapixel. Die A7r II sollte erst einmal längere Zeit ohne Update bleiben.
Und ganz ehrlich: eigentlich lassen die Kameras keine Wünsche offen – und wer Sport & Speed will, greift eh zur A6300. War wir hier brauchen, sind eher lange Brennweiten jenseits der 200mm.

Das A-Bajonett wird jetzt erst einmal so schnell keine Updates mehr bekommen. Das E-Bajonett wohl im nächsten Jahr.
Und die A9… tja… wenn ich recht habe, gibt das ein neues Bajonett.

Schauen wir mal… 🙂

Weitere neue Objektive von Sigma und Voigtländer

Sigma hat 3 neue Objektive vorgestellt:

  • 85mm f/1.4 DG HSM Art für $1199.00 USD
    12-24mm f/4 DG HSM Art für $1599.00 USD
    500mm f/4 DG OS HSM Sport für $5999.00 USD
  • Die Objektive sind für das Vollformat gerechnet und werden wohl wieder zuerst für Canons EF-Mount und Nikons F-Mount erhältlich sein, bis sie dann auch für Sonys A-Bajonett und ggf andere erscheinen.

    Voigtländer bringt ebenfalls ein neues Vollformat-Objektiv, speziell für Sonys E-Bajonett:

    65mm f/2 Macro Apo-Lanthar

    Details nachzulesen bei Sonyalpharumors.com