Es gibt Motive, da ist es schön, etwas mehr Megapixel zu haben

Ja, schon wieder das leidige Thema. 😀 Aber ich befasse mich dann doch recht intensiv damit in den letzten Monaten.
Zuletzt habe ich mir ja dieses Bild im Großformat (ca. A1 – also mit Seitenlänge 90cm) drucken lassen:

Im Land der Bäume

Das Bild habe ich aufgenommen mit der Sony A7s (also mit 12 Megapixel) und dem Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4 bei 35mm und ISO 800.
Das (für mich) Besondere an dem Bild ist nicht Landschaft ansich, sondern der darin untergebrachte Mensch als Größenvergleich. Daher kommt das Bild natürlich immer besser zur Geltung, je größer man es druckt.

Ich habe die RAW-Datei zwar in eine druckfähige JPEG mit 300 dpi exportiert, für diese Bildgröße (90×60 cm im Seitenverhältnis 3:2) muß es bei 12 Megapixeln aber natürlich ganz schön gestreckt werden, was bedeutet, daß am Ende nur noch irgendwas um 120 dpi (bzw. ppi) übrig bleiben.

Das hat zur Folge, daß man einen größeren Betrachtungsabstand benötigt, um das Bild scharf wahrnehmen zu können.

Aber: den kleinen Mensch im Bild nimmt man natürlich nur dann wahr, wenn man etwas näher rangeht… und erst dann mit einem vor und zurück erfaßt man das Bild vollständig.

In diesem speziellen Fall ist es also so, daß es durchaus einen Sinn hat, ein solches Bild mit einem höher auflösenden Sensor (mind. 24 Megapixel) aufzunehmen. Und damit habe ich mich natürlich auch irgendwie selbst widerlegt, wenn ich in anderen Artikeln sage, daß 12 MP eigentlich immer reichen… das tun sie freilich nicht immer – aber meistens. Man drucket ja nicht immer groß oder steht selten nach dran. Die alte Aussage gilt natürlich nach wie vor, muß aber relativiert werden.

Eine 42 Megapixel-Kamera (oder darüber) halte ich für die meisten Anwender noch immer für völlig überdimensioniert.

Warum ich APS-C nicht mag

Nun, der Titel mag etwas ketzerisch sein und viele mögen über die nun folgenden Aussagen die Nase rümpfen, aber ich möchte an dieser Stelle einmal aufzeigen, warum ich es für sinnfrei halte, an APS-C – und im übrigen auch an mFT – festzuhalten.

Klar ist, daß kleinere Sensoren ihre Daseinsberechtigung haben und hatten – aber warum ist dem so?
Nun, sie sind kleiner. Das bedeutet, man bekommt mehr raus bei der Produktion und kann Kameras (vermeintlich) günstiger verkaufen. Zum anderen werden (vermeintlich) die Kameras kleiner, flexibler und man spart auch hier Geld, Transportkosten, Lagerhaltung, Material etc pp.
Linsen für kleinere Sensoren sind kleiner und günstiger… usw.

Ein jeder wird heute sagen: ist doch egal, denn die Bildqualität ist sowieso überall gleich.

Jein.

Es ist Fakt – und daran läßt sich nun mal aufgrund allgemein gültiger physikalischer Regeln im Universum nichts ändern – daß größere Sensoren größere Pixel ermöglichen, mehr Licht einfangen, ein höheres Freistellungspotenzial haben und somit bei entsprechender Produktgüte am Ende immer die höhere Bildqualität liefern zu einem vergleichbaren kleineren Sensor.

Dem Anwender bürdet man nebenbei die Umrechnung auf das Kleinbildformat auf (das nunmal der Standard ist), zwingt ihn aufgrund vermeintlicher Einsparmöglichkeiten zur Akzeptanz eines höheren Bildrauschens bei höheren f- bzw. t-Werten. Denn – ja – auch die Lichtstärke muß man streng genommen umrechnen.

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(Bildquelle: de.Wikipedia.org)

Wenn man die einen kleineren Sensor günstiger verkauft, kann man logischerweise, ohne mit Gegenwehr zu rechnen, die größeren um einiges teuere verkaufen – man hat also eine Schiene, die vermeintlich günstig ist – was sie aber eben nicht ist. Denn ein Unternehmen wäre relativ dusslig, wenn es nicht aus jeder sich bietenden Situation versucht, das meiste Kapital schlagen zu können.
In dem Moment, in dem Kameras mit APS-C-Sensor für 1.500 Euro pro Stück verkauft werden, kann man Kameras mit Vollformatsensor gut für das doppelte verkaufen. Schließlich ist der Sensor ja auch fast doppelt so groß.
Kameras und Objektive sind idR recht preisstabil, sofern sie einige Zeit ohne Nachfolger auf dem Markt bleiben.

Betrachtet man Einführungspreise und Endpreise kurz vor der Veröffentlichung eines Nachfolgers, darf man sich durchaus die Frage stellen: wenn jetzt noch Gewinn gemacht wird – und zwar ausreichend – warum war das Ding am Anfang so teuer?
Nun, das ist alles legitim. Und natürlich verfeinern und verbessern sich im Laufe eines Produktzyklus die Fertigungsprozesse usw. sodaß Produkte günstiger angeboten werden können bei etwa gleicher Marge.

Was aber wären, wenn man endlich nur wieder Kleinbildsensoren produzieren würde?
Je mehr man von einem Produkt herstellt, desto günstiger wird es in der Herstellung, wenn entsprechende Absätze generiert werden können.
Die Nachfrage wäre die gleiche, wenn nicht sogar höher. Zudem wäre man nicht mehr dazu gezwungen, verschiedene Produktlinien mit verschiedenen Fertigungsprozessen zu betreiben. Nun, ich bin kein Betriebswirtschaftler und auch kein Vorstand eines Kameraproduzenten – aber mir leuchten viele Dinge in bezug auf die kleinen Sensoren nicht mehr ein.
Klar, jemand der bislang nur mFT und APS-C hergestellt hat, müßte erst einmal relativ teuer umrüsten. Aber wenn der Markt ohnehin nur nach dem einen Produkt verlangt (Mittelformat und größeres lasse ich erst einmal bewußt außer Betracht), kann das kaum ein Hinderungsgrund sein. Und eine eigene Sensorentwicklung haben nur noch wenige. Teuer wird ggf nur die Entwicklung neuer Linsen und deren Etablierung, vor allem, weil das erst einmal dauert. Das ist immer so bei der Einführung eines neuen Systems.

Interessant ist doch aber, wenn man sich einmal Sony als Beispiel anschaut. Die haben zwar auch APS-C-Kameras im Sortiment – im Grunde sind das aber nur noch 2 Stück. A-Mount stirbt mittelfristig aus, da muß man sich nichts vormachen; und ansonsten sind nur die A6300 und die A5300 aktuell – der Rest läuft ebenfalls aus.
Beim Kleinbild sieht es anders aus: da werden die alten A7-Modelle als Einsteigerkameras nach wie vor produziert und finden reißenden Absatz neben den teureren Profimodellen. Die Kameras sind allesamt im Grunde genauso groß wie eine Olympus und mit Sicherheit nicht teurer in der Herstellung.
Und wenn ich mir dann anschaue, was Fujifilm und Olympus für ihre Kameras verlangen, wird mir schwindlig. Natürlich das tolle Geräte mit genialen Features etc pp – aber… mal ehrlich: sind sie das wert? Ich denke nicht. Freilich ist das oft auch eine persönliche Frage: ist sie mir das wert? Aber am Ende ist es einfach so, daß sie wissen, daß eine Vollformatkamera eben zu X Euro kostet, also können sie sich trauen bis Y Euro zu verlangen. Gäbe es (praktisch) nur noch Kleinbildkameras für die Segmente Einsteiger, Enthusiasten und Profis – so wie es früher zu Filmzeiten einmal war – könnte man sich auf die Herstellung und Entwicklung verschiedener Modelle konzentrieren, die vielleicht irgendwann einmal mehr Sinn ergeben, als es heute der Fall ist.

Und auch den Drittherstellern von Objektiven und sonstigem Zubehör wäre damit geholfen.

Heutzutage gibt es eigentlich – von Ausnahmen abgesehen – kaum noch schlechte Kameras und kaum noch schlechte Objektive. Ich meine damit WIRKLICH schlecht. Und somit ist es in meinen Augen erst recht Zeit, mit der Produktion von kleinen Sensoren (für Wechselobjektivkameras) aufzuhören.

Liebe Kamerahersteller: ich wünsche mir eine Kamera…

​… die folgendes kann/hat:

01.
Einen Vollformatsensor.
Denn die Umrechnerei auf das Kleinbild nervt. Und es nervt, Objektive, die für einen anderen Bildkreis optimiert wurden, an einen kleinen Sensor zu schrauben. Ich mag die zusätzliche Schärfentiefe und auch die größere Fläche für größere Pixel.

02.
Einen Sensor mit ca. 20 Megapixel.
Und dieser sollte hervorragende Pixel haben und in der Nacht sehen können. Es ist mir scheißegal, wie Ihr das Ding nennt, ob nun BSI, SonneMondSterne, Wunderding3000… Hauptsache es rockt und liefert rauschfreie Bilder in der Nacht.
Mehr Megapixel will ich gar nicht, denn die 20 reichen für Drucke bis 90×60 und ggf. auch drüber locker aus. Meinetwegen gebt dem Sensor 24 MP, aber dann is gut, denn mehr bringt nix, mehr können die allermeisten Objektive ohnehin nicht auflösen.
Bildqualität und High-ISO gehen über alles!!

03.
16 bit lossless RAW.
Ja, denn ich will lieber größere Dateien mit mehr Farb- und Lichtinformationen, als gigantische Dateien durch mehr Megapixel.
Dateigrößen sind – auch in Zeiten günstiger Clouds und gigantischer Homeserver – sehr wichtig. Und es muß nicht sein, daß man die Dateien immer größer macht. Lossless ist wichtig, weil es eben doch Momente gibt, in denen man es sieht, ob eine RAW komprimiert wurde oder nicht.

04.
Klein soll sie sein.
Also soll sie wohl spiegellos sein. Sie darf ruhig was wiegen und robust sein, solange sie immer noch einigermaßen leicht, griffig und unauffällig ist. Und natürlich muß sie wetterfest sein. Die Robustheit auf dem Altar der Gehäusegröße zu opfern ist nicht richtig – aber man sieht ja bereits, daß es möglich ist. Olympus, Fuji, Leica und Sony sind hier sehr gut am Start.

05.
Sie braucht keinen Stabilisator haben. Wenn er drin ist, ok, muß aber nicht sein. Der nimmt Platz weg und frißt Strom. Aber man kann ihn ja ggf ausschalten. GPS ist nett, muß aber nicht sein. NFC etc is cool, brauche ich persönlich nicht unbedingt. Wichtig hingegen ist ein Touchscreen. Und dieser Touchscreen muß bitte klapp UND drehbar sein.
Es will mir nicht in Kopf, warum das fast keiner hinbekommt… es gibt Kameras, bei denen funktioniert es wunderbar.
Freilich ist der Stabilisator eine feine Sache, vor allem, wenn man bei wenig Licht vll noch einmal eine ISO-Stufe weniger haben will. Und so allmählich gehören die Stabilisatoren zum Standard – und lassen die wohl auch die Objektive klein genug bleiben für das System, wenn diese dann auf einen verzichten können, auch wenn der Linsen-Stabi wohl noch immer effektiver funktioniert, als der im Gehäuse.

06.
Gute Objektive sind mir wichtiger als enorme Auflösung.
Es zeigt sich immer noch und immer öfter, daß hervorragendes Glas aus niedrig auflösenden Sensoren mehr Bildqualität herausholen kann, als mittelmäßiges Glas an hochauflösenden Sensoren. Jetzt werden viele wieder schreien: ich will aber beides!! Ist ja auch OK, das soll es auch geben – aber für den Normalanwender hat das keinen Sinn.

07.
Zwei Kartenslots? Nö, nicht unbedingt. Wenn ein zweiter reinpaßt, ok, muß aber nicht sein. Nützlich ist er freilich und in professionellen Gehäusen in Muß.

08.
Videofeatures und -anschlüsse.
Wegen mir nicht, aber gehört heute zum Standard. Ich brauche kein 4K, 8K usw. – betrifft aber nur mich persönlich. Heutzutage gehört die Videoausstattung einfach dazu, erst recht bei einer Allround-Kamera.

09.
Viele Knöpfe und Räder sind wichtig.
Dazu ein übersichtliches Menü.
Es ist zwar schön, daß viele Kameras so ausgelegt sind, daß man sich die vorhandenen Knöpfe frei programmieren und belegen kann, es geht aber nichts über die eigentlich Vielzahl an Knöpfen, die für eine gute Übersicht sorgen. Freilich bedingt ein kleines Gehäuse, daß man nicht wie bei einer große DSLR alles mit Knöpfen und Rädern zupflastern kann – umso wichtiger wird hier das Gehäusedesign.

10.
Ein sehr guter Autofokus.
Und dazu natürlich gutes Fokuspeaking, wenn man manuell ran will.

11.
Ein sehr geringes Auflagemaß.
Damit ich möglichst viele Objektive adaptieren kann.

12.
Geräuschlose Aufnahmen.
Ja, das ist wichtig. Leise soll sie sein. Es wir einfach immer wichtiger in sehr vielen Situationen, daß die Kameras es den Objektiven gleich tun und endlich Ruhe geben.

Das sind so meine Wünsche für eine eierlegende Wollmilchsau, die natürlich auch noch bezahlbar sein soll.
Wie gesagt: Wünsche…
Es gibt viele Kameras, die etliches davon bereits umsetzen – und ich bin gespannt, wie es hier weitergeht. Den unsäglichen Megapixelwahn wird man nicht aufhalten können; und solange die Bildqualität und Rauscharmut dabei nicht auf der Strecke bleibt… aber die Folgekosten mit den hochauflösenden Sensoren sind einfach zu hoch und bei einer Allrounder-Kamera nicht notwendig.
Vielleicht habe ich ja Glück und Sony bringt mit einer A7 III so eine Kamera auf den Markt, die die wesentlichen Punkte beherzigt:

20-24 Megapixel Vollformat
BSI-Sensor mit überragenden Low Light-Fähigkeiten
übersichtliches Menü
16bit lossless RAW
sehr guter AF
geräuschlose Aufnahmen

Neues Sony-Objektiv: FE 50mm f/1.4 & Preis des GM 70-200mm f/2.8

Sony hat heute – ganz nebenbei – ein neues Vollformat-Objektiv für seine E-Bajonett-Kameras vorgestellt: das Sony/Zeiss FE 50mm f/1.4

SonyZeiss50mm
(Bildquelle: Sony.de)

Das Objektiv reiht sich ein in die Riege neuer, lichtstarker Linsen für (vor allem) die A7-Serie. Nach den zuletzt vorgestellten Ultra-High-End-Gläsern mit GM-Label haben wir nun also einmal mehr ein Objektiv zum Bestaunen, das aus der Sony-Zeiss-Kooperative stammt. Bei diesen Objektiven werden die Optiken von Carl Zeiss in Deutschland entwickelt und das Objektiv dann von Sony gebaut. Als direkten Vorgänger könnte man hier wohl das FE 55mm f/1.8 nennen. Einen Bildstabilisator wird das neue 50er übrigens nicht haben – der Preis soll bei ca. 1.500 Dollar liegen, also gut doppelt so viel wie beim 55er. Auf dem deutschen Markt wird das Ding dann, schätze ich, inkl. MwSt. bei ca. 1.600 Euro liegen.

Die lichtstarken Linsen für das Kleinbildformat sind:
Sony/Zeiss FE 35mm f/1.4
Sony G Master 24-70mm f/2.8
Sony G Master 70-200mm f/2.8
Sony/Zeiss FE 50mm f/1.4

Und um gleich beim GM 70-200mm f/2.8 zu bleiben: von diesem wurde nun endlich der Preis enthüllt: 2.600 Dollar. Auch hier dürfte der Euro-Preis inkl. MwSt. darüber liegen – kann sein, daß es sich bei 2.800 Euro einpendelt…

Beide Objektive sollen noch in diesem Monat verfügbar sein.

Gastbeitrag über Street Photography von Carsten Osterwald

Hallo liebe Leser,

ich freue mich, Euch heute mal wieder einen Gastbeitrag präsentieren zu können – dieses Mal von Carsten Osterwald, einem Mitglied der sfp-Flickr-Gruppe.
Vielen Dank an Dich Carsten für Deinen Beitrag und Mühe!!
Und Euch allen nun viel Spaß beim lesen 🙂

Erst einmal ein herzliches Dankeschön an Sebastian für die Möglichkeit, auf seinem Blog einen Gastbeitrag zum Thema Fotografieren zu schreiben, zu dem er auf seiner Flickr-Site (https://www.flickr.com/groups/2wielicht/) aufgerufen hat.

Mein Name ist Carsten Osterwald, ich bin 50 Jahre alt (aber nur auf dem Papier ☺ ), ich fotografiere seit über 30 Jahren, aber seit ungefähr 2 Jahren erst mit absoluter Hingabe.

Das liegt zum einen daran, dass ich anfänglich nicht das passende Equipment hatte, zum anderen aber auch, das bis vor 2 Jahren das Thema Fotografie ein Buch mit sieben Siegeln für mich war. Mit dem Kauf meiner letzten und auch aktuellen Ausrüstung habe ich mich dann aber auf den Hosenboden gesetzt und mich mit eben diesen sieben Siegeln intensiv auseinander gesetzt… alleine schon, weil das Interesse immer größer wurde.

Meine aktuelle Kamera ist eine Nikon D3300 mit 2 Festbrennweiten (35/50mm, 1,8), einem Macro (90mm, 2,8) sowie Blitz und Stativ. Ein Tele und/oder Weitwinkel benötige ich für meine Art der Fotografie nicht, aber dazu gleich mehr.
An der Motivwahl habe ich die letzten Jahre sehr viel herum gedoktert, über Landschaften und Architektur, über Wildlife zur Produktfotografie bis hin zur Hochzeit und zum Portrait. Diese Themen haben zwar alle Ihre Daseinsberechtigung, aber mich haben sie nicht vollends befriedigt.
Bis ich dann vor einiger Zeit mit meiner Frau privat für längere Zeit in Thailand gelebt habe. Dort habe ich die Menschen und Ihr buntes Treiben in den Straßen fotografiert. Und weil die Menschen dort so unkompliziert, freundlich und aufgeschlossen damit umgehen, fotografiert zu werden, hat mich diese Art der Bilder in Ihren Bann gezogen. Für mich war in diesem Augenblick mein Steckenpferd „Streetphotographie“ geboren.

OK OK, ich bin sicherlich nicht so vermessen und nenne mich jetzt nur noch Street Fotograf, weil dafür fehlt mir noch eine Unmenge an Erfahrung und Knowhow, aber seien wir doch mal ehrlich, wie soll ich mich sonst nennen? „Angehender Street Fotograf?? Lernender Street Fotograf?? Fast Street Fotograf?? ☺ Nein, ich nehme diese Bezeichnung nur, weil er der Tätigkeit entspricht….in der Praxis bin ich noch ganz unten auf der Leiter.

Alles gut und schön, jetzt wieder in Deutschland zurück, Kamera geschnappt und raus auf die Straße. Au Backe, das war aber mal eine Umstellung. Jetzt kommt natürlich, besonders hier in Deutschland, erst einmal die rechtliche Geschichte zum Tragen (aber dazu später mehr).
Was reizt mich so an der Streetfotografie? Wo sehe ich zwischen mir und anderen Streetfotografen gemeinsame Schnittmengen?
Die EINZIGE gemeinsame Komponente ALLER Streetfotografen ist: Sie halten einen Moment aus dem wahren und echten Leben fest; ungestellt, ungeschminkt und unwiederbringlich!!!

Summer 2016 in Berlin

Die Unterschiede bestehen eigentlich darin, ob das Bild beschnitten wird, mehr oder weniger Kontraste, Farbe oder schwarz-weiß, Körnung mehr oder weniger usw.
So, und jetzt kommen wir nochmal zur rechtlichen Situation…. Speziell hier in Deutschland darf ich lt. Gesetz keine fremde Person erkennbar fotografieren und dieses Bild ohne seine Zustimmung verbreiten (Online, Print, usw).

https://www.flickr.com/photos/142390036@N03/26913264360/in/dateposted-public/

Wie bekommt jetzt ein Street Fotograf diese Rechtssituation mit dem Credo der Street auf einen Nenner? Der eine fotografiert generell keine Gesichter, ein anderer Personen nur von hinten, wieder ein anderer verfremdet die Gesichter, der nächste fragt die betroffene Person vorher und der nächste macht das Bild einfach!! Ohne zu fragen und ohne großes Aufsehen.

Verzweiflung

https://www.flickr.com/photos/142390036@N03/26767128531/in/dateposted-public/

Ich persönlich zähle mich zur letzten Gattung dieser Aufzählung. Klar, es gibt Situationen, da bemerkt die Person deine Absicht. In diesem Fall hilft oftmals ein freundliches Lächeln. Wenn der oder die dann auf mich zukommt, zeige ich das Bild auch und frage im Gespräch, ob ich es veröffentlichen darf…. Und es ist erstaunlich, wie weit man da mit Freundlichkeit kommt. Und sollte man kein Einverständnis bekommen, dann wird das Bild auch anstandslos gelöscht. Des Weiteren weise ich auf meiner Seite (www.carstenosterwaldfotografie.com) ausdrücklich darauf hin, sollte sich eine Person in meinen Bildern wieder finden und mit der Veröffentlichung nicht einverstanden sein, möge er sich bei mir melden und das Bild wird SOFORT gelöscht.
Es gibt natürlich auch brenzlige Situationen, in der Schläge, verbale Beleidigung uvm. möglich sind, aber das ist eben das Risiko, welches man bei dieser Art der Fotografie tragen muss. Aber warum nehme ich diese Risiken in Kauf? Wenn ich eine oder mehrere Personen ablichten möchte, geht jede Authentizität und Ehrlichkeit verloren, wenn ich im Vorfeld frage und um Erlaubnis bitte. Und genau DAS ist es aber, was ich als Street Fotograf festhalten möchte: Originalität, Echtheit, Unverkrampftheit….. Das echte und wahre Leben eben.

https://www.flickr.com/photos/142390036@N03/27015438840/in/dateposted-public/

BRUS=Bicycle-Rain-Umbrella-Storm..not a good mix :-)

Nur eines sollte jeder vernünftige Street Fotograf beherzigen: Man fotografiert keine Menschen in unvorteilhaften Situationen (Gähnen, Essen, Behinderung usw.) sowie auch keine Obdachlosen. Besonders letztere können sich nicht wehren bzw. stecken in einer Situation, in die sie oftmals unverschuldet rein gerutscht sind. Ausnahmen sind jedoch Detailaufnahmen, denn diese können dazu dienen, den Betrachter wach zu rütteln oder aufmerksam zu machen.
https://www.flickr.com/photos/142390036@N03/27205676006/in/dateposted-public/

Fujifilm: die X-T2 ist da

Vor kurzem hat Fujifilm sein neues Flaggschiff angekündigt – eine Kamera, deren Aussehen und Spezifikationen aber ohnehin schon seit langem bekannt waren.

Die X-T2.

(Bilder: Fujifilm.de)

Hier die wichtigsten Eckdaten:
325 AF-Punkte (hybrid)
24 MP-Sensor (der aus der X-Pro2)
Wetterfest
Preis: ca. 1.400 Euro.