Noch ein Drucktest: Whitewall vs. myposter.de

Schon lange möchte ich meine Photos auch in gedruckter Form vorliegen haben – und peu a peu tue ich das inzwischen auch. Es ist einfach etwas ganz anderes, vor einem Bild an der Wand zu stehen oder ein schönes Photobuch in der Hand zu halten.

Meine Wandbilder habe ich bislang immer über myposter.de drucken lassen und war bislang auch sehr zufrieden – ich lasse diese immer auch gleich dort rahmen, die Auswahl finde ich sehr ansprechend.

Meine Photobücher lasse ich mir von Saal-Digital machen, weil dort – nach meinen Erfahrungen – die Software einfach am besten ist.

Auf Whitewall wurde ich das erste Mal über eine Facebook-Anzeige aufmerksam – und hier im Blog hat man mir den Anbieter kürzlich wieder in Erinnerung gerufen. Also wird er jetzt mal getestet.

Für mein Badezimmer benötige ich seit einiger Zeit neue Bilder – und weil es sich um einen Feuchtraum handelt, sollten die dort hängenden Aufnahmen auch etwas beständiger sein. Ich habe mich daher für einen Druck auf AluDibond entschieden.
Preislich geben sich die beiden Anbieter nichts – bei Whitewall sieht man gleich den Preis inkl. Aufhängung – bei myposter.de wird man erst gelockt, bevor am Ende noch einmal eine Auswahl für die Wandbefestigung kommt, ohne die es nunmal nicht geht. So war ich am Anfang entzückt, als ich mir einbildete, der AluDibond sei für schlappe 40 Euro zu haben… am Ende habe ich dann nochmal 25 Euro für den Metallrahmen gebucht. So kostet das ganze inkl. Versand bei beiden Anbietern nun ca. 70/75 Euro. Wahrlich kein Schnäppchen, aber diese Dibonds sind idR auch wirklich hochwertig.

Ich habe mich für diese beiden Photos entschieden:

Whitewall.com:
Winternadeln

myposter.de:
Subway Playground

Bei ersterem bin ich gespannt, wie die leichte gelbe Sonne herauskommt; beim zweiten habe ich mich für „brushed“ entschieden – dabei wird das Weiß nicht gedruckt, sondern ausgelassen und man sieht das Metall – ich bin sehr gespannt.

Ich werde dann berichten, wie die Qualität der beiden Drucke ist. Bis dahin – gute Nacht 🙂

Ostermontagmorgen in Mannheim

Nach einem Trip in den Luisenpark (o wie ich ihn liebe!!) am Karsamstag und einem Tag rumgammeln hat es mich heute früh wieder gepackt. Ich wollte nach Monnem und da es der Ostermontag ist, war ich mir relativ sicher, daß sich um 8 Uhr morgens noch nicht viele Leute dort tummeln würden. Und so war es auch – es war beinahe nur die Stadtreinigung unterwegs. Ich hatte heute keine Lust auf wilde Menschenmassen und ein Street Photography Training – ich wollte meine Ruhe; und die hatte ich 🙂

Ich bin vor allem hin, weil ich zwei Ziele im Auge hatte: die Planken und die Unterführung Richtung Schloßgarten an der Uni bzw. am Bahnhof (nein, nicht den Lindenhoftunnel 😉 ). Die Planken wollten ich endlich mal mit einer langen Brennweite (bzw. einen engen Bildkreis) ablichten; hat funktioniert, hat ein bissl gedauert, war aber recht entspannend.

So. Hier nun erstmal einige Eindrücke aus dem Luisenpark vom Samstag:

Gondoletta

Ostergans

——–

Und hier nun die Eindrücke von heute morgen:

Ein Blick zurück ins Jahr 1975:
Es war einmal... 1975

Auf dem Rückweg habe ich mir auch gleich mal das neue Q6/Q7-Quartier angesehen – es gewinnt keinen Schönheitspreis, ist aber immer noch besser, als die häßlichen Kotzbunker, die da vorher standen. Ich fürchte nur, daß das, was man jetzt hingebaut hat, in 10 Jahren auch nicht besser aussehen wird…

Q6 Q7

Und auf dem Weg in die Planken, fand ich ein Plakat und habe mich tierisch über die Dummheit der Designer scheppgelacht… heute mittag habe ich dann erfahren, daß das so sein muß, weil die Tante auf der Flasche wohl „Birgit“ heißt und das ein Wortspiel sein soll… haha. Nun ja. Muß ma als Monnemer net wisse. Do gibt’s bloß Eischbaum, hea. 😀
Egal, wieder was gelernt… gut finde ich das Plakat immer noch nicht.

IMG_3628

Am Paradeplatz habe ich mich dann ein wenig ausgetobt:

Tram-Catcher

Planken

Anschließend bin ich Richtung Schloß gelaufen – wenn es so ruhig ist, fallen einem die Mannheimer Bausünden noch mehr auf, als sonst… auch der Schloßhof war früher viel schöner und begrünt – aber wer braucht das schon, die ganzen Studenten müssen schließlich Platz haben und die Lkw, die anliefern usw usw usw…. links und rechts vom Eingang zum Schloßhof liegen kleine Überbleibsel des vorderen Schloßparks (Carl-Friedrich und Carl-Theodor zu Ehren) – davor lagen einst die Wachhäuschen, die man abgerissen hat, damit die Straßenbahn Platz hat… gut gemacht, Ihr Arschlöcher.
Mea culpa. Aber wenn ich an meine Stadt denke und die Bausünden bzw Fehlentscheidungen, die seit dem Krieg bis heute stattfinden, bekomme ich regelmäßig Schnappatmung und Bluthochdruck.

Schloß Mannheim

Nun, Richtung Schloß kam ich auch an ein paar sehr schönen Bauten aus Barock und Jugendstil vorbei (auf dem Rückweg auch), die mir einmal mehr einen Eindruck vermittelt haben, was für eine unglaublich prachtvolle Stadt Mannheim einmal gewesen sein muß. Ich darf nicht lange drüber nachdenken, sonst kommen mir wieder die Tränen.
Also, bei L5 geht es über die Straße und etwas versteckt am Bahnhof zu einer Unterführung, die in den Schloßgarten führt. Ach ja: den Schloßpark hat man übrigens weitgehend den Autobahnzubringern Richtung Ludwigshafen geopfert… noch so ein Thema…

Die Unterführung selbst hat ihren Reiz. Klar: häßlich, dreckig, vollgepißt und voller Graffiti – aber, ich gebe es zu, bisweilen faszinieren mich solche Orte.

Unterführung

Underpass

Undercrossing

——–

Am Ende hat es mir gut getan – ich liebe mein Mannheim, auch wenn es zusehends vor die Hunde geht… wenigstens werden 2016 endlich die Straßen gemacht, allerdings auch die Brücken abgerissen; die kommenden Jahre werden turbulent. Mannheim bietet dem geübten Auge viele Aspekte für eine Stadterkundung: photographisch, geschichtlich… man muß es freilich nicht mögen und ein Einheimischer sieht seine Heimatstadt immer anders und verklärter als der Rest – aber Monnem ist Monnem. Jedenfalls noch…

Und ich muß es dieses Jahr endlich wieder sonntags zu Dämmerung an den Friedrichsplatz schaffen… die Wasserspiele will ich endlich mal wieder sehen.

——–

Begleitet haben mich dieses Mal:

Sony A7s
Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4
Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS
Minolta MD 45mm f/2

12 Megapixel im Großformat drucken – Der Test

Ich bin ja seit einiger Zeit (einigen Monaten) mit mir am hadern, welche Kamera ich mir als nächstes kaufen möchte. Auch ich habe das G.A.S. (Gear Acquisition Syndrome) und bin nicht vor den neuesten Marketing-Gags der Hersteller gefeit. Aber… – es gibt immer ein Aber – so ganz kann man die Vorteile einer hochauflösenden Kamera nicht von der Hand weisen. Ich habe dutzende und aberdutzende von Tests und Berichten gelesen, habe mir Bilder runtergeladen ohne Ende, um Vergleiche ziehen zu können und kann nun endlich wie Dr. Faust sagen: „hier steh ich nun ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor.“

Vor einiger Zeit habe ich meine Sony A99 verkauft, um mir das Zeiss FE 16-35mm f/4 kaufen zu können. Es fiel mir nicht leicht, aber ich wollte voll auf das FE-Bajonett setzen, denn die Objektive dort sind gut und leicht, wenngleich nicht so lichtstark (wobei sich das ja jetzt inzwischen erledigt hat). Eine A7s nenne ich seit ca. 1 Jahr mein Eigen und bin eigentlich recht zufrieden. Die Kamera hat zwar nur einen Kontrast AF, aber ich photographiere keinen Sport… sie hat auch keine der anderen modernen Features einer A7r II oder A7 II etc. – bislang hat mich das nicht sonderlich gestört. – Also, warum brauche ich was „besseres“? –> G.A.S.

Die A99 hatte 24 MP Auflösung. Die gedruckten Photos sind sehr scharf und von sehr guter Qualität mit sehr vielen Details (ohne Vergleichsmöglichkeit) und es macht mir viel Freude, sie auch aus kürzester Distanz zu betachten (einige Zentimeter).

Nun also zur Gretchenfrage (um bei Faust zu bleiben): kann das die A7s auch?
… oder muß ich mir doch eine A7r II kaufen…? Auch wenn es eine A7 II ebenso täte…

Ich will eigentlich keine zwei Kameras mit unterschiedlichen Auflösungen rumtragen. Noch nicht.
Aber den Vorteil von zwei Kameras mit zwei Brennweiten/zwei Zooms möchte ich unbedingt wieder genießen. Es geht eben doch oft darum, schnell das eine bestimmte Photo zu schießen – und das geht nunmal nicht, wenn man erst das Objektiv wechseln muß – es gibt aber noch andere Gründe.

Meine Kaufentscheidung könnte sein: eine zweite A7s
Nein, keine A7s II, auch wenn mich der Bildstabilisator extrem reizt. Na ja, wer weiß, was ich für unisinnige Dinge noch anstelle…

Also habe ich mich dazu entschlossen, eines meiner Photos groß drucken zu lassen. Genauer gesagt im Format 90 x 60 cm. Das entspricht ungefähr DIN A1.
Testen werde ich das ganze mit diesem Photo:
The Wanderer

Und wenn hier all die feinen Details des Baumstammes und des Mooses zu sehen sind und die Qualität bei ca. 1m Betrachtungsabstand (und vll auch noch etwas darunter) noch sehr gut ist, dann werde ich wohl bei der geringen Auflösung von 12 Megapixeln bleiben.
Das ganze ist ein etwas kostspieliger Test… denn das Photo kostet inkl. Holzrahmen und Versand fast 80 Euro. Aber was tue ich nicht alles für meinen Blog 😀 – und natürlich für mich 🙂

Daß A3 überhaupt kein Problem ist, nicht einmal mit hohen ISO-Zahlen, habe ich mir schon bewiesen. Unten stehendes Photo habe ich für mein A3 quer-Photobuch bereits drucken lassen und es sieht phänomenal aus. Und das bei ISO 12.800 und einer uralten Minolta-Linse.
Best Friends

Ich bin also guter Dinge und hoffe das Beste. Eine solche Erkenntnis, wie ich sie plane, würde meinem Geldbeutel gut tun. Denn ich spare Geld für eine teure Kamera, die ich nicht brauche (es sei denn, ich Ochse schlage doch bei der A7s II zu – eigentlich schaffe ich es immer, mir alles schön zu reden…) und könnte das verbliebene Geld in ein Objektiv investieren. Oder in einen AV-Verstärker, den ich schon sehr lange haben will… aber Photographie geht vor Film-Sound und Musik.

Den Druck habe ich heute in Auftrag gegeben; das Bild wird wohl Anfang/Mitte der kommenden Woche bei mir ankommen und dann werde ich hier berichten, wie das Ergebnis ist.
Gedruckt wird das ganze aus einer JPEG, die aus einem (komprimierten) RAW entwickelt wurde. Das JPEG hat gerade mal 7,1 MB (sehr schonend für den Festplattenspeicherplatz); aufgenommen wurde das Photo eben mit der A7s und dem Zeiss FE 16-35mm f/4 – sollte als hochwertige Kombination genügen. Das Bild wurde in Lightroom bearbeitet und als 300dpi JPEG exportiert – die Aufnahme erfolgte übrigens bei ISO 400.
Drucken lasse ich bei myposter.de, das Bild bekommt einen Holzrahmen ohne Passepartout.

Ich bin gespannt…

Sony fehlt ein Allrounder…

… im Kleinbildformat.

Guten Morgen allerseits. 🙂

Seit einigen Monden mache ich mir sehr intensive Gedanken darüber, welche meine nächste Kamera sein soll. Als Sony-User sollte das doch eigentlich ob der Fülle an Modellen, mit denen der Markt überflutet wurde, kein Problem sein… richtig? Nun ja, nicht ganz, wie ich finde.

Ich nutze das Kleinbild-Format und dazu passende Objektive. Und ich habe mich vor einiger Zeit vom A-Bajonett verabschiedet und nutze nur noch das E-Bajonett (bzw. A-Objektive über Adapter). E-Kameras mit Vollformat-Sensor hat Sony insg. 6 Stück im Angebot. Die alte A7-Reihe mit A7, A7r und A7s und deren Mark II-Vertreter.

Ich suche eine Allrounder-Kamera.

Eine A7s nutze ich bereits, möchte aber wieder eine zweite Kamera in der Tasche – aus vielerlei Gründen. Die 12 Megapixel der A7s reichen für sehr viel, aber nicht für alles – hinzu kommt, daß die A7s nicht in den Genuß eines Firmware-Updates gekommen ist, welches unkomprimierte RAW-Files freischaltet.
Eine A7r II ist sicher eine ganz wundervolle Kamera, bringt mit seinem 42MP-Sensor aber immense Folgekosten mit sich: mehr Speicherkarten, schnellere Speicherkarten, mehr Festplatten, größere Festplatten, neuer Rechner… die extremen Kosten für den Body mit EUR 3.300,- werden also locker nochmal mit 2.000 oder 3.000 Euro aufgeblasen durch die Folgeanschaffungen.

Eine A7r fällt aus. Kein Silent Shooting Mode, nur Kontrast AF, zu langsamer AF, kein verstärktes Bajonett, zu laut, zu heftige Vibrationen beim auslösen und 36MP stellen mich vor ähnliche Probleme wie 42MP.

Die A7 fällt auch raus – aus ähnlichen Gründen wie die A7r.

Die A7s II fällt ebenfalls aus: zu teuer und wieder nur 12MP – ich verstehe nicht, warum Sony hier nicht auch einen BSI-Sensor entwickelt hat, um dafür die MP leicht zu erhöhen.

Die A7 II. Nein, auch diese nicht. Sie ist zwar weniger als halb so teuer, wie die beiden Schwestermodelle, verfügt aber nicht über einen Silent Shooting Mode, die Phasen-AF-Felder sind zu sehr mittig angelegt und die Low Light Performance ist nicht wirklich der Hit. Daß es viel besser geht auch bei viel kleineren Pixeln, zeigt die A7r II. Die 24 MP wären eigentlich perfekt, denn mehr Auflösung schafft so gut wie kein gängiges Objektiv; nur die brutal teuren Zeiss Otus oder die irrwitzig teuren neuen GM-Objektive von Sony.

Was ich eigentlich will ist:
Eine Kamera mit BSI-Sensor mit ca. 18 bis 24 Megapixel und ähnlicher AF-Abdeckung wie die A7r II oder die A6300. Silent Shooting Mode, Wetterschutz, etc. 4K und anderes Video-Gedöns interessieren mich nicht. – Das wäre eine echte Allround-Kamera, die dann auch gerne 2.000 oder 2.500 Euro kosten dürfte und genau die Lücke zwischen der A7 II und den anderen beiden füllt.

Es wird ja immer noch geunkt, daß es eine A5 oder eine A6 geben soll – eine Kleinbild-Kamera im Gehäuse einer A6000… ich glaube da aber nicht dran.

Eine A6000 oder A6300 fällt für mich ebenfalls aus, denn diese haben einen zu kleinen Sensor und eine sehr spärliche Objektivauswahl, vor allem an gutem Glas. Ich halte nicht viel davon, Vollformat-Objektive an diesen Kameras zu betreiben… einmal muß man immer umrechnen wegen des Crop-Faktors und zum anderen erreichen die Linsen nie die gleiche Qualität, weil sie eben für einen anderen Bildkreis gerechnet wurden. Die A6300 ansich ist aber eine sehr interessante Kamera, wenngleich auch hier beim Low Light keine Wunderdinge zu erwarten sein dürften. Von den Fähigkeiten her sind diese Kameras allerdings Allrounder, jedenfalls in ihrer Sensorklasse.

Nun mögen einige einwenden: auch andere Mütter haben schöne Töchter. Das stimmt grundsätzlich. Und ich bin absolut begeistert davon, was zB Fujifilm mit der X-Pro2 geleistet hat: 24 MP-Sensor, überragende Low-Light-Performance, ultimative Schärfe, geniale Bedienung… zwar nur APS-C, aber immerhin. Nur auch hier sind die Folgekosten immens, da ich natürlich keinerlei Objektive habe für das X-System. Auch paßt die X_Pro2 nicht zu mir und wie ich gewohnt bin zu arbeiten – im Juni jedoch soll die X-T2 das Licht der Welt erblicken mit dem neuen Interieur der X-Pro2. Da könnte ich ggf schwach werden… aber auch dann: das Glas, das Glas, das Glas… Fujinon-Objektive sind für ihre überragende Qualität bekannt, kosten aber auch entsprechendes Geld. Und wenn man noch kein Objektiv hat… wird es schwierig.

Olympus scheidet aus – von diesen Mini-Sensoren halte ich einfach nichts.

Und eine SLR will ich nicht mehr haben, die sind mir zu groß und zu schwer, auch wenn sie viele Direktknöpfe haben und schnell sind und und und… für mich persönlich und bei der Art, wie ich es gewohnt bin zu arbeiten, überwiegen die Vorteile einer spiegellosen Systemkamera bei weitem.

Nur leider… gibt es die genau für mich passende Kamera irgendwie nicht…
Hätte die A7s II 16, 18 oder 20 MP würde ich ggf sogar die über 3.000 Euro ausgeben… aber so…

Wahrscheinlich wird es eine A7 II… oder, falls die Kohle reicht, eben doch eine A7r II und dann ein Spar-Marathon für die übrige Hardware.

Schnell manuell fokussieren: die Hyperfokaldistanz und der Zonenfokus

Alle Welt schwört auf Objektive mit Autofokus, richtig? Nun, aber wieso erfreuen sich manuelle Objektive dann weiterhin durchaus großer Beliebtheit?

Klar, sie sind zunächst einmal günstiger… aber… ein Zeiss Otus ist nicht gerade ein Schnäppchen; im Gegenteil, die 55mm-Granate gehört zu den teuersten Objektiven dieser Brennweite.

Nun, einmal machen es die neuen spiegellosen Systemkameras mit deren Elektronischen Suchern etc sehr einfach mittels Focus Peaking (Kantenanhebung) zu fokussieren, zum anderen aber gibt es eine ziemlich sichere Methode, wie man – abhängig von der Situation – manuell sogar schneller fokussieren kann, als mit einem Autofokus.

Damit meine ich den sog. Zonenfokus und die Hyperfokaldistanz.

Was im ersten Moment furchtbar technisch und kompliziert klingt, ist in Wirklich ganz furchtbar einfach. Jedes manuelle Objektiv hat einen Blenden- und einen Fokusring. Mit dem Blendenring legt man die Öffnung des Objektivs fest und mit dem Fokusring wird scharfgestellt.
Die Objektive haben hierzu meistens zwei Skalen aufgedruckt. s. Bild

IMG_3607 Kopie

Auf dem Fokusring erkennt man in Metern oder Inch, ob man nah oder fern (bzw. auf unendlich) fokussiert/scharfstellt.
Der Blendenring zeigt einem die gewählte Öffnung der Iris.

Die Besonderheit liegt bei der kleinen Markierung zwischen den beiden Ringen. In der Mitte wird markiert welche Blende man gewählt hat. Die Raute zeigt auf den Blendenring. Die Zahlmarkierungen neben der Raute sind das entscheidende Werkzeug: Dort sind die Blendenstufen noch einmal eingraviert und zeigen auf dem Fokusring an, von wo bis wo man ein scharfes Bild bekommen (Schärfentiefe).

Auf dem Bild ist Blende 11 gewählt – der Fokusring wurde so gedreht, daß das Zeichen für „unendlich“ und die Zahl „3“ bei der Markierung „11! stehen. Das bedeutet, daß bei Blende 11 alles zwischen 3 Metern und unendlich scharf abgebildet wird – und das nennt man „Hyperfokaldistanz“.
Nimmt man nicht unendlich, sondern zB 10 und 2 Meter – dann ist alles zwischen 10 und 2 Metern Entfernung scharf (abhängig von der gewählten Blende). Dies nun ist der „Zonenfokus“.

Hat man diesen einen Fokus einmal eingestellt, kann man drauflos photographieren, ohne erst scharfstellen zu müssen. Eine Methode, die auch und vor allem in der Street Photography Verwendung findet, in der sich der Photograph entsprechend seiner Vorlieben zwischen Subjekten bewegt und einfach losschießen kann.

Endlich wieder photographieren: in Löhrbach

Nachdem ich gestern endlich wieder meine Sony A7s in Händen halten durfte, hat es mich sogleich hoch in den Odenwald gezogen nach Löhrbach. Ein 1,5-stündiger Spaziergang durch Wald und Wiese in der Dämmerung – genau meins. 🙂

Löhrbach

Löhrbach

Benutzt wurde das Minolta MD 45mm f/2

Der A7s-Schadenfall: und die Versicherung zahlt doch

O Freude, o süße Freude.

Mit Entzücken habe ich heute erfahren, daß die Versicherung die Kosten für die Reparatur übernimmt – die Werkstatt schrieb zur Schadenursache: „Wir können es nicht ausschließen, können sie aber auch nicht bestätigen.“

Ob es nun meine entwaffnende Logik war (:-D) oder das Mitgefühl eines Sachbearbeiters… sei es drum, wie es aussieht, wird meine Kamera morgen repariert und kann sie vielleicht endlich bis zum Wochenende wieder benutzen… wenn net wieder irgendwas anderes damit is… der Teufel scheißt ja bekanntlich nicht nur einen Haufen, wenn er schonmal dabei ist…

Mann!! Ich hab jetzt seit drei Wochen Hummeln im Arsch und will endlich wieder photographieren!!

Ich freue mich jetzt doch ein wenig… vor allem, weil ich ohne weitere lästige Diskussionen auskomme.

Wahoo!!

Showroom: ausgewählte Photos aus der sfp-Flickr-Gruppe

Wie immer gilt:
Es gibt noch viele andere, wundervolle Photos – einfach mal die Gruppe besuchen 🙂

37075_2107_Haworth

CT8_3144 von Carsten Till
CT8_3144

Of course, winter forest. von Zebedäus Zwiebelplootz
https://www.flickr.com/photos/113515327@N08/24635053915/in/pool-2wielicht/

Morgennebel von Johannes Fockenberg
Morgennebel

Lippemündung Wesel von Thorsten Vogt
Lippemündung Wesel

陽光橋 von 翁 于婷
陽光橋

Wilhelmsburg. von Niklas Höllmer
Wilhelmsburg.

Sony A7s Schadenfall: Die Kamera-Versicherung zickt rum

Tja, als hätte ich es nicht im Urin gehabt…

Mir ist ja neulich meine A7s runtergefallen. Gegen ein solches Ereignis habe ich mich damals bei P&P – Pergande & Pöthe versichert.
In der Assekuranz-Beschreibung steht dies exakt so drin – auch die allg. Geschäftsbedingungen lassen eigentlich keine andere Interpretation zu, als daß genau das versichert ist.

Die Schadenmeldung habe ich ausgefüllt, sogar eine Zeugin benannt und den Schadenhergang ausführlich geschildert – ich habe nichts zu verheimlichen und mache zum ersten Mal seit 2 Jahren von meiner Versicherung gebrauch.

Ich habe pflichtschuldig meine Kamera bei Geissler eingeschickt – das Angebot wurde gemacht und beläuft sich auf gut 300 Euro für die Reparatur. Keine Summe, die mir Tränen in die Augen drückt, aber auch keine Summe, die man sich eben mal locker leisten kann. Sollte egal sein, denn die Reparatur ist deutlich günstiger eine neue Kamera.

Nun verlangt die Versicherung aber von mir, daß auf dem Angebot die Schadenursache bestätigt wird… Geissler kann das natürlich nicht. Sie können den Sturz nicht ausschließen, waren aber natürlich nicht dabei und können das so nicht bestätigen.

Die Versicherung verweigert die Regulierung.

Hallo?! Geht’s noch?!

Welche Grund sollte ich bitte haben, vorsätzlich oder grob fahrlässig einen Versicherungsfall in Höhe von 300 Euro herbeizuführen?! Ich will die Kamera benutzen und behalten und brauche Sie!! Wäre es ein Garantiefall, hätte ich mich längst an Sony gewandt. Wo ist denn da die Logik?
Also, wenn ich mich schon bei einem solch einfachen Fall nicht auf meine Versicherung verlassen kann, brauche ich sie auch nicht. Ich habe bei denen Photozubehör im Wert von 10.000 Euro versichert und zahle nicht grade geringe Beiträge, die sie natürlich seit zwei Jahren gerne nehmen – zähle ich diese zusammen, hätte ich meine Kamera schon dreimal reparieren lassen können.

Das ist eine absolute Sauerei. Momentan bin ich mit denen noch per eMail am diskutieren und werde wohl am Montag mal in Hamburg anrufen und fragen, was das eigentlich soll. Aber wenn dies das Ergebnis ist, brauche ich die nicht. Dann kann ich mir auch monatlich Geld auf die Seite legen und meinen Kram selbst über mein Konto versichern.

Wenn das wirklich so ausgeht, daß die sich stur stellen, ist das Urteil klar: Pergande & Pöthe ist dann nicht zu empfehlen.

Showroom: ausgewählte Photos aus der sfp-Flickr-Gruppe

So, es hat länger keinen Showroom mehr gegeben… also wird einmal wieder Zeit, ein paar Aufnahmen der sfp-Mitglieder bei Flickr vorzustellen. Wie immer gilt: es gibt noch zahlreiche mehr, die ganz wunderbar sind und hier rein gehören, aber die Zeit ist heute morgen begrenzt 😉

Husum Dockkoog 3 von von Sven Carstensen
Husum Dockkoog 3

walk in the light von Sandy…J
walk in the light

Bridge
von Stefan Schumacher
Bridge

nikkiphotographya-0619 von Nikkis Fotosite
nikkiphotographya-0619

Kinga von Marc G
Kinga

Second Skin von Andreas-Joachim
Second Skin

DSC_8094 vom Ivan KT
https://www.flickr.com/photos/milklove301/25555834855/in/pool-2wielicht/

Mt. Jade von 翁 于婷
Mt. Jade

upwards to the sky. von kassio. epia
upwards to the sky.

spiral von D.G Photography
spiral