Ein Nachmittag in Ludwigshafen

Ja, ich habe es getan… ich war freiwillig in Ludwigshafen am Rhein und habe nach Motiven Ausschau gehalten. Die Stadt hat diesbezüglich nicht wirklich viel zu bieten, aber wenn man sich Zeit läßt (und das ist durchaus eine Herausforderung, denn aus dieser Betonwüste will man eigentlich nur schnell wieder raus), dann kann man Ludwigshafens Kern entdecken. Und wer jetzt davon ausgeht, ich würde noch etwas gutes über diese Stadt sagen, der irrt.

Ja, ich mag Ludwigshafen nicht. Es ist eine häßliche, stinkende, verrottende Einöde, in der sich eine Bausünde an die nächste reiht und in der ich lange laufen muß, um meine eigene Sprache zu hören. Alleine in der „Einkaufsmeile“ Bismarckstraße stehen gefühlt 50% der Läden leer und sehen aus wie ausgebrannt. Der klägliche Rest wird bevölkert von Handyläden und Trödel aus dem osmanischen Reich oder sonstwo aus dem Südosten.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: auch die deutsche indigene Fauna wirkt mehr als nur fragwürdig.

Mir tun die Menschen leid, die dort wohnen und arbeiten müssen. Ludwigshafen gehört zu den häßlichsten Städten, die ich jemals gesehen habe – zu diesen gehören übrigens aus Viernheim, Worms und Hockenheim – wer sich einmal das pure Elend an Tristesse antun will: dort wird man fündig.

Dennoch gab es zwei Momente, die es wert waren, festgehalten zu werden und die meinen kurzen Ausflug in die Vorhölle nicht völlig sinnlos gemacht haben:

Spätzünder

Light

Und hier noch drei Aufnahmen, die es nicht auf Flickr geschafft haben:

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DSC04351

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Als Equipment kamen zum Einsatz:
Sony A7s
Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4
Minolta Rokkor MD 45mm f/2