Was bedeuten „High-Key“ und „Low-Key“?

High-Key und Low-Key bezeichnen verschiedene Arten der Lichtsetzung (meistens bei Portraits). Die Begriffe entstammen z. T. dem Kino: Bösewichte werden immer von unten beleuchtet (low) und die guten Jungs von oben (high). Heute versteht man darunter (mehr oder weniger) hauptsächlich die Verwendung von viel oder wenig Licht. Wenig Licht mit harten Schatten wäre z. B. ein Low-Key, viel Licht und keine oder nur leichte Schatten wären ein High-Key.

Hier ein Bsp. für ein Low-Key:
Martin II

Und ein Bsp. für ein High-Key:
Carlo

Es muß dabei nicht notwendigerweise ein Blitz verwendet werden – mit „available light“ geht das genauso:
Ziege

Für absolute Anfänger: was ist was an der neuen Kamera?

Die Kamera
Ok, übertreiben wir es nicht, ich gehe davon aus, daß jeder, der sich eine Kamera kauft, auch weiß, daß er eine gekauft hat und in etwa weiß, was man damit so macht. 😀
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Das Objektiv
Das Objektiv ist das Auge der Kamera. Es fängt das Licht und bündelt es in mehreren Linsen, die es dann auf den lichtempfindlichen Bildsensor in der Kamera werfen und so das digitale Bild erzeugen, das vom Bildprozessor verarbeitet, im Sucher angezeigt und auf der Speicherkarte gesichert wird. Bei klassischen und digitalen Spiegelreflexkameras nimmt das Licht bzw. das Bild einen Umweg über ein Prisma, um im Sucher ein Bild zu erzeugen.
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Der Sucher
Der Sucher sitzt idR am hinteren oberen Ende der Kamera (das kleine „Fenster“ zun durchgucken). Es gibt elektronische und optische Sucher, und manchmal gar keine, sondern nur das Display auf der Rückseite der Kamera. Durch den Sucher betrachtet man das Bild, das von Objektiv, ggf Spiegel und/oder Sensor erzeugt wird.
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Die Brennweite
Als Brennweite bezeichnet man den Abstand zwischen einer Linse (im Objektiv) und dem Brennpunkt (ganz ähnlich wie bei einer Lupe und einem dem Feuertod geweihten Objekt am Boden). Die Brennweite wird auf dem Objektiv in mm angegben und zeigt einem, ob man ein Objekt nah heranholen kann oder eher von weiter weg photographiert. Kurze Brennweiten (z. B. 17mm, 24mm oder 35mm) bezeichnet man als Weitwinkel, man bekommt also viel auf das Bild. Lange Brennweiten (z. B. 100mm, 200mm oder 500mm) bezeichnet man als Teleobjektiv (wie beim Teleskop, was „fern sehen“ bedeutet); man holt mit einem Tele also Objekte näher heran, bekommt aber weniger auf das Bild (vom gleichen Standort aus). Als Standardbrennweite bezeichnet man die 50mm, denn bei diesem Bildwinkel entspricht die Aufnahme in etwa dem, was das menschliche Auge sieht. Die Brennweitenbezeichnungen gelten i.Ü. hauptsächlich für das sog. „Kleinbild“ bzw. „Vollformat“, also einer Sensorgröße, die in ihren Abmessungen etwa denen des alten 35mm-Films entspricht.

Focal-length“ von HenrikEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Die Blende
Wenn das Objektiv das Auge ist, ist die Blende die Iris. Mit ihr reguliert man den Lichteinfall, also die Menge an Licht, die auf den Sensor treffen soll. Die Blende wird in Zahlen und zusätzlich oft mit dem Buchstaben „f“ angegeben (z. B. f = 2.8 oder f/1.4, manchmal auch in der Form 1:2.8). Eine kleine Blendenzahl (z. B. f/2.8) gibt an, daß die Blende weit geöffnet ist und viel Licht durchläßt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer hohen Lichtstärke. Dementsprechend bezeichnet eine große Blendenzahl (z. B. 22) eine kleine Blendenöffnung. Es kommt also weniger Licht durch. Die Blende sitzt am hinteren Teil des Objektivs und besteht aus sog. Lamellen. Heute üblich ist die Angabe der Blendenreihe in Drittel-Blendenstufen; die ganzen Stufen sind: 1 – 1.4 – 2 – 2.8 – 4 – 5.6 – 8 – 11 – 16 – 22 – 32
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Lenses with different apetures“ von KoeppiKEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

ISO
Das Kürzel steht eigentlich für „International Organization for Standardization“ (Internationale Organisation für Normung). Mit dem Kürzel meint der Photograph die Angabe der Filmempfindlichkeit nach der ISO-Norm 5800. Zu analogen Filmzeiten gab dieser Wert auf einer Filmrolle an, ob bei gleichen Einstellungen kürzer belichtet werden kann. Die Werte für die Lichtempfindlichkeit bei Film wurden bei digitalen Sensoren übernommen; die chemischen und elektronischen Prozesse haben aber nichts miteinander zu tun. Man kann sich folgendes merken: kleine ISO-Zahl = geringe Lichtempfindlichkeit = geringe Bildfehler (sog. „Rauschen“); hohe ISO-Zahl = hohe Lichtempfindlichkeit = viele Bildfehler. Man kann sich auch merken: eine volle ISO-Stufe entspricht einer kompletten Blendenstufe. Bsp.: benötigt man für eine Aufnahme eine Blende größer als f/4, weil man mehr Licht für eine korrekte Belichtung der Aufnahme braucht, kann man (zB) die ISO-Empfindlichkeit von 200 auf 400 erhöhen, was einer Blende von 2.8 entspricht. Dies bedeutet, daß man bei gleicher Lichtmenge und gleicher Blendenöffnung nicht länger belichten muß. Heute übliche ISO-Werte sind: 50, 100, 200, 400, 800, 1600, 3200, 6400, 12800, 25600, 51200, 102400, 204800, 409600.

Die Belichtungszeit
Neben ISO und Blende entscheidet als drittes Element die Belichtungszeit über das Ergebnis unseres Lichtbildes. Je länger wir belichten, desto mehr Licht wird gesammelt. Auch hier gilt: eine Verdoppelung der Belichtungszeit entspricht einer kompletten Blende bzw einer kompletten ISO-Stufe. 1/30 Sekunde läßt doppelt so viel Licht rein, wie eine 1/60 Sekunde. Die Belichtungszeit gibt also an, wie lange der Kameraverschluß offen bleiben soll.

Bildrauschen
Als Bildrauschen (oder auch Farbrauschen oder nur Rauschen, manchmal auch Körnung oder nur Korn) bezeichnet man eine bestimmte Art von Bildstörung. Sie kann bspw. bei langen Belichtungszeiten oder vor allem auch bei der Wahl von sehr hohen ISO-Werten auftreten.
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Der Auslöser
Nun, der Auslöser ist schlicht und ergreifend der kleine Knopf, der beim Drücken das Bild schießt, die Aufnahme also auslöst und damit den Belichtungsvorgang startet.

Der Verschluß/-vorhang
Man kann sich das ganze wie ein Theaterstück vorstellen. Zuerst ist der Vorhang offen und die Bühne leer. Das Skript sagt, was passieren und wie das Bühenbild aussehen soll. Man zieht an den Seilen… der Vorhang fällt, die Bühne wird mit Personen befüllt, der Vorhang hebt sich, alles erstrahlt im Licht, der Vorhang fällt wieder. Das Bild ist im Kopf. So ähnlich funktioniert auch der Kameraberschluß: man wählt einen Bildausschnitt, legt ISO, Blende und Belichtungszeit fest und drückt den Auslöser. Der Verschluß gibt den Sensor frei, Licht fällt, der Verschluß schließt sich, das Bild ist gemacht.
Interessant dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlitzverschluss

Das Bajonett
Das Bajonett ist die Verbindung zwischen Objektiv und Kamera, also quasi das Schraubgewinde (Mutter und Schraube – wobei die Kamera die Mutter und das Objektiv die Schraube ist… oder so) – jeder Hersteller hat hier sein eigenes Bajonett (oder gleich mehrere pro Hersteller), was ziemlich schade ist. Eine Normierung wäre hier gar nicht mal blöd – würde aber vielleicht auch der einen oder anderen Entwicklung im Wege stehen. Auf jeden Fall hat das Kochen der eigenen Süppchen zur Folge, daß man vor allem beim Kauf von Objektiven eines Dritthersteller ganz besonders aufpassen muß, auch dasjenige mit dem korrekten Anschluß zu kaufen – also bspw. ein Tamron mit einem Anschluß für Canon, Nikon oder Sony etc.; Bekannte Bajonette (oder auch enlg.: Mounts) sind bspw.: Canon EF & EF-S, Nikon F, Sony A & E, Fujifilm X, Leica M

Das Zoomobjektiv
Ein Zoom-Objektiv zoomt… überrascht nicht wirklich, eh? Man kann mit einem Zoomobjektiv also mehrere Brennweiten auf einmal abdecken (bspw. 24mm bis 70mm oder 70mm bis 200mm).

Das Teleobjektiv
Ein Teleobjektiv ist ein Objektiv mit einer festen Brennweite, die dazu da ist, weiter entfernt Objekte näher abzubilden. Man spricht hier von kleinen, mittleren und großen Telebrennweiten, als z. B. 70mm, 135mm und 300mm.

Die Festbrennweite
Die Festbrennweite ist, wie der Name schon sagt, ein Objektiv mit einer festgelegten Brennweite – man kann also nicht zoomen. Übliche Festbrennweiten sind z.B.: 24mm, 35mm, 50mm, 70mm, 100mm, 135mm, 200mm, 300mm, 400mm, 500mm

Das Weitwinkelobjektiv
Das Weitwinkelobjektiv ist ebenfalls wie das Teleobjektiv eine Festbrennweite, bildet aber einen weiteren Bereich ab, man bekommt also mehr auf das Bild. Man benutzt diese Objektive üblicherweise in der Landschafts- und Architekturphotographie. Klassische Weitwinkelbrennweiten sind demnach z.B. 24mm, 28mm, 35mm

Das Ultraweitwinkelobjektiv
Ein Ultraweitwinkel bildet noch weiter ab und ist manchmal auch als Fisheye erhältlich.

Das Makroobjektiv
Makroobjektive sind für Nahaufnahmen gedacht und sind idR in Brennweiten um die 100mm erhältlich – es gibt auch welche mit 50mm und 180mm etc.

Das Normalobjektiv
Das Normalobjektiv bzw die Standardbrennweite bildet in etwa das Sichtfeld des menschlichen Auges ab und hat ca. 50mm.

Kombinationen
Aus den o. g. Beispielen lassen sich z.B. Kombinationen bilden:
Weitwinkel-Zoom (z.B. 16-24mm), Standard-Zoom (24-70mm), Tele-Zoom (70-200mm)

Die Schärfentiefe
Die Schärfentiefe beschreibt, von wo bis wo ein Objekt auf dem Bild scharf abgebildet wird. Nimmt man bspw. ein Portrait auf (also z.B. den Kopf eines Modells), dann möchte man idR, daß der Kopf scharf, der Hintergrund aber unscharf abgebildet wird. Dieses Verhältnis von Schärfe und Unschärfe bezeichnet man als Schärfentiefe, also von wo bis wo beim Blick in die Tiefe des Bildes scharf abgebildet wird – wenn sich das Objekt vom Hintergrund durch seine Schärfe abhebt, spricht vom „Freistellen“ des Objekts und einer geringen Schärfentiefe. Soll dagegen möglichst alles auf einem Bild scharf sein, also Vorder- und Hintergrund (so, wie man es üblicherweise bei Landschaften haben möchte), spricht man von einer großen Schärfentiefe. Der oftmals ebenfalls verwendete Begriff „Tiefenschärfe“ meint das gleiche, ist aber falsch.
Bild 1 zeigt eine geringe Schärfentiefe, Bild 2 eine große Schärfentiefe:
Gras

Schöne Aussicht III

Bild 1 wurde aufgenommen mit einer 100mm Festbrennweite (einem Makro-Objektiv); Bild 2 wurde aufgenommen mit einem Weitwinkel-Zoom-Objektiv (17-35mm).

Grundsätzlich erzielt man eine geringe Schärfentiefe mit offener Blende (also kleiner Blendenzahl) und/oder einer geringen Entfernung zum Objekt. Eine höhere Schärfentiefe wird idR erreicht durch ein (schrittweises) schließen der Blende (z.B. „abblenden“ auf f/8, f/11 oder f/16). Lesenswert hierzu: https://de.wikipedia.org/wiki/Schärfentiefe

Und wie hängt das alles nun zusammen?
Tja, das ist der Gag bei der Sache 😀
Und das würde jetzt auch ausarten… aber kurz soviel:
Wer schnelle Objekte einfangen und deren Bewegung einfrieren möchte, der braucht sehr kurze Belichtungszeiten (zB 1/4000 Sekunde). Um solche Belichtungszeiten zu ermöglichen, muß man idR die Blende öffnen, damit genug Licht einfällt. Und hier kommen wir zu einem der wichtigsten Dinge in der Photographie: dem Belichtungsdreieck.

Diese drei Dinge hängen bei der korrekten Belichtung eines Bildes zusammen:
ISO
Brennweite
Belichtungszeit

Beispiele:
Schließe ich die Blende, verlängert sich die Belichtungszeit – ich muß dann den ISO-Wert erhöhen.
Verkürze ich die Belichtungszeit, muß ich ggf die Blende öffnen oder den ISO erhöhen.
Öffne ich die Blende, kann ich die Belichtungszeit verkürzen oder den ISO-Wert verringern.
usw.

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So. Ich hoffe, der Beitrag hilft einigen, die zum ersten Mal die Kamera in die Hand nehmen. Wichtig ist, daß man sich intensiv mit dem Handbuch seiner Kamera beschäftigt und natürlich diesen Blog liest 😀
Wenn irgendwo Fehler im Text sind: einfach einen Kommentar abgeben – nobody’s perfect 😉

Wer Photographie lernen will, muß sich auf ein Gebiet spezialisieren. Oder?

Gegenfrage: wer lesen lernen will, soll sich auf einen Buchstaben konzentrieren.
Ergibt das einen Sinn? Nein? Ach…

Über dieses Thema gibt im Netz reichlich Meinungen, Artikel, Pamphlete, Weissagungen und vieles mehr. Ich persönlich finde es schlicht und ergreifend schwachsinnig, irgendwann zu sagen: wenn ich in meinem Hobby was erreichen will, dann mach ich ab jetzt nur noch das.

Nun, es schadet sicher nicht, sich anfangs mit etwas bestimmtem auseinander zu setzen und sich erst einmal auf eines zu konzentrieren – wenn einem das aber erkennbar nicht liegt und man es nicht merkt, geht man vielleicht davon aus, daß Photographie insg. nichts für einen ist, obwohl andere Gebiete vielleicht mehr Spaß machen – wer weiß?

Wer sich denkt: „Hm, Häuser laufen nicht weg, die knipse ich jetzt erst einmal ein paar Monate lang…“ – nun, der kann vielleicht gleich richtig daneben greifen. Entweder die Ergebnisse sind nix und werden auch nicht besser und man läßt es dann bleiben oder man ist irgendwann davon einfach angeödet und meint, überall wäre es genauso.

Ich persönlich finde es spannender, sich mit Grundregeln zu befassen, wie dem korrekten Bildaufbau und dergleichen. Denn letztlich folgt jedes Sujet im Großen und Ganzen den gleichen Regeln. Und wer sagt denn, daß man gefälligst nur eines machen darf, wenn man Lust auf alles hat?

Mir geht es immer so: wenn ich 4x hintereinander Landschaften abgelichtet habe, dann können die noch so schön sein und es kann noch so viel Spaß gemacht haben, aber dann will ich meistens ziemlich schnell etwas ganz anderes photographieren.
So erging es mir jetzt auch wieder. Ein paar Mal draußen in der „Wildnis“ – und auch einmal: Hey, die blöde Blitzanlage liegt seit nem halben Jahr nur rum… ich will jetzt endlich mal wieder ein Portrait schießen.

Im Dezember ging es mir auch so – dauernd dies und das… und dann die Stuttgarter Stadtbibliothek!! Das war auf einmal etwas ganz anderen und hat Spaß gemacht ohne Ende.

Architektur, Menschen, Landschaften, Skylines, Tiere, Flugzeuge, Sport, Konzerte… es gibt so viel zu entdecken, was einen begeistern kann: warum nicht einfach alles ausprobieren und das tun, was einem Spaß macht? Genau.

Also: haut rein 🙂

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Flying

Banana

Heiliger Sand

Fairy Tale Forest

The Book Dungeon

Dawedda VIII

Mundatstein & Vogelhaus

La Grande Arche II

Weihnachtszeit

Back in Black

Mannheim Friedrichsplatz

Decisions

Schmetterling

Im Tal des Hochspeyerbaches

Gestern hat es mich wieder in den Pfälzerwald verschlagen. Von Neustadt aus ging es durch das Tal des Hochspeyerbaches über Lambrecht, Neidenfels, Weidenthal, Frankenstein zum Isenach-Weiher.

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Dort gibt es ein Forsthaus-Restaurant am See. Sehr idyllisch.

Isenach-Weiher

Um den Weiher herum führt ein Wanderweg, der – je nach Lust, Laune und Fitneß, 30 bis 60 Minuten in Anspruch nimmt.

Waldweg II

Es gibt dort viele Bänke entlang des Weges, man kann sich also immer wieder niederlassen und genießen. Kaputte und ganze 😀

Banca Rotta

Isenach-Weiher II

Das Boot im Wald

Auch auf dieser Strecke hat sich gezeigt: der Pfälzerwald ist einfach wunderschön. Die Orte allerdings sehen oft ziemlich zerschossen aus. Es gibt vereinzelt phantastisch schöne Gebäude, aber man merkt, daß auch hier das Geld fehlt, um alles in Schuß zu halten. Deutschlands schöne ländliche Gegenden gehen vor die Hunde. Die (Groß-)Städte werden immer häßlicher, die Landschaften werden mit schuhschachtelähnlichen Einfamilienkäfigen zugepflastert und der Rest verfällt. Besonders schlimm ist es übrigens im Saarland und im Odenwald.

Das Schaufenster

Hofstapler

Twin Turbo: S&M – Photoshooting mit Zwillingen

Am Freitagabend hatte ich viel Spaß mit zwei Freunden. Die Zwillinge wollten schon lange mal Photos von sich haben und ich wollte schon lange mal wieder Portraits schießen. Eine Hand wäscht die andere 🙂

Das insg. 3-stündige Shooting hat irrsinnig viel Spaß gemacht. Auf meiner Facebook-Seite gibt es ein Album mit Impressionen („Behind the Scenes„) und hier nun einige der Photos aus dem eigentlichen Shooting:

Stephan & Martin

Stephan & Martin II

Stephan II

Martin III

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Zum Einsatz kamen beide Kameras (Sony A99V und Sony A7s, sowie hauptsächlich die Objektive Minolta AF 70-210mm f/4 und Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS.

Blitzanlage war die PRIOLITE MBX 300.

Plant Fujifilm eine Mittelformat-Kamera?

Gerüchte über Pläne, eine Mittelformatkamera zu bringen gibt es zyklisch bei fast jedem Hersteller… nun also ist Fujifilm dran.

Dieses Gerücht hat aber wohl nichts mit dem letzten zu tun, daß Fuji eine Kamera mit größerem Sensor plane und die aktuelle Linsen dafür schon bereit seien (vermutet wurde eine Sensorgröße zwischen APS-C und Vollformat – also im Bereich von APS-H).

Nein, nunmehr geht es tatsächlich um eine MIttelformatkamera – in diesem Bereich hatte Pentax zuletzt gezeigt, wie man den Branchengrößen Hasselblad und Miyama eine Kamera entgegensetzen kann, die nicht gleich 20.000 Euro kostet.

Fujirumors.com berichtet, eine bekannte Quelle habe sich gemeldet, die auch vorher schon öfter richtig lag.

Aber… das wäre schon eine deutliche Überraschung. Interessant kann dies für Fuji schon sein, weil der Markt im Mittelformat alles andere als umkämpft und überfüllt gilt. Deshalb wurde auch früher schon geunkt, daß auch Canon, Nikon und Sony sich dieses Feldes annehmen werden, um Schwung reinzubringen. Dies ist aber nie passiert und alle drei Unternehmen werden nicht müde zu bekräftigen, daß man keinerlei Pläne diesbezüglich habe.

Aber 2… Das Gerücht kommt (mehr oder weniger) plötzlich – es bleibt also tatsächlich nur ein zaghaftes Abwarten und Tee trinken, was noch passiert – harren wir also der Dinge, die da kommen.

Der Westwall-Wanderweg im Bienwald

Gestern hatte ich das Vergnügen, in einem von Deutschlands letzten Urwäldern wandern zu gehen. In der Südpfalz nahe der französischen Grenze in Schaidt bei Büchelberg (kurz vor Lauterburg) im Kreis Germersheim Nähe Landau (alles klar jetzt? :D) liegt der Bienwald.

Eine traumhaft schöne Gegend und man kann nach einer Wandertour gleich nebenan in Lauterburg oder Weißenburg lecker Käse kaufen gehen 😉

In diesem Bienwald nun befindet sich der sog. Westwall und entlang dieses Westwalls der Westwall-Wanderweg in zwei Varianten – er langen und einer kurzen. Wir haben den kurzen gewählt (ca. 8 bis 10 km, je nachdem, von wo man anfängt).

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Entlang dieses historischen Westwalls liegen noch verschiedene Bunker-Reste aus dem 2. Weltkrieg und es gibt etliche Tafeln, die über verschiedenen (konfliktreichen) Epochen entlang der deutsch-französischen Grenze informieren.

Rast-Platz IV

Parken kann man übrigens entweder in Schaidt an der Hauptstraße oder am besten am Sportplatz. Der kurze Wanderweg ist mit einem roten Punkt immer sehr gut gekennzeichnet – der lange (ca. 12 km) mit einem weißen Punkt. Über den Großteil der Strecken sind beide Punkte auf den Bäumen angebracht, da sich die Wege meistens decken.

Man darf aber von den Bunkern nicht zuviel erwarten – sie sind (jedenfalls auf dem kurzen Weg) – rar und wenig spektakulär. Die Anlagen wurden gesprengt und es handelt sich idR um 2-Mann-, oder um 1-Mann-Bunker.

Was aber wahrlich entzückt und das eigentliche Highlight ist (für mich jedenfalls) ist der unberührte Wald – auch wenn es selbst dort noch genug Vollidioten gibt, die ihren Müll einfach in den Wald werfen.
Im Bienwald wird die Natur sich selbst überlassen und man läuft durch einen herrlichen Urwald – so hat Deutschland früher überall ausgesehen. Eine wundervolle Natur, reich an Tieren und Pflanzen jeder Art. Wir haben sogar drei Frischlinge beim spielen beobachten können – der Fokus der Kamera hat dann aber schon ausgereicht, sie zu verschrecken. Zum Glück waren die drei auf der anderen Seite eines Baches und die Wildsau weit genug entfernt – eine Wildschweinmutter ist ein gar gefährliches Biest.

Kleine Brücke

Was allerdings extrem genervt hat waren die Myriaden an Stechmücken. Ich konnte nicht einmal 2 Sekunden für ein Photo stehenbleiben, schon hatten sich zehn bis zwanzig der lästigen Insekten an mir festgekrallt, um mit den lecker roten Saft auszusaugen.

Weiher

Aber insgesamt war es ein unbeschreiblich schönes Erlebnis. Der Wanderweg führt über große Geraden hin zu kleinsten verschlungenen Pfaden mit Gewässern, Bächen, Gestrüpp, Moosflächen… ein Traum!!

Sehr sehenswert sind auch all die Mundatsteine entlang des Wanderweges, die von einstigen Grenzen künden.

Mundatstein & Vogelhaus

Der Wanderweg ansich ist übrigens sehr leicht. Es gibt keine Steigungen oder Gefälle, man geht immer eben geradeaus und kann sich Zeit und Ruhe gönnen, die Natur in vollen Zügen zu genießen.

Kleine Brücke II

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Mein Equipment unterwegs war:

Sony A7s (angenehm leicht)
Minolta AF 70-210mm f/4
Minolta AF 17-35mm f/2.8-4 D
Minolta AF 100mm f/2.8 Macro (leider ohne Verwendung, weil die Mücken einfach zu aggressiv waren und ich keinerlei Ruhe fand, mich mal hinzulegen…)
Lowepro Flipside Rucksack
Benro-Stativ (auch ohne Verwendung wegen der Mücken…)
Kameragurt Sun Sniper Pro

Minolta Ofenrohr + A7s: das rockt!!

Anbei ein kleiner Testshot, bzw 100% Crop einer Aufnahme, die ich mit dem alten Minolta Ofenrohr (AF 70-210mm f/4) und der Sony A7s gemacht habe.

Das Objektiv hat in den 80ern $230,- gekostet (oder irgendwas um die 500 bis 600 Mark…?) – ich weiß es nicht genau. Heute bekommt man gute Versionen auf eBay zwischen 80 und 130 Euro.

Die Aufnahme entstand mit folgenden Parametern:
ISO 1250
210mm
f/5.6
1/250 sek.
JPEG entwickelt aus RAW in Lightroom OHNE EBV.

Entscheidet selbst, aber ich finde sowohl die Schärfe, als auch Kontrast und Dynamik enorm. Ich meine hey… das Glas ist irgendwas zwischen 25 und 35 Jahren alt!! Und die A7s liefert ebenfalls ein wirklich schmackhaftes Ergebnis damit.

Minolta AF 70-210mm f/4 @ ISO 1250 f/5.6 1/250, Sony A7s

Minolta AF 70-210mm f/4 @ ISO 1250 f/5.6 1/250, Sony A7s

Sony: keine A9…

… aber eine A8?

Laut sonylpharumors.com geht das (heftige) Gerücht um, daß Sony in ziemlicher Kürze zwei neue FE-Kameras (Vollformat mit E-Bajonett) vorstellen wird:

– die A7r II mit 36 Megapixel-Sensor, A7-Gehäuse und 5-Achsen-Bildstabilisierung und
– die A8 mit 50x Megapixelsensor

Die A7r II soll ja schon in Produktion und ab Juni auf dem Markt sein – die Vorstellung wenigsten einer der beiden Kameras kann also eigentlich nicht mehr lange dauern.

Spekulatius:
Was die A8 wohl kosten wird…? Die A7r II wird, schätze, den Neupreis der A7r von damals anpeilen (waren, glaube ich sowas um die 2.000 Euro) – die A8 wird wohl über 3.000 Euro kosten. Ich hoffe, nicht viel mehr, sonst wird das Rennen mit Canon & Co. wieder knapp. Ich nehme mal an, daß im Herbst dann die A7s II kommt und auch wieder ca. 2.500 Euro kosten wird.

Die neue Fujifilm X-T10 ist da

Und so sieht sie aus:

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Und das sind die Spezifikationen:

16.3 MP APS-c X-Trans CMOS II sensor
Ultrasonic sensor cleaning system
Continuous AF tracking with 8 frames per second
51,200 max ISO sensitivity
Scene auto recognition
0.08s fast intelligent hybrid AF
49 AF points
EVF: 2,360,000 dots. 0.62 x magnification and 100% coverage (lag time is 0.005s)
Startup time is 0.5 seconds, shutter lag is 0.05 seconds
Quiet and high speed electronic shutter (60 – 1/32,000)
920,000 dots 3.0″ LCD screen
Video: 1080p 60/50/30/25/24 fps (with manual exposure)
Built-in Wi-Fi, smartphone or tablet remote control possible
P/S/A/M exposure mode
5 different auto bracketing modes
8 different advanced filters
Built-in pop-up flash
Interval timer, time lapse functionality
Metal body with five dials
Battery: NP-W126 (350 shots per charge)
Kit lens: XC 16-50 mm f/3.5-5.6 OIS II

Bild- und Textquelle: photorumors.com